Gericht verhandelt über Rassismus-Eklat bei Milan-Test

Sechs Fans eines italienischen Viertligisten werden nach rassistischen Rufen in einem Testspiel gegen Milan wegen "schwerer Beleidigung" angeklagt.

Sulley Muntari ist verärgert
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Sulley Muntari ist verärgert
Sulley Muntari ist verärgert – AP Photo/Emilio Andreoli

Nach dem Rassismus-Eklat in einem Testspiel des AC Milan müssen sich sechs Fußballfans vor Gericht verantworten. Wie italienische Medien am Donnerstag berichteten, soll der Prozess gegen die Anhänger des italienischen Viertligisten Pro Patria am 21. Februar beginnen. Ihnen wird vorgeworfen, Kevin-Prince Boateng und andere dunkelhäutige Spieler der Mailänder während des Freundschaftsspiels gegen Pro Patria Anfang Jänner verhöhnt zu haben.

Die Männer müssen sich wegen schwerer Beleidigung verantworten, der Vorwurf der Anstiftung zum Rassenhass wurde jedoch fallen gelassen. Gegen die Fans war bereits ein Stadionverbot von fünf Jahren verhängt worden. In der vergangenen Woche hatten mehrere Milan-Profis vor der Staatsanwaltschaft ausgesagt und die sechs Hooligans belastet. Boateng hatte nach den Beleidigungen während der Partie den Platz verlassen und damit einen Spielabbruch ausgelöst.

(ag)

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