Fußball: Malaga ein Jahr für Europapokal gesperrt

21.12.2012 | 16:46 |   (DiePresse.com)

Wegen Verstoßes gegen das Financial Fair Play wurden die Spanier von der Uefa hart bestraft. Die Champions League darf Malaga noch fertigspielen. Auch sieben weitere Klubs wurden bestraft.

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In der bisherigen Saison der Champions League war der FC Malaga eine der größten Überraschungen. Ungeschlagen gewannen die Spanier die Gruppe C und treffen im Achtelfinale auf den FC Porto. Doch bald wird sich Malaga auf eine längere Europapokal-Pause einstellen müssen. Denn der europäische Fußballverband Uefa sah durch das Wirtschaften des Klubs das Financial Fair Play verletzt und griff hart durch: Ein Jahr darf Malaga weder in der Champions League noch in der Europa League antreten. Außerdem muss der spanische Klub 300.000 Euro Geldstrafe zahlen.

Falls Malaga, das derzeit auf Platz vier in der Primera Division liegt, sich in dieser Saison nicht für einen internationalen Wettbewerb qualifiziert, gilt die ausgesprochene Strafe auch für ihre erste kommende Europacup-Qualifikation im Zeitraum von vier Jahren. Erfüllt Malaga die geforderten Uefa-Beschlüsse nicht bis zum 31. März 2013, droht den Andalusiern zusätzlich ein weiteres Jahr Sperre. Dabei geht es um den Nachweis, dass der Klub keine Verbindlichkeiten gegenüber anderen Vereinen oder Steuerbehörden hat.

2010 hatte Scheich Abdallah Ben Nasser Al-Thani aus Katar den FC Malaga gekauft und ihn mit einigen Topstars wie Santi Cazorla (heute Arsenal) oder Ruud van Nistelrooy gespickt. Trotz der Qualifikation für die Champions League verlor der Scheich aber im Sommer 2012 die Lust an seinem Hobby und drehte den Geldhahn zu. Seitdem wird der Klub von finanziellen Problemen gebeutelt, Gehälter konnten oft nur verspätet bezahlt werden.

Neben Malaga wurden sieben weiteren Klubs Strafen angedroht. So drohen auch den kroatischen Vereinen Hajduk Split und NK Osijek, den rumänischen Klubs Dinamo und Rapid Bukarest sowie Partizan Belgrad Ausschlüsse aus dem europäischen Bewerb, sollten die Uefa zufriedenstellende Unterlagen bis Ende März nicht eintreffen. Vojvodina Novi Sad und Arsenal Kiew müssen Geldstrafen bezahlen.

(Red./APA)

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