Beckham verlässt USA als Champion

02.12.2012 | 14:14 |   (DiePresse.com)

Im Finale der Major League Soccer (MLS) gewann David Beckham mit Los Angeles mit 3:1 gegen Houston. Nun sucht "Becks" nach einer letzten Herausforderung.

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Der englische Fußball-Star David Beckham verabschiedet sich mit seinem zweiten Meistertitel aus der Major League Soccer (MLS). Am Samstag gewann der Mittelfeldspieler in seinem 115. und letzten Pflichtspiel mit Los Angeles Galaxy das Finale gegen Houston Dynamo 3:1 und setzte sich somit wie schon im Vorjahr gegen die Texaner im Endspiel durch. "Es ist etwas Besonderes, ein Finale daheim zu gewinnen, vor den eigenen Fans. Heute ist ein ganz spezieller Tag", bilanzierte Beckham.

Der 37-Jährige stand vor 30.510 Zuschauern im ausverkauften Home Depot Center von Carson im Mittelpunkt, die Tore schossen aber andere. Calen Carr traf für die in der ersten Hälfte besseren Gäste zur verdienten Pausenführung (44.). Omar Gonzalez glich nach einer Stunde mit einem sehenswerten Kopfball aus, Landon Donovan verwandelte nur fünf Minuten später einen Handelfmeter zum 2:1 und Robbie Keane sorgte in der vierten Minute der Nachspielzeit mit einem Foulelfmeter für den verdienten Endstand. Die Szene der Partie folgte jedoch unmittelbar danach, als Galaxy-Trainer Bruce Arena Beckham auswechselte.

Unter Standing Ovations und minutenlangen "Thank you Beckham"-Sprechchören der Fans verließ der Engländer den Rasen, umarmte nahezu jeden seiner Mitspieler und fiel auch Arena innig um den Hals. "Ich bin traurig, dass es nun vorbei ist", sagte Beckham. Los Angeles sei für seine Familie immer eine besondere Stadt gewesen und werde dies auch bleiben.

Der englische Entertainer

Im Sommer 2007 war Beckham von Real Madrid nach Kalifornien gekommen, um der Randsportart Soccer zu mehr Aufmerksamkeit und Popularität zu verhelfen. Beckham spielte seine Rolle als "englischer Entertainer" vor allem zu Beginn nicht immer mit Bravour, fehlte verletzungsbedingt oder saß im Flugzeug zur Nationalmannschaft. Dennoch steht die MLS im Dezember 2012 besser da als je zuvor. Und von Mitspieler Landon Donovan, über Bruce Arena bis hin zu Liga-Boss Don Garber reden alle von einem mehr als gelungenen Beckham-Experiment, das mit dem vierten Galaxy-Titel endete. Damit ist der Club aus Los Angeles gemeinsam mit DC United US-Rekordmeister.

"Ich hoffe einfach, dass ich ein wenig Interesse an unserem Sport in Amerika geweckt habe. Wenn das die einzige Sache ist, die mir gelungen ist, bin ich zufrieden", meinte Beckham. "Danke für die Erinnerungen" und "Wir werden Beckham vermissen" stand auf zahlreichen Plakaten in der Arena. Wo er demnächst spielen wird, ließ "Becks" offen. "Ich habe keine Ahnung, wo es hingeht. Heute bin ich einfach nur froh, das Galaxy-Trikot zu tragen und sechs Jahre lang Teil dieses Vereins gewesen zu sein - dafür bin ich sehr dankbar."

Zum Abschluss seines Galaxy-Kapitels marschierte Beckham mit einer übergroßen britischen Fahne um die Schultern und seinen drei Söhnen neben sich zur Siegerehrung. Als er den Meisterpokal in die Höhe reckte, stieg ein Feuerwerk in den Himmel. Wie einst bei seiner Vorstellung flog kiloweise Konfetti durch die Luft.

(APA)

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