Ermittlungsverfahren gegen Fußballstar Ronaldo steht offenbar bevor

Die Staatsanwaltschaft von Madrid nimmt Medienberichten zufolge vermutlich bald Ermittlungen im Steuerfall Cristiano Ronaldo auf.

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Cristiano Ronaldo – REUTERS

Die spanische Staatsanwaltschaft nimmt demnächst vermutlich Ermittlungen im Steuerfall Cristiano Ronaldo auf. Das berichtet der "Spiegel" unter Berufung auf spanische Medien. Laut Insidern soll der Untersuchungsbericht der spanischen Finanzbehörde Agencia Tributaria zu möglichen Steuerdelikten des Fußballstars bald an die für Wirtschaftskriminalität zuständigen Ermittlungsbehörde übergeben werden. Die spanischen Finanzbehörden prüfen die Steuerakte Ronaldo bereits seit dem Jahr 2015. 

Bei den Untersuchungen soll es um "Dutzende von Millionen Euro" gehen, die Ronaldo seit seiner Verpflichtung durch Real Madrid im Sommer 2009 mit Werbung verdiente.Die Enthüllungsplattform Football Leaks hat Dokumente, die belegen, dass das Geld unter anderem in Steuerparadiesen wie Irland und die British Virgin Islands gelandet ist.

Ronaldo profitierte von der "Lex Beckham". Seit dem Jahr 2004 erhielten ausländische Spieler wie er in Spanien den Status eines "Impatriado". Damit durfte Ronaldo sämtliche Inlandseinnahmen mit knapp 25 Prozent versteuern, während für spanische Spieler ein Steuersatz von rund 50 Prozent galt. Außerdem musste Ronaldo nur jenes Geld versteuern, das er in Spanien verdiente. Einnahmen aus dem Ausland interessierten den spanischen Fiskus damals nicht, auch keine ausländischen Werbeeinahmen.

>>> Bericht auf "Spiegel.de"


(Red.)

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