Champions League: Juventus plant für das Viertelfinale

13.02.2013 | 16:12 |  Von Senta wintner (Die Presse)

Celtic Glasgow fühlte sich bei der 0:3-Niederlage klar benachteiligt. PSG glaubt nach dem 2:1-Sieg in Valencia auch ohne Zlatan Ibrahimovic an den Aufstieg.

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[Glasgow/Wien] Schon vor dem Achtelfinalhinspiel war der Celtic-Park in Glasgow als Hexenkessel gefürchtet, diesen Ruf untermauerten 60.000 lautstarke Fans am Dienstag erneut. „Wir haben gelitten. Ich habe nicht oft in einer Hölle wie dieser gespielt“, sagte Juventus-Trainer Antonio Conte nach dem 3:0-Sieg gegen Celtic.
Bereits in der dritten Minute brachte Matri die Gäste in Führung. Angepeitscht von ihren Fans starteten die Schotten daraufhin einen regelrechten Sturmlauf, im Gegensatz zur Gruppenphase, als Barcelona 2:1 besiegt wurde, blieb die Sensation diesmal jedoch aus. Stattdessen erhöhten Marchisio (77.) und Vucinic (83.) auf 3:0 für Juventus, das damit wohl für das Viertelfinale planen kann. „Meine Spieler waren ausgezeichnet, obwohl es in dieser Atmosphäre nicht leicht war. Jetzt haben wir eine sehr gute Ausgangsposition“, sagte Conte.
Für Celtic-Trainer Neil Lennon war ein Hauptschuldiger an der klaren Niederlage rasch ausgemacht: Schiedsrichter Undiano Mallenco. Mehrmals beließ es der Spanier nach italienischen Ringereinlagen im Strafraum bei Verwarnungen.

„Fußball, nicht Rugby“


„Wir spielen nicht Rugby, sondern Fußball“, ätzte Lennon, der zumindest zwei Strafstöße für sein Team gesehen haben wollte. „Sie haben bei jeder Gelegenheit gefoult, und er sah nur zu. Sind die Regeln in Spanien anders?“ Einmal musste sogar Assistent Garry Parker als Statist herhalten, als Lennon dem vierten Offiziellen an der Linie die Haltegriffe der Italiener vorführte. „Jetzt brauchen wir ein Wunder. Das ist die grausame Realität.“
Deutlich realistischer ist der Aufstieg von Paris St. Germain nach dem 2:1-Erfolg in Valencia. Für Valencia-Trainer Ernesto Valverde der Beweis, dass Geld doch Tore schießt. „Dieser Sieg war eine Machtdemonstration des Geldes“, kommentierte er die Niederlage. „Spieler, die 40 Millionen Euro kosten, haben den Unterschied gemacht.“
Damit meinte Valverde wohl allen voran PSG-Winterneuzugang Lucas, der vor dem Führungstor durch Lavezzi (10.) einen Stangentreffer verzeichnete und für ständige Unruhe in der spanischen Defensive sorgte. Auch das 2:0 durch Pastore (43.) bereitete der 20-jährige Brasilianer vor. Erst als Lucas vom Platz ging, wurden die Spanier stärker und dürfen dank des Last-Minute-Tores von Rami (90.) noch hoffen. „Am Ende lief es nicht für uns, aber wir können zufrieden sein“, resümierte PSG-Trainer Carlo Ancelotti.

Ausschluss sorgt für Unmut


Ebenso ärgerlich wie der Gegentreffer war für Ancelotti der Ausschluss von Zlatan Ibrahimovic in der Nachspielzeit. „Ein normales Einsteigen, dafür sollte es keine Rote Karte geben. Das ist Fußball“, kritisierte er die harte Entscheidung von Schiedsrichter Tagliavento. Ibrahimovic fehlt damit im Rückspiel am 6. März, dafür könnte David Beckham sein internationales Debüt geben. Der Engländer, der den Sieg auf der Tribüne erlebte, stieg am Mittwoch ins Mannschaftstraining ein.

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