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Fußball: Keine Lizenz für GAK und Admira

15.05.2007 | 21:44 |   (DiePresse.com)

Die Fußball-Bundesliga verweigert dem GAK und der Admira die Lizenz für die beiden höchsten Spielklassen. Rapid, Austria und Tirol bekommen die Spielgenehmigung - teils unter finanziellen Auflagen.

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Die österreichischen Fußball-Tradtionsklubs GAK und Admira haben am Dienstag auch in zweiter Instanz keine Bundesliga-Lizenz für die beiden höchsten Spielklassen erhalten. Während die Admira auch sportlich aus der Red Zac Erste Liga abgestiegen ist, hatte der GAK nach dem Abschied aus dem Oberhaus dort einen Neustart geplant. Nun bleibt beiden Klubs nur noch binnen sieben Tagen der Gang vor das Ständige Neutralge Schiedsgericht, das bis 31. Mai eine endgültige Entscheidung trifft.

Im Gegensatz dazu erhielten die Wiener Großklubs SK Rapid und FK Austria ebenso wie der FC Wacker Tirol und die Red-Zac-Liga-Klubs FC Gratkorn, DSV Leoben und FC Kärnten vom Protestkomitee der Bundesliga in zweiter Instanz die Spielgenehmigung für die kommende Saison. Das gab die Bundesliga am späten Dienstagabend bekannt. Austria-Manager Markus Kraetschmer gab sich stolz, dass sein Klub die Lizenz nach Abschluss eines neuen Sponsorvertrages mit Magna vom Protestkomitee als einziger ohne Auflagen erhalten hatte.

Der FC Wacker Tirol etwa muss monatlich einen Liquiditätsbericht vorlegen. "Die Auflage ist für mich nachvollziehbar", meinte Wacker-Obmann Gerhard Stocker. Rapid erhielt die Lizenz ebenfalls unter Auflagen. Laut Manager Werner Kuhn müsse lediglich der eigene Budgetplan eingehalten werden. Das werde von der Liga kontrolliert. "Die Bundesliga ist nach der abgelaufenen Saison sehr darauf bedacht, dass kein Verein mehr wegbricht. Das ist in Ordnung", erklärte Kuhn und verwies dabei auf die Konkurse von Sturm und GAK.

Während Sturm die Lizenz bereits in erster Instanz erhalten hatte, droht dem GAK der Absturz in die Regionalliga. Das mit den entsprechenden Lizenz-Agenden betraute Vorstandsmitglied Wolfgang Egi gab sich aber zuversichtlich, vor dem Schiedsgericht Recht zu erhalten. "Das Budget ist abgesichert." Das Problem könne "eigentlich nur die Budget-Reduktion von 3,5 auf 3 Millionen Euro sein". Diese begründe sich durch die Abgänge von Trainer Lars Söndergaard zum FC Wacker Tirol und Mittelfeldspieler Samir Muratovic zur Austria. "Das ist ein formaler Fehler."

Wütend reagierte dagegen die Admira, die nach dem 0:2 gegen Schwanenstadt auch sportlich abgestiegen ist, auf die Nicht-Erteilung. "Für mich ist das eine Schweinerei", betonte Manager Alexander Friedl im Premiere-Interview und kündigte ebenso wie der GAK einen Gang vor das Schiedsgericht an, das der Admira schon im Vorjahr erst in letzter Instanz die Spielgenehmigung erteilt hatte. Das Nachreichen von Unterlagen ist dabei aber nicht mehr möglich.

"Das Schiedsgericht kann uns die Lizenz nicht verweigern", meinte Friedl, der eine Verschwörung gegen seinen Klub ortete. "Wir zahlen und bestätigen alles, aber man will uns aus der Liga haben." Allerdings war erst Ende März der österreichische U21-Nationalspieler Butrint Vishaj aus seinem Vertrag bei den Niederösterreichern ausgetreten - auf Grund mehrfach verspäteter oder fehlender Gehaltszahlungen rechtmäßig, wie der Senat 2 der Bundesliga in weiterer Folge entschied.

Wie GAK und Admira erhielt auch der Regionalliga-West-Klub Wattens keine Lizenz. Der Aufstieg der Tiroler ist aber unrealistisch. BW Feldkirch hatte aus demselben Grund gar nicht um eine Spielgenehmigung angesucht. Den Protesten der weiteren Regionalliga-Klubs PSV Team für Wien, Vöcklabruck, Feldkirchen und Bad Aussee, die ebenfalls in die zweite Instanz gegangen waren, wurde stattgegeben. Während die zehn Klubs, die in der kommenden Saison in der höchsten Spielklasse antreten, damit feststehen, ist die Zusammensetzung der Red-Zac-Liga damit noch offen.

"Die wird erst nach den etwaigen Schiedsgerichtsverfahren und nach Abschluss der Regionalliga-Meisterschaften feststehen", erklärte Bundesliga-Vorstand Georg Pangl. Generell ortete der Burgenländer im Lizenzierungsverfahren trotz einer bisher nie dagewesene Zahl an Einsprüchen (13) eine Tendenz, "dass die Vereinspräsidenten und Verantwortlichen vernünftiger werden und erkennen, dass der wirtschaftliche Erfolg mit dem sportlichen im Einklang sein muss".

 

(APA)

 

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