Transfer-Sensation: Beckham bei Paris SG

31.01.2013 | 13:15 |   (DiePresse.com)

David Beckham spielt ab sofort für Paris St. Germain. Der Brite, 37, soll mit Zlatan Ibrahimovic den ersten Meistertitel seit 1994 gewinnen. Er bleibt vorerst bis Saisonende.

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Paris. David Beckham spielt ab sofort für Paris SG. Der Brite, 37, wurde am Donnerstag in Paris präsentiert. Er sagt, dass er "stolz" sei, für PSG spielen zu dürfen. Er habe große Ziele mit einem großen Verein und erhält vorerst einen Vertrag bis Saisonende.

Der Mittelfeld-Star hatte sich im November nach fünf Jahren von Los Angeles Galaxy mit dem Gewinn der Meisterschaft in der Major League Soccer verabschiedet. Zuletzt hatte er sich beim FC Arsenal in London fit gehalten.

Der Wunsch des Scheichs

Donnerstagvormittag war Beckhams Privatjet auf dem Flughafen Paris-Orly gelandet, der prominente Passagier wurde von neugierigen Beobachtern abgeschirmt mit einer Limousine in die Stadt gefahren. In einem Privatspital wurde der medizinische Check durchgeführt, anschließend ging es direkt in den Parc de Prince, wo der Brite der Öffentlichkeit als neuer PSG-Star präsentiert wurde.

Beckham hatte es nach seinem Abschied aus Hollywood leicht, einen neuen Klub zu finden. Zwölf höchst lukrative Angebote sollen bei seinem Manager eingetrudelt sein. Klubs aus Russland, China, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Australien streckten ihre Fühler nach dem Glamour-Kicker aus. Doch Paris zog dank mehrerer Attribute das große Los: Seine Familie dürfte sich in der Modestadt wohlfühlen, es nicht weit zurück nach England, Petro-Dollars gibt es seit der Übernahme durch Katar-Scheich Nasser Al-Khelaifi genug und auch einige alte Bekannte wie Zlatan Ibrahimovic oder Thiago Silva spielen für PSG. Beide kennt Beckham aus seinen Gastspielen beim AC Milan, ebenso den Trainer, Carlo Ancelotti.

Für PSG steht viel auf dem Spiel – und dafür kommen die Dienste von David Beckham gerade recht. Der Klub will unbedingt den ersten Meistertitel nach 1994 gewinnen und auch in der Champions League reüssieren. In der K.o.-Phase treffen die Franzosen auf Valencia.

Nasser Al-Khelaifi äußerte schon vor Monaten, dass er Beckham bei PSG spielen sehen möchte. „Er ist exzellent, wir waren uns schon damals, im Vorjahr einig, aber es gab noch Probleme mit seiner Familie“, so der Geldgeber, der Beckham auch als Botschafter einsetzen möchte. Er sagt: „Es geht nicht so sehr um Geld, er ist ein Star, ein Spieler, den man weltweit kennt.“

Umsonst tritt David Beckham aber nicht gegen den Ball. Kolportierte 150.000 Pfund (175.121 Euro) pro Woche soll der 37-Jährige einstreifen. Seit dem Einstieg der Scheichs aus Katar 2011 hat der Pariser Verein rund 150 Millionen Euro in die Mannschaft gesteckt. Teuerster Zugang im vergangenen Sommer war der schwedische Stürmer-Star Zlatan Ibrahimovic.

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7 Kommentare

die grosse Schwarzgeldmaschine läuft perfekt

Sehr vorsichtig war der Chefredakteur des Kicker im Interview, wer denn diese Ablösen erhalte? Üblicherweise gehen 90 % als Provision an immer die selben nicht genannten Makler in Südeuropa, den Rest teilen Club und Spieler. Die Klubs verschulden, werden gerettet, das Spiel beginnt von neuem. Wenn Herr Beckham nur einmal aufs Feld läuft, hat er seinen Zweck schon erfüllt.

Silva nicht ibrahimovic

zusammen glaub ich 60 Mio, davon nur 20 Mio für ibracadabra ;)

Inter verpflichtet Linzer Talent

Vielleicht sagt dem einen oder anderen noch der Name Kovacic etwas - der gebürtige Linzer spielte bis 2007, als er nach Kroatien zu Dinamo Zagreb wechselte, für LASK Linz.

Leider hat er sich damals gegen den ÖFB entschieden... Das wär' sonst was gemeinsam mit Arnautovic, Weimann und Alaba!

Quelle: http://www.intermailand.net/inter-verpflichtet-kroatisches-wunderkind-kovacic/

Liebe Presse, was ist daran eine Sensation!

Der meist überschätzte Fussballer der Welt!

Re: Liebe Presse, was ist daran eine Sensation!

Genau meine Meinung. Seine Zeit als "Flankengott" ist schon lange vorbei, und als sog. Superfussballer sollte man schon mehr können als nur Flanken und als Dressman aufzutreten. Siehe Messi, Inista, Ronaldo, Xabi usw. das sind Fussballer die die Fussballwelt begeistern. Die Becks begeistern vielleicht nur die Modewelt.

Re: Liebe Presse, was ist daran eine Sensation!

Eher unterschätzt. Der hat genug Hater. Es gibt wenige Fußballer die so viel erreicht haben wie er, der mit so viel Liebe, Intensität und Herz in jedes Spiel aufs neue geht und ein wahrer Mannschaftsführer ist. Mit ihm als Kapitän hatte die englische Nationalmannschaft eine viel höhere Gewinnquote. Außerdem machte er den Sport weltweit populärer. Erst nachmachen, dann reden.

Re: Re: Liebe Presse, was ist daran eine Sensation!

beim vorletzten Satz haben Sie recht ..

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