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Fußball: Nun kritisiert Stranzl Constantini harsch

07.11.2009 | 18:27 |   (DiePresse.com)

Der Moskau-Legionär wirft dem Teamchef vor, mit zweierlei Maß zu messen und fordert ein ehrlicheres Spiel. Stranzl wurde ebenso wie Ivanschitz nicht für das Spanien-Länderspiel einberufen.

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Moskau. Österreichs Teamchef Didi Constantini lässt sich nicht gern etwas dreinreden, Kritik an seiner Arbeit versteht er sowieso nicht. Und freche Meldungen aus der Ferne wischt er angeblich weg. Nun hat sich jedenfalls auch Martin Stranzl zu Wort gemeldet und die Personalpolitik von Constantini heftig kritisiert. Der Legionär von Spartak Moskau, der vom Tiroler ebenso wie Andreas Ivanschitz nicht für das Spanien-Länderspiel einberufen worden war, warf dem Nationaltrainer unter anderem vor, bei der Kadernominierung mit zweierlei Maß zu messen und würde sich mehr Aufrichtigkeit wünschen.

Die von Constantini oft beschworene Linie ist für Stranzl nicht erkennbar. „Eine Linie hat er eigentlich nur bei Andi Ivanschitz und mir. Ansonsten frage ich mich schon, nach welchen Kriterien der Kader zusammengestellt wird.“

Stranzl fühlt sich unerwünscht. Während der Teamchef für das Spanien-Match den in den vergangenen Wochen auf die Tribüne verbannten Erwin Hoffer einberief, verzichtete er neben Deutschlands Topscorer Ivanschitz auch auf Stranzl, obwohl der 29-Jährige beim aktuellen Zweiten der russischen Liga einen Stammplatz hat. „Eigentlich hat es geheißen, dass er nur Spieler holt, die auch bei ihrem Verein zum Einsatz kommen. Jetzt aber sind auch solche dabei, die überhaupt nicht spielen“, wunderte sich der Innenverteidiger.
Stranzl wurde in dieser Woche von Constantini über seine Nichtberücksichtigung informiert.

„Er hat mich angerufen und mir gesagt, dass er mich nicht dazunehmen kann, weil er keinen anderen weglassen will.“ Daraus zog der Innenverteidiger den Umkehrschluss: „Ich sehe das so, dass ich nicht gebraucht und gewollt werde. Er soll mir das direkt sagen. Dann ist der Kas' gegessen, und ich kann mich mehr auf meine Familie und meinen Verein konzentrieren.“


Dadurch würde sich Constantini laut Stranzl auch einige öffentliche Diskussionen ersparen. „Er sollte so ehrlich sein und sagen, dass er mit anderen Spielern plant. Dann gibt es nicht vor jedem Spiel ein Theater“, meinte der Burgenländer auch mit Blick auf Ivanschitz. „Ich habe immer ehrlich meine Meinung gesagt und würde mir auch einen dementsprechenden Umgang mir gegenüber wünschen.“


Stranzl wurde im ersten Constantini-Match am 1. April wegen mangelnder Spielpraxis aussortiert. Beim 0:1 im Juni in Serbien war er wieder mit von der Partie, dann sagte er für das August-Match gegen Kamerun wegen einer Blessur ab.
Bei aller Kritik an Constantini würde Stranzl dennoch jederzeit für die ÖFB-Auswahl zur Verfügung stehen. „Wenn ich einberufen werde, komme ich sofort. Ich spiele ja nicht für Constantini, sondern für Österreich.“


Kein reiner Wein wurde offenbar Andreas Ivanschitz eingeschenkt. Der Trainerstab, so hört man, sei von ihm noch immer nicht überzeugt. Die „ÖFB-Spione“ hätten ihn weitaus schlechter als die Medien gesehen. Vor allem in Auswärtsspielen, so heißt es intern, zeige der Mittelfeldspieler zu wenig. Gegen Spanien spielt Österreich so nebenbei erwähnt daheim.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 8. 11. 2009)

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13 Kommentare
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Spielkultur vs. Benehmen!

Ich lebe schon viele Jahre im Ausland. Mir ist die 'patriotische', besser 'idiotische' Liebe zum oesterr. Fussball abhanden gekommen.
Was mir am oesterr. Fussball am wenigsten gefaellt, ist die Arroganz vieler oesterr. Nationalspieler. Es ist diese Arroganz, die bei maessiger Spielleistung immer heraussticht und mich zum Abschalten zwingt. Ich bin mittlerweile besseres gewohnt, zumindest an ein annehmbares Verhaeltnis zwischen Spielkultur und der des Benehmens.

Gast: asdf
08.11.2009 11:53
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Weltklasse?

