Trainer-Poker: „Guardiola? Das ist alles Unsinn“

Der FC Bayern dementiert ein Engagement von Startrainer Pep Guardiola und somit eine Ablöse von Trainer Jupp Heynckes mit Saisonende.

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Pep Guardiola – (c) AP (MANU FERNANDEZ)

München/ag. Münchens Gerüchteküche brodelt, und im Internet häufen sich nach einem Bericht des TV-Senders Sky Italia Meldungen, wonach sich die Verantwortlichen des FC Bayern mit Startrainer Pep Guardiola in New York getroffen und geeinigt haben sollen. Der Spanier soll Trainer Jupp Heynckes mit Saisonende ablösen. „Das ist alles Unsinn“, sagt nun Bayerns Mediendirektor, Markus Hörwick.

Guardiola, 42, hatte Barcelona zu drei Meistertiteln und zwei Triumphen in der Champions League geführt. Derzeit gönnt er sich noch eine Auszeit, bestätigte aber bereits, dass er nächste Saison wieder auf der europäischen Fußballbühne mitwirken will. Sein Traumziel wäre die Premier League, so viel ließ Guardiola durchblicken. Chelsea bietet ihm einen Fünfjahresvertrag und 66 Millionen Euro Gage. Auch Manchester City, Milan und – trotz aller Dementi – die Bayern buhlen um seine Dienste .

Guardiola hat am Tag darauf erstmals öffentlich erkennen lassen, dass seine Zukunft in der englischen Premier League liegen könnte. In einer Video-Botschaft anlässlich des 150-jährigen Jubiläums des englischen Fußball-Verbandes lobte der frühere Barcelona-Coach den Insel-Kick in höchsten Tönen. "Als Spieler ist mein Traum von einem Engagement in England nicht in Erfüllung gegangen. Aber ich hoffe, dass ich in Zukunft hier als Trainer arbeiten kann", sagte der bald 42-Jährige.

Guardiola ist offenbar vom Flair des englischen Fußballs fasziniert. "Ich will die Fans spüren, die Medien, den eigenen Spielstil, das ganze Rundherum", erklärte der Spanier, der als heißeste Aktie auf dem internationalen Trainermarkt gilt.

 

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.01.2013)

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