Champions League: Ronaldo besiegelt Aus für Exklub

05.03.2013 | 22:37 |  Von Senta Wintner (Die Presse)

Nach einem mehr als strittigen Ausschluss für Manchester United schoss Ronaldo bei seiner Rückkehr ins Old Trafford Reals 2:1-Siegtreffer. Dortmund stieg mit 3:0-Erfolg gegen Donezk ins Viertelfinale auf.

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Manchester/Wien. Ein voll gepacktes Old Trafford und Real Madrid als Gegner – ein durchaus würdiger Rahmen für Ryan Giggs' 1000. Pflichtspiel. Zum runden Jubiläum schickte Manchester-United-Trainer Alex Ferguson den 39-jährigen Waliser in der Startelf auf das Feld. Wayne Rooney fand sich hingegen vorerst nur auf der Bank wider.

Nach dem 1:1 in Madrid war klar, dass die Gäste aus Spanien zum Torerfolg gezwungen waren, allerdings konnten sie ihre gefährlichste Waffe – schnell vorgetragene Konter – zu Beginn nicht ausspielen. Denn diese Taktik hatte sich wie schon im Hinspiel United zurecht gelegt. Die erste große Chance des Spiels aber ergab sich aus einem Standard: Nach einem Eckball von Giggs köpfte Nemanja Vidic an die Stange (21.). Wenig später funktionierte der schnelle Gegenstoß und Robin van Persie zog sofort ab. Real-Torhüter Diego Lopez konnte den Ball nur nach vorne abwehren, zeichnete sich dafür beim Nachschuss von Danny Welbeck aus (34.).

Insgesamt konnte die Partie nicht an das Spektakel im Hinspiel anknüpfen. Vor allem das in Grün spielende „weiße Ballett“ vermochte kaum Verwertbares aus seinen 61 Prozent Ballbesitz zu machen. Cristiano Ronaldo blieb bei seiner mit Spannung erwarteten Rückkehr ins Old Trafford vorerst blass. Das offensive Highlight von Real war somit ein nicht gegebenes Tor von Gonzalo Higuain. Der Argentinier hatte erst nach einem Foulpfiff eingenetzt (33.).

Real dreht Spiel nach umstrittenen Ausschluss

Kurz nach der Pause traf dann ein Madrilene regelkonform ins Tor, allerdings ins eigene. Eine Hereingabe von Nani lenkte Sergio Ramos unglücklich ab (48.). Dafür hatten die Gäste wenig später Fortuna auf ihrer Seite. Bei einem Zweikampf traf Nani Alvaro Arbeloa unglücklich mit dem Fuß am Bauch. Der türkische Schiedsrichter Cakır ahndete dies zur Überraschung aller mit Rot (56.). Eine überaus harte Entscheidung, die dem Spiel eine drastische Wende gab. Denn in Überzahl startete Real ein regelrechtes Powerplay.

Einen Varane-Kopfball konnte Rafael noch auf der Linie klären (61.). Gegen den Schuss des eingewechselten Luka Modric aber war United-Schlussmann David de Gea machtlos (66.). Es folgte das Ronaldo-Glanzlicht: Im Rutschen drückte er den Ball nach schöner Vorarbeit von Özil und Higuain über die Linie (69.). Seine anschließende Geste wirkte fast wie eine Entschuldigung an das englische Publikum. Danach versuchte Manchester noch einmal alles, doch das Aus im Achtelfinale war besiegelt.

Dortmund gewann vor eigenem Publikum dank Toren von Santana (31.), Götze (37.) und Blaszczykowski (59.) gegen Schachtjor Donezk 3:0 und steht damit nach dem 2:2  im Hinspiel ebenfalls im Viertelfinale.

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8 Kommentare

LIPANG UNITED....

Lipang United ist weg! Das ist das wichtigste und die wilden Horden werden am Kontinent weniger! Fans kann man hier nicht sagen!

Korruptes Planspiel

Dass ein schlechter oder auch ein guter Schiedsrichter solche Entscheidungen trifft, kann ich mir nicht vorstellen. Es geht um viele Millionen, da wir man besonders so unbekannte Schiedsrichter aus Asien sicherlich leicht und billig kaufen können. Der wird vielleicht nie wieder so ein wichtiges Spiel Pfeifen - muss er auch nicht!

Re: Korruptes Planspiel

Sie können sagen, was Sie wollen, es war eine Rote Karte.
Wenn Sie schon jemanden beschuldigen wollen, dann wohl Nani und Arbeloa, die scheinbar absichtlich so zusammen gesprungen sind (Vorsicht ironisch gemeint).

Wenn jemand mit etwa 1.8m erhobenen Bein (muss nicht gestreckt sein) dem Gegner entgegen springt (ob er schaut wohin ist egal), dann ist das auf jeden Fall eine Gelbe Karte, wenn er auch noch einen Gegner trifft (egal wie schwer) ist es eine Rote Karte.
Mehr gibt es dazu nicht zu sagen - lesen Sie sich das Regelbuch durch und Sie werden zum selben Schluss kommen.
Wenn die Regeln plötzlich anders ausgelegt werden, nur weil es um viel Geld in der CL geht, dann stimmt was mit Fussball generell nicht.

Nachtrag: Es kann natürlich sein, dass der Unparteiische bestochen war, mit der Roten Karte hat er jedenfalls keinen Fehler gemacht.

Nach dem 1:2 habe ich abgedreht. Ich schaue mir keine geschobenen Spiele an. Das zerstört den Sport.



Wenn man immer wieder über Wettskandale liest, die bis in die Champions League gehen sollen - das könnte so ein geschobenes Spiel gewesen sein.

Wenn man so etwas als Anlass zum Ausschluss nimmt, kann man jeden Zweikampf zum Ausschluss nützen. Klarer Weise ein Foul im Zweikampf. Eine gelbe Karte kann man geben. Aber nie und nimmer eine rote.

Der Schiedsrichter sollte nie wieder Champions League pfeifen dürfen.

Tolles Spiel..

.. leider vom Schiri zerstört

Re: Tolles Spiel..

die ENGLISH MEN sind weg! SPITZE! EVIVA ESPANIA!

Re: Tolles Spiel..

der schiri hat landesliganiveau

Re: Re: Tolles Spiel..

eigentlich nicht.

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