Mal ganz ehrlich, wenn ich hier das wort weltklasse lese, frage ich mich teilweise in welchen land bzw. welch fiktives denken gewisse leute bzw. großteil der österreichischen "fußballfans" haben. De facto ist Österreich ein sehr sehr kleines Land und wir bilden uns imme wieder aufs neue ein sich mit deutschland messen zu können oder ein jahr aufs andere die qualifikation für irgendein Tunier der superlative schaffen zu können. Wenn man sich unsere heimische 1 Bundesliga ansieht stell ich mir die frage, ob es überhaupt gerechtfertigt ist was die Spieler da teilweise abliefern und somit stellt sich auch die frage wie soll das in einem wild zusammengewürfelten Nationalteam wo die Spieler noch weniger gemeinsam trainieren besser funktionieren. Tatsache ist das einigen mal ein licht aufgehen muss, dass es einfach niem ehr möglich sein wird das österreich eine tragende rolle im europäischen, geschweige den im weltweiten fußballgeschäft spielen wird.
Des weiteren zu der Ivanschitz und Stranzl geschichte noch zu sagen, die causa stranzl kenn ich ehrlich gesagt zu wenig, doch Ivanschitz als bester scorer in der ganzen deutschen bundesliga nicht einzuberufen ist meines erachtens her dem teamchef nicht gerade positiv anzurechnen. Fußball ist eben eine Sportart bei der es in erster linie um leistung gehen sollte und nicht um Sympathie. Um das ganze jetzt hier nicht zu komplex ausarten zu lassen ziehe ich hier einen schlussstrich und wünsche allen noch einen schönen sonntag.

nuXbe
08.11.2009 12:46
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Re: Weltklasse?

Und was hat die größe des Landes mit der Leistung zu tun?

Österreich ist ein kleines Land und im Fussball schlecht.

Österreich ist im Skisport weltklasse und ein großes Land?

Warum wird das Land im Winter größer?

Antworten Gast: jklö
08.11.2009 12:32
1 0

Re: Weltklasse?

fußball ist nicht nur leistungssport, sondern vor allem ein MANNSCHAFTssport.

einzeldarteller verderben den charakter - wer sich wichtiger nimmt als die mannschaft schadet dieser nur, auch wenn er bessere einzelleistungen bringt.

Antworten Antworten Gast: asdf
09.11.2009 15:38
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Re: Re: Weltklasse?

Beispiel Real Madrid?

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Mit gekauften Nationalspielern gewinnen und stolz darauf sein. Wie geht das?

Es gibt viele funktionierende und echte Fussball-Nationalmannschaften auf der Welt.

Deshalb kann man auf nicht-funktionierende und unechte leicht verzichten, z.B. auf die deutsche und oesterreichische.

Man muss nur ein wahrer Patriot sein und auf Nationamannschaften, in denen gekaufte "Oesterreicher" zum Einsatz kommen, verzichten koennen.

Antworten Gast: Dr. Schuster
08.11.2009 12:08
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Re: Mit gekauften Nationalspielern gewinnen und stolz darauf sein. Wie geht das?

Zum einen verstehe ich nicht warum die Deutsche Nationalmannschaft nicht funktionierend und unecht sei? Bitte um Aufklärung! Zum anderen verstehe ich den begriff gekaufte Österreicher nicht? Bitte auch da um Aufklärung.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Dr. Schuster

Antworten Antworten Gast: jklö
08.11.2009 12:33
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Re: Re: Mit gekauften Nationalspielern gewinnen und stolz darauf sein. Wie geht das?

ich verstehs auch nicht - das posting von eberndorfer erscheint mir sinnlos und wirr.

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Re: Re: Re: Mit gekauften Nationalspielern gewinnen und stolz darauf sein. Wie geht das?

Sorry. Meine beiden ersten Satze beziehen sich auf Fussball, der dritte auf andere oesterr. Sportarten, z.B. Handball, Eisschnelllaufen, Tischtennis; auch Eishockey gehoert(e) zeitweise dazu.

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Re: Re: Re: Mit gekauften Nationalspielern gewinnen und stolz darauf sein. Wie geht das?

Sorry. Meine beiden ersten Satze beziehen sich auf Fussball, der dritte auf andere oesterr. Sportarten, z.B. Handball, Eisschnelllaufen, Tischtennis; auch Eishockey gehoert(e) zeitweise dazu

Gast: Rast
08.11.2009 10:36
1 0

typisch

Das ist typischer, österreichischer Fußball.
Die Arbeiter (Spieler) kommandieren den Chef (Trainer)
So wird die östereichische Nationalmannschaft nie Weltklasse erreichen.


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'Weltklasse' und ihre oesterr. Folgen!

Oesterreich strotzt nicht gerade von Weltklasse-Fussballspielern. Deshalb wuerde es die Logik gebieten, dass die wenigen Weltklassespieler die Oesterreich hat, selbstverstaendlich auch in der Nationalmannschaft zum Einsatz kommen muessten. Ist dies nicht der Fall, kann dies im Prinzip nicht an den Weltklassespielern liegen, sondern am handwerklichen und psychologischen Koennen des oesterr. Nationaltrainers.

Es sei denn, die Sache steht so, dass nur in Oesterreich der technische Klassenunterschied zwischen oesterr. Ligaspielern und den im Ausland spielenden oesterr. Weltklassespielern so gross ist, dass ein 'Zusammenspiel' in derselben Mannschaft unmoeglich ist.

Oder steigt oessterr. Weltklassespielern ihr Startum so zu Kopf, dass sie mit oesterr. Verhaeltnissen nicht mehr leben koennen?

ger49
09.11.2009 11:53
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Re: Manipulation durch Medien

Wie schnell man vegisst! Hickersberger & Stickler haben die Unfähigkeit jahrelang bewiesen, durften aber ohne weiteres auf die besten Legionäre verzichten. Die Medien forderten sogar von den Fans Verständnis und Geduld ein. Bei Constantini ist nun alles anders, er hat die Aufstellung der Medien zu akzeptieren. Oder steckt hinter diesen Hetze vielleicht doch Oberhauser (ORF), Lugwig (ÖFB) & Co. dahinter? Jeder, der nur ein wenig denken kann wird wissen was und wer hinter dieser Hetze gegen den Nationaltrainer steckt.

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