Uefa überdenkt Aufstockung der Champions League

28.11.2012 | 16:43 |   (DiePresse.com)

Präsident Michel Platini zufolge könnte die Königsklasse bald 64 statt 32 Klubs umfassen, die Europa League dafür abgeschafft werden.

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Europas Fußballband (UEfa) überdenkt laut Präsident Michel Platini das Format der internationalen Klubbewerbe. Dies gab der Franzose gegenüber der Tageszeitung "Ouest France" (Mittwoch) bekannt. "Es gibt eine Debatte, welches Format die europäischen Bewerbe zwischen 2015 und 2018 haben werden", verriet Platini.

Kein Geheimnis ist, dass die Europa League finanziell bei weitem nicht mit der Champions League mithalten kann. Im Gespräch ist laut Medienberichten deshalb eine Aufstockung der prestigeträchtigen Eliteliga von derzeit 32 auf künftig 64 Mannschaften in der Gruppenphase. "Wir diskutieren, wir wollen 2014 eine Entscheidung fällen. Aber noch ist nichts entschieden", sagte der darauf angesprochene Uefa-Boss.

Nicht besorgt zeigte sich Platini über immer wieder geäußerte Überlegungen der reichen Großklubs, einen Konkurrenzbewerb zur Champions League etablieren zu wollen. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass das außerhalb der Uefa-Rahmenbedingungen funktioniert. Welche Referees würden eingesetzt? In welchen Stadien gespielt? Würden die Leute dies wollen? Ich denke nicht", sagte der Europameister von 1984.

Rummenigge: "Quanität zulasten der Qualität"

Erste Kritiker meldeten sich zu diesem Vorschlag bereits zu Wort. Bayern Münchens Chef Karl-Heinz Rummenigge etwa sprach sich entschieden gegen eine Reform der Europacup-Bewerbe aus. "Wir sind keine Freunde davon, Qualität zulasten der Quantität zu verändern. Wir sind nicht für die Abschaffung der Europa League und absolut gegen eine Erweiterung der Champions League", sagte Rummenigge.

(ag)

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4 Kommentare

Das ist dann keine Champions League mehr...

Ich sehe das genau wie Karl-Heinz Rummenigge und wie meinen Vorposter... da kommt wirklich die Quantität vor der Qualität. Und was genau soll das bringen wenn plötzlich auch der Sechstplatzierte oder kleine Cupsieger in ihrem Land mitspielen dürfen? Für was würde die Champions League dann Champions League heißen?
Die jetzige ist deshalb so interessant zum Anschauen, weil hier wirklich die besten Klubs aus der abgelaufenen Saison mitmachen dürfen... und meistens (Ausnahme Montpellier und wenige andere Klubs) ändert sich da von Saison zu Saison wenig.
Manchester City gegen Borussia Dortmund kommt nehm ich an am kommenden Dienstag, eine gute Auswahl wie ich meine. :-)

Das ist dann keine Champions League mehr...

Ich sehe das genau wie Karl-Heinz Rummenigge und wie meinen Vorposter... da kommt wirklich die Quantität vor der Qualität. Und was genau soll das bringen wenn plötzlich auch der Sechstplatzierte oder kleine Cupsieger in ihrem Land mitspielen dürfen? Für was würde die Champions League dann Champions League heißen?
Die jetzige ist deshalb so interessant zum Anschauen, weil hier wirklich die besten Klubs aus der abgelaufenen Saison mitmachen dürfen... und meistens (Ausnahme Montpellier und wenige andere Klubs) ändert sich da von Saison zu Saison wenig.
Manchester City gegen Borussia Dortmund kommt nehm ich an am kommenden Dienstag, eine gute Auswahl wie ich meine. :-)

Qualität statt Quantität

Ob das eine gute Idee ist, darf bezweifelt werden. Also mir reicht die derzeitige Regelung vollkommen, solang ich so Spitzenpartien wie Juve gegen Chelsea oder ManCity gegen Dortmund, die von Puls 4 gezeigt wurden/werden live sehen kann. Ich lass mich überraschen, ob es tatsächlich zur Ausweitung der CL kommt. Bis dahin genieß ich jetzt mal die letzte Runde der Gruppenphase kommende Woche.

Re: Qualität statt Quantität

Sog. "Todesgruppen" mit drei echten Topmannschaften, die sich um zwei Plätze für die K.o.-Phase der CL matchen, die wird es dann sicher nicht mehr geben. Die tatsächlichen CL-Klubs würden gleichmäßig zu den schwächeren Kontrahenten gelost werden und den Aufstieg damit mehr oder weniger von Haus aus in der Tasche haben. Doch wen würde das noch interessieren?

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