26.05.2012 04:17 | Meine Presse Merkliste 0

Fußball: ÖFB-Kicker Cem Atan randalierte betrunken

25.03.2008 | 14:16 |   (DiePresse.com)

Wieder Aufregung um den Mattersburg-Kicker: Der zweifache Teamspieler wurde in der Nacht auf Sonntag von der Polizei festgenommen. Er hatte stark alkoholisiert vor einer Disco gegen ein Auto getreten.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Cem Atan vom SV Mattersburg sorgt weiter für Schlagzeilen - und zwar weniger auf dem Platz, sondern im Nachtleben: Der zweifache ÖFB-Teamspieler soll in der Nacht auf Ostersonntag erneut mit dem Gesetz in Konflikt geraten sein - zwei Wochen nach einer Gerichtsverhandlung wegen Körperverletzung. Der Polizeidirektor von Wiener Neustadt, Anton Aichinger, bestätigte am Dienstag Medienberichte, wonach der 22-Jährige vor einer Wiener Neustädter Disco stark alkoholisiert randaliert habe und daraufhin festgenommen worden sei.

Atan "sehr aggressiv"

Atan hatte laut Polizeiprotokoll wenige Stunden nach dem Bundesliga-Partie gegen Sturm Graz in einem Nachtclub mit Freunden ausschweifend gefeiert. Nach einem Verweis durch die Security soll der Mittelfeldspieler vor der Disco auf ein Auto eingetreten haben. Nachdem die Polizei gerufen worden war, soll Atan aufgrund der Alkoholisierung gegenüber den Beamten "sehr aggressiv" aufgetreten sein. Laut Aichinger hatte der 22-Jährige zwei Promille Alkohol im Blut.

Da er sich nicht beruhigen wollte, wurde Atan sogar vorübergehend festgenommen. Nachdem ihn seine Mutter und seine Schwester nach einer Stunde abgeholt hatten, wurde er am Sonntag einvernommen. Nun wird wegen Sachbeschädigung, Lärmerregung und aggressivem Verhalten ermittelt.

Teamchef Josef Hickersberger tat es "leid, dass er den Fußball durch Jugend-Torheiten, Alkoholprobleme und Raufhandel in Verruf gebracht hat und sich selbst seiner Situation noch nicht ganz bewusst geworden ist". "Jetzt liegt es an Obmann Martin Pucher und Trainer Franz Lederer, dieses Problem zu lösen, vor allem aber liegt es an Atan selbst", meinte Hickersberger über seinen Ex-Schützling.

Mattersburg-Obmann Martin Pucher war vorerst für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Abermals Wirbel um Atan

Erst vor wenigen Wochen soll Atan in einem Wiener Neustädter Szenelokal in eine Rauferei verwickelt gewesen sein: Dabei soll der Mattersburg-Kicker in einem Lokal uriniert und einen Kellner verprügelt haben. Der SV Mattersburg hatte daraufhin eine "Strafe für das Fehlverhalten" angekündigt. Am 10. März einigte sich Atan in zwei Gerichtsverfahren aus dem Vorjahr mit einem außergerichtlichen Tatausgleich. Der Kicker war in beiden Fällen wegen leichter Körperverletzung angeklagt gewesen, die beiden Kläger erhielten Schmerzensgeld in der Höhe von 800 und 500 Euro.

(APA/Red.)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*



Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

9 Kommentare
harbard
26.03.2008 09:43
0 0

ÖFB-Kicker Cem Atan

...mehr ist nicht zu sagen

poldionkel
26.03.2008 07:39
0 0

ohne wenn und aber

dieses dauerrandalierenden primitivrambos gehören hinausgeworfen, denn die signalwirkung an andere jugendliche die damit verbunden ist wäre dringend vonnöten. aber in österreich werden die götter des rasen ja hoffiert wie damals loui der XVI, und es wird bei ihnen alles schöngeredet. gestern im tv war ja auch so ein entschuldigender schönredner, er hat den cem rotzbuam wie einen armen getriebenen märtyrer dagestellt.
für mich und viele andere im freundeskreis hat sich der immer dämlicher werdende fußballsport schon des längeren als verzichtbar erwiesen.
schade eigentlich, den gerade in zeiten der durch bewegungsarmut entstandenen krankheiten wäre es notwendig die jugend zum sport zu führen.

