Wieder Messi-Doppelpack - Müllers Rekord wackelt

Der Argentinier markierte beim 4:0 gegen Levante schon seine Saisontore Nummer 18 und 19. Nur drei Treffer fehlen, um einen Uralt-Rekord zu knacken.

Messi traf erneut doppelt
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Messi traf erneut doppelt
Messi traf erneut doppelt – REUTERS

Der FC Barcelona und Lionel Messi scheinen auf ihrem Rekordkurs nicht zu stoppen. Die Katalanen prolongierten mit einem 4:0-Auswärtserfolg bei Levante am Sonntagabend ihren nahezu perfekten Saisonstart. Nach dem 12. Sieg in der 13. Saisonrunde der Primera Division baute die weiter ungeschlagene "Blaugrana" den Vorsprung auf Real Madrid auf elf Zähler aus. Doppeltorschütze Messi erzielte seine Saisontreffer 18 und 19 und hat im Jahr 2012 damit bereits 82 Tore geschossen.

Damit fehlen dem Argentinier nur noch drei Treffer, um den Rekord von Bayern Münchens "Bomber" Gerd Müller aus dem Jahr 1972 einzustellen. Nach dem Doppelschlag des Weltfußballers (47., 51.) erhöhten der überragende Andres Iniesta (57.) und Cesc Fabregas (63.) binnen weniger Minuten auf 4:0. "Wir müssen einfach so weitermachen wie bisher", sagte Iniesta nach dem Kantersieg. Einziger Verfolger bleibt bei drei Zählern Rückstand Atletico. Die Madrilenen gewannen gegen den FC Sevilla ebenfalls 4:0, kommendes Wochenende wartet das Stadtduell mit Real.

Neben Messi befindet sich auch Barca auf Rekordkurs. Real Madrid schaffte in der Saison 1991/92 einen ebenso guten Auftakt, musste in der 14. Runde aber ein Remis hinnehmen. Barcelona spielt am Samstag zu Hause gegen Athletic Bilbao.

Einziger Wermutstropfen für den Vizemeister blieb die neuerliche Verletzung von Außenverteidiger Dani Alves. Der Brasilianer zog sich gegen Levante eine Muskelverletzung im rechten Oberschenkel zu und musste deshalb bereits nach 13 Minuten ausgewechselt werden. Für den 29-Jährigen ist es bereits die vierte Muskelverletzung in der laufenden Saison, er wird voraussichtlich drei Wochen fehlen.

Bemerkenswert war in Valencia auch die Tatsache, dass Barcas Erfolg auf der eigenen Nachwuchsschmiede beruht. Nach der Auswechslung von Alves für Martin Montoya befanden sich elf Spieler der Jugendakademie "La Masia" auf dem Spielfeld. "Das sollte uns stolz machen", sagte der ebenfalls aus dem Barca-Nachwuchs kommende Trainer Tito Vilanova. Bei Real erfüllen mit Torhüter Iker Casillas und Außenverteidiger Alvaro Arbeloa nur zwei Stammkräfte dieses Kriterium. Jose Mourinho musste sich deshalb bereits Kritik gefallen lassen.

Trotz aller Euphorie - die Fans skandierten gegen Levante bereits Meister-Chöre - warnten die Beteiligten vor Überheblichkeit. "Real wird bis zum Ende kämpfen, das ist sicher. Das ist, was sie auszeichnet", versicherte Vilanova und Sportdirektor Andoni Zubizarreta betonte: "Natürlich sind wir glücklich, wie die Dinge derzeit laufen. Aber wir sind erst im November und die Saison geht bis Mai." Als warnendes Beispiel dient den Katalanen der Erzrivale: Real hatte vor 21 Jahren während der gesamten Saison dominiert, sich den Titel aber am letzten Spieltag von Barcelona abjagen lassen.

>>> Spanische Primera Division: Die Tabelle

(APA/Reuters)

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