0:3 gegen Ried: Admiras Abwärtstrend geht weiter

08.12.2012 | 19:06 |   (DiePresse.com)

Schon nach einer Minute gerieten die Niederösterreicher auf die Verliererstraße und müssen den Blick nun nach unten richten.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Mehr zum Thema:

Admira Wacker Mödling kann gegen die SV Ried einfach nicht mehr gewinnen. Die Südstädter kassierten am Samstag zum Auftakt der 19. Runde vor 1650 Zuschauern eine 0:3-Niederlage und sind damit in der Bundesliga schon seit elf Spielen im direkten Duell sieglos. In der Liga warten die Schützlinge von Coach Dietmar Kühbauer jetzt schon seit acht Runden auf einen vollen Erfolg, zudem drohte der Vier-Punkte-Abstand auf Schlusslicht Wacker Innsbruck und den Vorletzten Wiener Neustadt geringer zu werden.

Mehr zum Thema:

Die Oberösterreicher etablierten sich hingegen hinter den "Big Four" als Anführer des Mittelfeldes. Die Höhe des Ergebnisses spiegelte den Spielverlauf aber nicht wider. Die Rieder sorgten vor allem deshalb schon vor der Pause für die Vorentscheidung, da Admira-Goalie Andreas Leitner bei seinem Bundesliga-Debüt einen rabenschwarzen Tag erwischte, bei den Toren von Marco Meilinger nach nicht einmal einer Minute und Rene Gartler (41.) arg patzte. Dazwischen hatte Robert Zulj auf 2:0 (20.) gestellt.

Kühbauer hatte seine Mannschaft gegenüber dem 0:3 in Mattersburg gleich an neun Positionen verändert, so kam neben dem 18-jährigen Leitner, der den gesperrten Patrick Tischler vertrat, auch Innenverteidiger Markus Lackner zu seiner Bundesliga-Premiere. Und der Beginn hätte gar nicht schlechter sein können. Nach 54 Sekunden zielte Meilinger aus spitzem Winkel aufs kurze Eck und der Ball kullerte durch die Hände von Leitner zum 0:1 ins Tor.

Das wirkte sich auf die extrem junge Truppe natürlich negativ aus, die Verunsicherung in der Defensive war groß, nahezu bei jedem Rieder Angriff spürbar. In Minute 20 verloren die Admiraner auf der Seite den Ball, Zulj ließ Stephan Palla im Strafraum aussteigen und Leitner aus schrägem Winkel keine Chance (20.). Dem noch nicht genug leistete sich Leitner, drei Minuten nach einem Lattenkopfball von Gernot Trauner (38.), neuerlich einen Fauxpas. Der Admira-Goalie ließ den Ball an der Torauslinie aus, Gartler bedankte sich für die Vorlage und traf ohne Mühe ins lange Eck (41.).

Trotz der unnötigen Fehler wäre für die Admiraner aber mehr drinnen gewesen, die eigenen Chancen wurden jedoch allesamt vergeben. Ein Schick-Volley ging daneben (11.), Ried-Goalie Thomas Gebauer wehrte Schüsse von Maximilian Sax (14., 40.) und Daniel Toth (26.) sowie einen Kopfball vom mit Gesichtsmaske spielenden Daniel Drescher (26.) ab. Zudem hatten die Hausherren Pech, dass ein unglückliches Handspiel von Emanuel Schreiner im Strafraum (5.) von Schiedsrichter Christian Dintar ungeahndet blieb.

Nach dem Seitenwechsel fehlten die großen Highlights. Bei der besten Aktion wurde ein Treffer von Gartler (80.), der einen Nacho-Schuss abfälschte, zurecht wegen Abseits aberkannt.

Interimstrainer Gerhard Schweitzer dürfte zum letzten Mal als hauptverantwortlicher Trainer der Rieder auf der Bank gesessen sein. Ried-Manager Stefan Reiter kündigte im "Sky"-Interview an, am Sonntag entscheidende Gespräche mit Trainerkandidaten zu führen. Eine Präsentation könnte dann im Idealfall schon am Montag erfolgen. Der Statistik nach steht den Riedern im letzten Spiel zu Hause gegen den WAC eine Niederlage bevor, haben sich doch seit acht Runden bei den Innviertlern immer Sieg und Niederlage abgewechselt.

 

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Lesen Sie hier weiter zum Thema:

Mehr aus dem Web

AnmeldenAnmelden