Fußballnationalteam: In der Fremde weiter erfolglos

Das ÖFB-Team zeigte bei der 1:2-Niederlage gegen Wales einigen Verbesserungsbedarf, vor allem in der Chancenauswertung. Deutschland gewann unterdessen erstmals seit 1935 in Frankreich.

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(c) REUTERS (REBECCA NADEN)

Swansea/wien/swi.  Nur zwei Auswärtssiege – in Liechtenstein und Aserbaidschan – in den letzten sieben Jahren stehen dem ÖFB-Team zu Buche, zuletzt im Oktober 2011. Für den ersten Test gegen Wales gab Teamchef Marcel Koller seiner Elf daher eine klare Devise mit: „Unser Spiel spielen, aggressiv gegen den Ball, genaue Pässe und Tore.“ Die 1:2-Niederlage offenbarte, dass die Umsetzung seine Akteure noch überforderte.

Geringe Matchpraxis und kurzfristige Ausfälle von Fuchs und Baumgartlinger trugen ihr Teil zu Fehlpässen und seltenen Spielzügen über mehrere Stationen bei. Alaba lieferte eine seiner schwächeren Partien im Nationaltrikot ab und prompt fehlte es an Ideen und Struktur. Österreich hatte durch Einzelaktionen oder Standards dennoch ein Übergewicht an Chancen, nutzte diese im Gegensatz zu Wales aber nicht. „Wir waren besser, aber uns fehlt die Entschlossenheit, Tore zu machen“, meinte Arnautović.

Bremens Legionär zeigte einige gute Aktionen und bereitete zudem den Treffer von Janko mustergültig vor. Allerdings ließ auch er Tempo missen, wartete oft regungslos auf den Ball – und arbeitete nicht immer konsequent nach hinten. Das war neben mangelhaftem Pressing mit ein Grund, dass Suttner mit Gegenspieler Bale seine Not hatte. Beim ersten Gegentor wurde der Austrianer überlaufen, beim zweiten ließ er die Flanke zu. Erst als der walisische Star nach 60 Minuten vom Platz ging, kam Österreich noch einmal auf. Ein Tor blieb die Ausbeute.

Nächster Gegner in der WM-Qualifikation sind die Färöer, sie gastieren am 22. März in Wien.

Frankreich-Fluch beendet

Deutschland gewann erstmals seit 1935 in Frankreich, siegte dank Toren von Müller und Khedira mit 2:1. „Das war ein Härtetest, und wir waren besser“, lobte DFB-Teamchef Joachim Löw.

Schweden unterlag Argentinien 2:3, die Superstars Ibrahimović und Messi gingen leer aus. Niederlande und Italien spielten 1:1, England bezwang Brasilien 2:1.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.02.2013)

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