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1:1 in Rumänien: "Nicht von warmen Eislutschern träumen"

10.09.2009 | 10:53 |   (DiePresse.com)

ÖFB-Kapitän Paul Scharner hat keine Lust auf phantasievolle Mathematik, wie Österreich doch noch die WM-Qualifikation schaffen könnte. Im Team hofft man lieber auf eine goldene Zukunft.

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Theoretisch ist es noch möglich. Theoretisch könnte Österreichs Fußball-Team die übrigen beiden WM-Quali-Spiele gegen Litauen und in Frankreich gewinnen. Theoretisch könnte Frankreich währenddessen gegen die Färöer daheim Punkte liegen lassen, was noch nicht einmal Österreich "geschafft" hat. Die Wahrscheinlichkeit für diese Konstellation steht aber auf einem anderen Blatt. Sie dürfte etwa so groß sein, wie die, gemeinsam mit einem Fremden, der denselben Namen und dasselbe Geburtsdatum hat, einen Lottojackpot zu knacken. Oder so groß wie die Wahrscheinlichkeit eines "warmen Eislutschers".

Die Trendkurve im rot-weiß-roten Team zeigt jedoch weiter leicht nach oben, die jüngste Nationalmannschaft aller Zeiten hat am Mittwochabend in Bukarest gegen Rumänien mit viel Glück, aber ebenso viel Moral ein 1:1 erobert.

Die 14 von Teamchef Dietmar Constantini eingesetzten Spieler brachten es auf ein Durchschnittsalter von 23,29 Jahren, haben im Schnitt nach Mittwoch gerade einmal 11,07 Länderspiele absolviert und gemeinsam 11 Tore erzielt. Einer der wenigen Routiniers in der Truppe war Paul Scharner (29), der diesmal wie zuletzt bei Wigan als Innenverteidiger eingesetzt wurde. Der Kapitän war mit dem Auftreten des "Kindergartens" größtenteils zufrieden war.

"Moral im Team passt"

"Dass wir einen Rückstand aufgeholt haben ist ein sehr positiver Ansatz. Die Moral im Team passt. Die Jungen sind sehr lernfähig und lernwillig, sie haben sicher wieder sehr viel für die nächsten Aufgaben mitgenommen", so Scharner, der aber noch viel Verbesserungsmöglichkeiten sieht.

"Mehrfach hat bei den Standardsituationen die Raumdeckung nicht gepasst, so auch beim Gegentor. Wir hätten den Ball mehr in unseren Reihen zirkulieren lassen und die Rumänen müde machen müssen, und dann hätten wir zuschlagen können. Mir müssen am Ball mehr Ruhe zeigen, das hat gefehlt", wusste Scharner einige Punkte zu bemängeln.

Der Traum von den "warmen Eislutschern"

Deshalb ist für Scharner die Situation in der aktuellen WM-Qualifikation fast sekundär. Der 29-jährige Niederösterreicher betont stets, dass die Entwicklung der Mannschaft nach dem Start des Umbaus im Vordergrund stehen müsse. "Wir dürfen nicht immer von warmen Eislutschern träumen. Wir haben schon vor dem Rumänien-Match gewusst, dass die Ausgangsposition schwierig ist und wir von anderen abhängig sind. Ich bleibe dabei: Für uns zählt die Entwicklung hinsichtlich der nächsten Qualifikationen, da müssen wir den Hebel ansetzen, das sind unsere Ziele."

Für Franz Schiemer war der Weg zu seinem ersten Tor im zehnten Ländermatch - Ausgleich in der 82. Minute - ein äußerst schmerzhafter. Neben den vor eineinhalb Wochen bis auf weiteres behobenen Problemen mit einem Weisheitszahn plagt sich der Außenverteidiger seit mittlerweile zwei Wochen mit einer Beinhautentzündung herum. Mit Schmerzmitteln vollgepumpt schleppt sich der Neo-Salzburger von Training zu Training und Spiel zu Spiel. Sein Einsatz am Sonntag im Schlager gegen Rapid wackelt.

In der Pause wollte Constantini Schiemer bereits auswechseln, György Garics hatte schon aufgewärmt. Doch im letzten Moment entschied man sich anders, Schiemer "musste" weitermachen. "Wenn man sich so drüberquält und dann mit dem Tor belohnt wird, dann ist das umso schöner", meinte Schiemer nach seinem ersten Treffer, den er angesagt hatte. "Vor dem Match habe ich zu Julian Baumgartlinger gesagt, dass entweder er bei seinem Debüt ein Tor schießen wird oder ich in meinem zehnten Länderspiel treffen werde."

Schiemer hofft auf die Zukunft

Das 1:1 gegen eine Topmannschaft wie Rumänien sei laut Schiemer "absolut in Ordnung, wir haben bis zum Schluss dagegengehalten und hätten sogar noch gewinnen können". Mit dem jungen Team sei Österreich auf dem richtigen Weg. "Der Teamchef gibt den Jungen eine Chance, das ist ein sehr positives Signal für alle jungen Österreicher. Der Aufschwung in Österreich ist unaufhaltsam, ich hoffe, dass es so weiter geht."

