Späte Revanche: Bayern fertigt Barcelona mit 4:0 ab

23.04.2013 | 22:34 |   (DiePresse.com)

Mit einer souveränen Vorstellung machten die Münchner einen Riesenschritt Richtung Finale. Mindestens zwei Treffer hätten jedoch nicht zählen dürfen.

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Es war immerhin Champions-League-Halbfinale und der Gegner hieß FC Barcelona. Doch das Spiel rückte aufgrund der Steueraffäre von Bayern-Präsident Uli Hoeneß und der Verpflichtung von Mario Götze in München erst in letzter Minute wieder in den Mittelpunkt. „Das alles hat uns nicht so abgelenkt, wie manch einer glauben möchte“, relativierte Trainer Jupp Heynckes vor der Partie. Der 67-Jährige hat seine Mannschaft akribisch auf die Partie vorbereitet. Auch auf Superstar Lionel Messi. Denn wie vom Bayern-Trainer vorhergesagt wurde der Argentinier rechtzeitig fit und stand in Barcelonas Startelf.

Die erste Szene aber gehörte einem Star im Bayern-Trikot. Nach schönem Zusammenspiel mit Javi Martinez scheiterte Arjen Robben aus rund zehn Metern an Torhüter Victor Valdes (2.). Erst nach gut zehn Minuten fand Barcelona langsam zum gewohnt hohen Ballbesitz, bewegte sich dabei jedoch ungefährlich um den Mittelkreis. Bayern baute auf schnelle Gegenstöße und konnte sich auf eine sicher stehende Defensive verlassen. Auf der Gegenseite wirkte die Innenverteidigung mit Ersatzmann Marc Bartra hingegen nicht sattelfest.

Generell nicht zu den Stärken der katalanischen Abwehr zählen hohe Bälle in den Strafraum, das wussten auch die Bayern. Nach einer Ecke fiel der Befreiungsschlag zu kurz aus, Thomas Müller erzielte aus kurzer Distanz das 1:0 (25.). Assistgeber Dante hatte beim Kopfballduell allerdings grenzwertig mit den Händen gearbeitet. Von Barcelonas Hoffnungsträger Lionel Messi war nichts zu sehen, er und seine Teamkollegen verabschiedeten sich ohne einen Schuss auf das Tor in die Kabine.

Die zweite Halbzeit begann wie der erste, mit dem Unterschied, dass das schnelle Bayern-Tor fiel. Wieder brachte ein Eckball die Katalanen in Not, Valdes irrte umher und Mario Gomez brauchte nur noch ins leere Tor einschieben - stand dabei jedoch klar im Abseits (49.). Barcelona war konsterniert, Franck Ribery vergab für die nun entfesselt aufspielenden Münchner das 3:0 (54.). Der dritte Gegentreffer blieb Barcelona aber nicht erspart, Robben erhöhte nach einem schönen Konter (73.). Doch auch diesem Tor haftete ein Makel an, denn Müller blockte dessen Gegenspieler Alba. Es folgte die beste Torchance der Gäste: Nach einem Freistoß funktionierte die Abseitsfalle nicht, Barta kam völlig frei an den Ball - und jagte ihn mehr als deutlich am Tor vorbei (76.). Die Bayern waren in allen Belangen klar überlegen, die Führung daher hoch verdient. Kurz vor Schluss krönte David Alaba seine starke Leistung und legte Müller das 4:0 auf (82.).

Damit revanchierte sich der deutsche Meister für das bittere 0:4-Debakel im Viertelfinale vor exakt vier Jahren und machte zudem einen riesigen Schritt Richtung Finale am 25. Mai.

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94 Kommentare
 
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4:0 und 4 Gründe

1. Messi war nicht fit
2. Barcelona hatte keine Stammspieler in der Verteidigung.
3. Bayern war sehr gut auf die Mannschaft eingestellt und hat großartig gespielt.
4. die Schiedsrichter hatten alle Tomaten auf den Augen

Re: 4:0 und 4 Gründe

Sie sollten sollten Schiedsrichter werden!

noch schlimmer war der Typ der das Match kommentiert hat


Re: noch schlimmer war der Typ der das Match kommentiert hat

Deshalb habe ich im SF2 geschaut.
Kleiner Tipp, falls sie den Sender haben.
Ist viel besser!!!!

Und im ORF

Und im ORF-Sport finden sie schon wieder 25 Gründe, warum der Bayern Sieg unverdient zusammengekommen wäre, etc, etc.

Diese ORF-Sportreporter sind und bleiben Negativisten!

Re: Und im ORF

puls4 war nicht anders.

9 0

barcelona

Jeder Stern sinkt einmal

kein Bayern Fan

Ich war noch nie ein Bayern Fan, aber diese Leistung war einfach unglaublich.

Hätten die Spanier nicht unsere Milliarden - Eu -Subventionen.

So würden Barcelona und Real mit dem FC -Hau-daneben kicken.

Bayern München

Es war ein Volksfest!!!!
Wären die 2 Tore nicht gegeben worden, wären andere gefallen.
Die Bayern sind im Moment einfach eine Klasse für sich. Schade, dass die vielen Neider das nicht einfach anerkennen können.

Re: Bayern München

Das eine ist die Leistung der Bayern.
Das andere ist die Leistung der Schiedsrichter.
Und das hat mit Neid nichts zu tun.

Für was wird eigentlich gespielt?

Nach der Leistung des Schiedsrichters gestern, könnte man genau so gut eine Münze werfen, dann sparen such 22 Mann die lauferei

5 1

Re: Für was wird eigentlich gespielt?

Troll!

