Fußballnationalteam: In der Fremde weiter erfolglos

07.02.2013 | 17:11 |   (Die Presse)

Das ÖFB-Team zeigte bei der 1:2-Niederlage gegen Wales einigen Verbesserungsbedarf, vor allem in der Chancenauswertung. Deutschland gewann unterdessen erstmals seit 1935 in Frankreich.

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Swansea/wien/swi.  Nur zwei Auswärtssiege – in Liechtenstein und Aserbaidschan – in den letzten sieben Jahren stehen dem ÖFB-Team zu Buche, zuletzt im Oktober 2011. Für den ersten Test gegen Wales gab Teamchef Marcel Koller seiner Elf daher eine klare Devise mit: „Unser Spiel spielen, aggressiv gegen den Ball, genaue Pässe und Tore.“ Die 1:2-Niederlage offenbarte, dass die Umsetzung seine Akteure noch überforderte.

Geringe Matchpraxis und kurzfristige Ausfälle von Fuchs und Baumgartlinger trugen ihr Teil zu Fehlpässen und seltenen Spielzügen über mehrere Stationen bei. Alaba lieferte eine seiner schwächeren Partien im Nationaltrikot ab und prompt fehlte es an Ideen und Struktur. Österreich hatte durch Einzelaktionen oder Standards dennoch ein Übergewicht an Chancen, nutzte diese im Gegensatz zu Wales aber nicht. „Wir waren besser, aber uns fehlt die Entschlossenheit, Tore zu machen“, meinte Arnautović.

Bremens Legionär zeigte einige gute Aktionen und bereitete zudem den Treffer von Janko mustergültig vor. Allerdings ließ auch er Tempo missen, wartete oft regungslos auf den Ball – und arbeitete nicht immer konsequent nach hinten. Das war neben mangelhaftem Pressing mit ein Grund, dass Suttner mit Gegenspieler Bale seine Not hatte. Beim ersten Gegentor wurde der Austrianer überlaufen, beim zweiten ließ er die Flanke zu. Erst als der walisische Star nach 60 Minuten vom Platz ging, kam Österreich noch einmal auf. Ein Tor blieb die Ausbeute.

Nächster Gegner in der WM-Qualifikation sind die Färöer, sie gastieren am 22. März in Wien.

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Frankreich-Fluch beendet

Deutschland gewann erstmals seit 1935 in Frankreich, siegte dank Toren von Müller und Khedira mit 2:1. „Das war ein Härtetest, und wir waren besser“, lobte DFB-Teamchef Joachim Löw.

Schweden unterlag Argentinien 2:3, die Superstars Ibrahimović und Messi gingen leer aus. Niederlande und Italien spielten 1:1, England bezwang Brasilien 2:1.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.02.2013)

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6 Kommentare

oje jetzt kommen die faröer auch noch


Fußball

in Österreich,wieviele Warnschüsse brauchts denn noch ?
Traum von Brasilien,in dieser Gruppe ?
und was will man dann in Brasilien?
weiterträumen

1 3

Wie soll man das verstehen?

Der Fußballer läuft in den Strafraum und überlegt dann: "Soll ich jetzt ein Tor machen oder lieber doch nicht?" Und schon hat er den Ball verloren...
Aber alleine schon die Aussage "ein Tor machen" ist schon fragwürdig. Klar, unsere Wirtschaftsflüchtlinge aus dem Nordwesten verwenden standardmäßig derartige Begriffe um einen unterdurchschnittlichen Bildungsstandard hervorzuheben: "Mensch, lauf mal hoch und mach ne Tüte her!" Auch unsere Zuwanderer aus wirtschaftlichen Gründen aus dem Südosten Europas verwenden gerne diese vereinfachte Ausdrucksweise, wobei das noch verständlicher ist, da sie Deutsch nicht als Muttersprache gelernt haben. Und von wem, außer von den Deutschen sollen sie es denn sonst übernehmen. Wenn der Deutsche sagt "Mach ein Tor!" und der Österreicher sagt "Schieß ein Tor!" oder wahrscheinlicher "Schieabs eine ins Goal!" dann wird sich der sprachlich auszubildende eher an den Deutschen halten.
p.s.:
Wehr Fehler findet, der darf sie behalten!

2 3

Notenvergabe

Nach Länderspielen wird immer die Leistung der Spieler benotet. Ich vermisse eine Note für den Teamchef! Dessen Aufstellung, Taktik, Reaktion auf den Spielverlauf etc. Herr Koller hat für dieses Spiel bestenfalls eine "4" verdient!

Es fehlt die Entschlossenheit, die Tore zu machen

Ich wette dieser Entschlossenheit könnte man nachhelfen ;-)

1 0

Für das Gehalt muss Entschlossenheit schon dabei sein...


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