Mit Julian Baumgartlinger von der Wiener Austria feierte am Mittwoch in Bukarest ein weiterer Youngster sein A-Team-Debüt. "Wir haben eine junge Truppe mit sehr viel Moral, jeder will seine Chance nutzen, das haben wir gezeigt", meinte Baumgartlinger, der bei seiner ersten Partie gemeinsam mit Yasin Pahlivan im defensiven Mittelfeld eine ansprechende Leistung ablieferte.

Dass er auch in Zukunft zum Stamm der Constantini-Elf gehören wird, wollte Baumgartlinger aber nicht behaupten. Der 21-Jährige weiß, dass in Rumänien zahlreiche teilweise renommierte Spieler gefehlt haben, u.a. Marc Janko, Jürgen Patocka, Christoph Leitgeb, Martin Stranzl, Emanuel Pogatetz, Marko Arnautovic, Rubin Okotie, Andreas Ivanschitz, Andreas Ibertsberger oder Ümit Korkmaz. Man darf gespannt sein, wen Constantini, der immer für eine Überraschung gut ist, für die letzten beiden Partien der WM-Quali gegen Litauen (10.10.) und Frankreich (14.10.) in seinen Kader holen wird.

(APA/Red.)

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12 Kommentare
amornwan
15.09.2009 01:13
0 0

Wiener Nudeltruppe nicht dabei....

gott sei Dank nicht dabei!
LEI,LEI! ALLES IN DEUTSCHER HAND! 81818181!

Weinheber
11.09.2009 15:04
0 0

"Aber wer knöpft denen (den Rumänen)

in der Qualifikation schon vier Punkte ab?“, fragt Constantini.

"Wer gibt schon zwei Punkte gegen die Fussballzwerge aus dem Nordatlantik ab, Punkte, die uns in Endabrechnung fehlen?", frage ich.

romolaner
10.09.2009 19:17
0 0

Dietmar Constantini ---Paul Scharner

zwei Trottel und zwei Antitalenten-passen gut zusammen.Constantini habe ich nicht so dämlich eingeschätzt.ich weis aber jetzt, ER ist der richtige für den ÖFB.............


Gast: Cruxeder
10.09.2009 11:57
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Wann...

... wird endlich mein Zwillingsbruder Crusader, der Edelkicker vom Heimatverein SV Braunau einberufen?

Er könnte es sicherlich richten - He is from Austria!!

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Re: Wann...

stimmt, der crusader.
schon lange nichts mehr von ihm gelesen.
er wird doch nicht etwa krank sein?
wo doch im wahlkampf seine politischen freunde jeden buchstaben von ihm so dringend brauchen könnten...

APFELSYS
10.09.2009 09:37
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Die

Die POP-UPs
neeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeerven!!!!

minas
10.09.2009 08:25
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Schluss mit Fussball...

ist ja eh ein Prolaetensport...Geld einfach an Kinderdoerfer ueberweisen.

roger
10.09.2009 07:18
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Glanzlos ist noch untertrieben

Das österreichische Spiel war eine einzige Fehlpassorgie verschenkter Bälle, das den flinken und technikreichen Rumänen um zwei Klassen unterlegen war.

Dazu kam wieder der Rückfall in den von Hicke gepflegten Angsthasenfussball. Wann endlich wird man kapieren, dass man mit nur einem Stürmer auswärts vollkommen abgemeldet ist?

Das 1:1 war objektiv gesehen völlig unverdient, das Match hätte auch 4:0 ausgehen können, ohne dass sich beklagen dürfte.

ger49
09.09.2009 23:04
0 0

An Wolfgang Wiederstein (Presse)

Was soll diese Schlagzeile, sind Sie krank im Kopf? Wenn ja, dann sollten sie sich behandeln lassen und keinen Unsinn schreiben. Oder werden sie dafür bezahlt (wie einige ORF-Leute, nachzufragen bei Elmar Oberhauser), um miese Stimmung gegen das Team zu machen oder sind Sie blind? Vielleicht haben Sie noch nicht die positive Entwicklung unseres Teams mitgekriegt. Ein sehr junges Team mit guten Chancen für die Zukunft! Verlangen Sie nicht von diesem jetzigen Team etwas, was Hickersberger, Brückler, Ivanschitz und Co. verbaut haben! Als Journalist sollte man auch fähig sein neutral zu berichten und nicht immer nur einen „Mist“ als Aufhänger verwenden. Andere Journalisten haben es schon kapiert. Vielleicht hilft mein Kommentar auch bei ihnen ein „Lichtlein“ zu zünden.

Antworten Gast: siddh
10.09.2009 07:05
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Re: An Wolfgang Wiederstein (Presse)

"glanzlos", "glücklich", "bescheiden" ...also ich weiß nicht was sie haben, das ist nicht "krank", "blind" oder ein "Mist", das IST neutrale Berichterstattung, das sind Adjektive die auch mir zum Spiel unserer Elf eingefallen wären. (eingentlich ist es sogar geschmeichelt)

Und den Arztbesuch würde ich auch ihnen vorschlagen. Ihr Patriotismus grenzt an Realitätsverlust und stellt damit eine durchaus therapierbare Neurose dar...

Antworten Gast: donald
09.09.2009 23:46
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Re: An Wolfgang Wiederstein (Presse)

sorry. team mit zukunft hören wir seit 10 jahren. die masche zieht nicht mehr...