Als Österreicher

der sich das Zusehen im TV bei heimischen Spielen abgewöhnt hat, waren die letzten Spiele der Bayern ein Erlebnis. Man kann den Bayern wieder zuschauen, weil ein "Kaiser Franz" eh nicht mehr ins Bild kommt. Und ein Alaba läßt Usereinem wehmütig an Zeiten erinnern wo Österreicher in Europas Topteams aufgeigten:
Krankl, Polster, Herzog, Prohaska und Co. und vor langer, langer Zeit ein Happel, Ocwirk, Hanappi ...

4 12

Sie....

...waren ja wirklich gut. So hoch hätt's aber nicht ausfallen können, wenn das Schiri-team war partiell erblindet gewesen wäre!

Re: Sie....

noch höher, hätten sie die Elfmeter gegeben....

21 0

Genial

Danke Bayern! Es war mir eine Freude euch zu zusehen!

Bayern souverän!

Es wird hier viel pro und contra Bayern geschrieben.
Man muss aber neidlos anerkennen, dass sie zur Zeit einen sensationellen Fussball spielen, der ihnen vermutlich auch alle 3 Titel einbringen wird.

Danke

Danke bayern du hast super gespielt und mir einen gelungenen abend beschert

22 2

NEIDHAMMEL???

Spricht der Neid aus vielen Postings? keine heimische Erstliga Mannschaft und auch nicht die österreichische Nationalmannschaft hätte gestern den Hauch einer Chance gegen Barcelonas Mannschaft gehabt! Selbst wenn diese mit einem Arm auf den Rücken gebunden und barfuß angetreten wären. Die Bayern haben die abgefertigt. Basta. Ich bin kein Fan dieser Mannschaft, aber Leistung muss man anerkennen. Als Sportsmann weiss ich auch, dass die Schiedsrichter mal so und mal so pfeifen. Egal, am Ende einer Saison war man mal im Vorteil und auch mal im Nachteil. Das bitte ich nicht zu vergessen. Hier ist viel Raunzerei nur der Ausruck von Neid!

Re: mal so und mal so pfeifen?

Wenn's um alles oder nichts geht, so ist das mit der eventuellen Kompensation in anderen (08/15) Spielen halt so eine Sache. Und das gerade zu den Finalen hin der BVB (dessen stiller Fan ich bin) und Bayern etwas mit Hilfe nicht geandeter Mißachtung der Regeln weiterkommen, hinterlässt doch einen faden Nachgeschmack.

Auch für die Schiedsrichter selbst kann es keine reine Freude sein, ihre (sicher unbewußten) Mißgeschicke danach im Fernsehen vorgeführt zu bekommen und, zumindest kurzzeitig, zum Deppen der Nation (je nach Sichtweise) zu mutieren.

Wie man Kontrollen im heutigen Millionen- und Milliarden-Profisport macht, zeigt Eishockey. Und wohl keiner wird ernsthaft behaupten, dass es dort fade abgeht.

Re: NEIDHAMMEL???

Neid-"Hammel" ist gut :-))
Trifft voll zu auf diese Kommentareschreiber.
Aber die sind eh gestraft genug, weil sie jetzt rot sehen wie diese spanischen Rindviecher in den Stierkampfarenen und sich dabei grün und (sogar) blau (!) ärgern :-)))
Dem Matadoren ist das egal...

12 0

Vorab,

die Bayern waren einfach besser, von Taktik bis zu persönlichem Einsatz. Allerdings sollte man bei solchen Spielen, wo es ja um etwas mehr geht als den Wanderpokal der Simmeringer Heide, wohl doch mal ernsthaft darüber nachdenken, den Schiedsrichtern, wie im Eishockey schon lange üblich, mehr Kontollmöglichkeiten zu geben.

Deren Fehlen ergibt zwar immer wieder netten Gesprächsstoff, paßt jedoch zum Spektakel ungefähr so, wie wenn ich einem mittelalterlichen Inquisitor, mit dessen damaliger Ausbildung und Mitteln versehen, die Überwachung des Tempolimits auf Autobahnen übertrage.

Das ist gut!

So ein Ergebnis könnte eventuell die Österreicher auch zum Fussball spielen lernen animieren!

14 0

4:0

Das zeigt die Schwächen der Katalanen deutlich auf.

Barcelona hat im Durchschnitt, kleinere, quirlige, technisch beschlagene Spieler.
Bayern hat sowohl solche Typen (Ribery, Shaquiri, Robben, ...), als auch große, physisch starke Spieler (Dante, VanBuyten, Gomez,...). Mit einer Mischung kann man mit unterschiedlichen Spielweisen zum Sieg gelangen. Es ist kein Zufall, dass 2 Tore durch Ecken entstanden sind, wo die Bayern jedes Mal Lufthoheit hatten.

Der Teamaufbau von Barcelona erlaubt das jedoch nicht. Barca kann die Brechstange nicht auspacken, weil sie nicht das Spielermaterial dafür hat.
Außerdem haben sich schon genug Top-Teams an Barcas Spielweise gewöhnt (siehe Chelsea letztes Jahr). Schnelle, technisch beschlagene Leute gibt es in jedem Team. Kurzpass-spiel können inzwischen auch alle Teams. Vlt. erleben wir gerade den Thronwechsel im internationalen Fußball

10 0

Erfolgshunger!

Der Erfolgshunger der Spanier ist gestillt! Die haben sowohl auf Clubebene als auch im Team, in den letzten Jahren alles gewonnen was es zu gewinnen gibt. Die Deutschen mussten sich überall "nur" mit guten Platzierungen zufrieden geben und sind momentan bissiger, erfolgshungriger! Das macht den Unterschied.

 
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