Gast: Megalomaniac
25.03.2008 21:34
0 0

Nichts gegen den Rapid Nachwuchs

Jetzt mal halblang. Im Rapid Nachwuchs wird gegen jegliche disziplinäre Verstöße riguros durchgegriffen. Der Herr Atan hat das auch zu spüren bekommen, da es ihm aber nicht abzugewöhnen war, zog Rapid die letzte Konsequenz und schmiss ihn raus.

0 0

Wie lange dauert eigentlich Cem Atans "Jugend"?

Wenn ein bereits 22jähriger solche zahlreichen "Auftritte" hat, dannkann man doch, im Gegensatz zu Hickersberger, nun wirklich nicht mehr von "Jugendtorheiten" sprechen! Ich habe auch gelesen, daß er mit solchen "Einlagen" schon im Rapid-Nachwuchs begann. Warum hat nicht schon damals keiner der verantwortlichen Funktiionäre hart durch gegriffen? Mit unverständlicher Milde am falschen Platz tut man dem Betreffenden am wenigsten etwas Gutes!

Zudem: Fußball ist ein Mannschaftssport und da gilt auch der Begriff der "Gruppendynamik". Ein Spieler kann ein positives, aber auch negatives Vorbild sein. In Atans Fall möchte ich gar nicht wissen, wie seine privaten Extravaganzen auf seine Mannschaftskollegen wirken. Sie sehen, wie man ihm alles durchgehen läßt und werden sich schon ihren Teil dazu denken...

Derweil wundern sich andere, wenn ihnen sukzessive die Sponsoren abhanden kommen. Aber wer will schon als Geldgeber seinen Namen in einem derartigen Chaotenumfeld genannt sehen?

Gast: kein kommentar
25.03.2008 16:05
0 0

naja, warum wartet man hier so lange ...

schmeisst diesen randalierer doch einfach aus dem svm! wie denn bitte sonst soll die jungend ein vorbild haben, wenn solche typen ungestraft - und € 500 - € 800.- sind für einen profikicker ein klacks - davonkommen. ich persönlich ziehe meine konsequenzen und werde dem svm als treuer anhänger den rücken kehren. solchen asozialen menschen will ich nicht auch noch im stadion zujubeln.

ein (ehem.) vip-jahreskartenkarten besitzer

solange DAS der "österreichische" fußballnachwuchs ist...

solange wird sich auch keiner mehr für für das nachwuchstunier in vorarlberg interessieren. welchen österreicher interessiert es schon, wenn cem atam, rambo özan & co aufspielen?

0 0

Re: solange DAS der

Nichts gegen "Rambo" Özcan; der hat seinen "Kampfnamen" nicht etwa, weil er ein "Kampftrinker" ist, sondern, weil er sich im Match voll reinhaut. Derzeit spielt er in Hoffenheim um den Aufstieg in die 1. Deutsche Bundesliga. Seit er dort zwischen den Pfosten steht, hat man jedenfalls in der Meisterschaft noch KEIN EINZIGES Spiel verloren! Aus dem könnte jedenfalls noch etwas werden...

Natürlich nicht aus einem Typen wie Cem Atan; der verspielt durch seine privaten Skandale derzeit vermutlich auch noch seinen letzten Kredit! Der Hauptfehler war jedenfalls, daß man ihm seine Flausen nicht schon seinerzeit als Rapid-Jugendspieler ausgetrieben hat. Man hat ihm mit dieser unverständlichen Milde wirklich nichts Gutes getan, weil die Signalwirkung war: Mach nur so weiter, wie bisher!

"Mentalitätsspezifisch" war bei Atan stets, daß er im "Ernstfall" per Handy seine Family und zahlreiche Freunde zu Hilfe rief. Er ist eben ein "Teamplayer der besonderen Art". Wer braucht ihn eigentlich?

Gast: Heute-Leser
25.03.2008 13:21
0 0

In "Heute" stand vor einiger Zeit, dass er bei einem älteren Vorfall nicht nur geprügelt habe.

Er habe in ein Nachtlokal uriniert, bevor er die Schlägerei begonnen habe.

Die Gewalt dürfte traditionsbedingt sein. Sie unterscheidet sich nicht von der üblichen Kulturbereicherung. Auch die Aggression gegen die Polizei ist inkludiert.

Dankesschreiben bitte an Van der Bellen, Häupl, Gusenbauer, Vranitzky, Klima, Küberl und Landau.

Antworten Gast: drehrlich
25.03.2008 15:49
0 0

Re: In

aber der Pauli Scharner passt ¿menschlich¿ nicht ins Team...