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1:5 gegen Spanien: Ein schmerzhaftes Lehrspiel

18.11.2009 | 22:41 |  Von WOLFGANG WIEDERSTEIN (Die Presse)

Fussball-Länderspiel: Österreich wurde von Europameister Spanien vorgeführt, war beim 1:5-Debakel völlig überfordert. Davon zeugt auch die Rote Karte für Pehlivan.

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Im letzten Länderspiel des Jahres handelte sich Österreich doch noch das befürchtete Debakel ein. Die Spanier, die sich im Juni 2008 im Happel-Stadion zum Europameister gekürt haben, feierten an gleicher Stelle einen mühelos herausgespielten 5:1-Sieg und demonstrierten vor 32.000 Zuschauern selbst im Schongang ihre Weltklasse. Für die Auswahl von Didi Constantini war es hingegen ein schmerzhaftes Lehrspiel. Der Teamchef sollte mit seiner Einschätzung, dass für Rot-weiß-rot diesmal eigentlich nichts spreche, recht behalten.

Auch im Fußball gibt es Gesetze, wenn nicht sogar Gebote. Und Österreich hat am gestrigen Abend den Fehler gemacht, gegen eines dieser Gebote zu verstoßen. „Du sollst einen Europameister nicht ärgern“, lautet diese Vorschrift. Das hat Didi Constantini während der zehntägigen Vorbereitung auf das Duell mit Spanien vergessen zu erwähnen. So freundlich die Gesten vor dem Anpfiff, so wirkten einige ÖFB-Spieler gegen diese Weltklassemannschaft etwas übermotiviert. Und obendrein unbeholfen.

Mangelnde Reife

Ein freundschaftliches Fußballfest hätte es im Wiener Prater werden sollen, stattdessen fielen einige Österreicher aus der Rolle. Jugendlicher Übermut führte dazu, dass der deutsche Schiedsrichter Florian Meyer nach nur 27 Minuten die Rote Karte zücken musste. Yasin Pehlivan, einer der Youngsters, hatte Sergio Busquets vom FC Barcelona an der Mittellinie umgesäbelt. Bereits zuvor war Rapids Mittelfeldspieler mit einer unnötigen Härteeinlage aufgefallen. Was mangelnde Reife betrifft, so muss man Trainer Peter Pacult bei der Einschätzung seiner Schützlinge durchaus recht geben.

Mit zehn Mann gegen Spanien spielen zu müssen, das grenzt an die Höchststrafe im Fußball. Aber auch in kompletter Besetzung waren die Österreicher nur ein dankbarer Testspiel-Gegner für die Iberer, die von den vergangenen 42 Spielen nur ein einziges verloren haben (Confed-Cup gegen die USA). Keine andere Auswahl beherrscht das gefürchtete Kurzpass-Spiel so perfekt wie der Europameister von Wien. Das „Tiki-Taka“ haben die Spanier nahezu zur Perfektion getrieben, den Gegnern bleibt oft nur der Ruf nach Riechsalz.

Hoffnungsvoller Anstoß

Hoffnungsvoll hatte Hermann Maier noch den Anstoß gemacht. Und die Fans hatten nach der überraschenden 1:0-Führung durch Jakob Jantscher (8., abgefälschter Schuss) auch kurz einen Grund zum Jubeln. Das war's aber auch schon aus österreichischer Sicht. Der Rest war Anschauungsunterricht, wie schön man Fußball interpretieren und ausüben kann.

s0;30Schon vor der Pause war klar, dass Österreich gegen die Nr. 2 der Welt völlig chancenlos ist. Fabregas konterte auf den Rückstand mit dem postwendenden Ausgleich (10.). Die Spanier trugen in aller Gelassenheit einen Angriff nach dem anderen vor, weitere Treffer waren nur eine Frage der Zeit. Torjäger Villa besorgte nach Iniesta-Pass das 2:1 (20.) und das 3:1 (45.), damit hatte er seine Arbeit erledigt. Mit ihm blieben Iniesta, Xavi und Casillas in der Kabine, die neuen Kräfte machten es den Österreichern nicht leichter.

sDie „zweite Garnitur“, die um ihr WM-Leiberl kämpft, knüpfte dort an, wo die Superstars aufgehört hatten. Güiza stellte auf 4:1 (56.), Hernandez auf 5:1 (58.). Die Mannschaft von Didi Constantini war physisch und mental völlig am Ende und reif für ein noch höheres Debakel.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.11.2009)

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36 Kommentare
 
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Didi

Didi Hallervorden statt Didi Constantini! Der ist wenigstens lustig!

Gast: Big Lebowsky
20.11.2009 09:58
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vier innenverteidiger ...

die aussenverteidiger von schalke schalten sich sehr wohl in den angriff auch mit ein. ein scharner war als aussenverteidiger eine katastrophe, schiemer und prödl mit weniger guten mannschaften als spanien überfordert. die iberer hatten mittelfeldüberlegenheit, während unseres gar nicht in die zweikämpfe kam und unsere verteidigung dadurch überbeschäftigt war. auch kam man mit dem pressing der spanier nicht zurecht. kaum ein zuspiel aus der verteidigung kam im mittelfeld oder sturm an. fazit: auch mit vier innenverteidigern hätte das nicht besser ausgesehen. dumm auch, dass man die saison der innenverteidger ausruft und davor mit stranzl einen soliden vergrault hat.

romolaner
20.11.2009 09:25
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An den ÖFB Präsidenten

S.G.Hr.Obertrottel und somit "Chef"der CLOWNS,habens erst den Vertrag verlängert..........

Unser Fussballteam:EIN PLANLOSER HÜNERHAUFEN!!!

Gast: herodes
20.11.2009 09:08
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kopfsache

unsere fußballer sind einfach dumme proleten. für den modernen fußball musst du halt ein hirn haben. ein kapitän der sich mehr mit seiner frisur beschäftigt, als taktisch gevievt zu sein, sagt alles über den zustand des ö. fußballs. und constantini? "geh hauptsach wir san olle hawara und halten zsamm"! mit solchen protagonisten wird das nie was..never!

Gast: giosa
20.11.2009 06:59
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Unsere Kicker-Kücken

den Spaniern zum Fraß hinzuwerfen, grenzt wirklich an massiver Selbstüberschätzung.
Beginnt endlich einmal ( v.a. in den 'Vereinen )
am Fußball-ABC zur feilen:
ATHLETIK - BALLSICHERHEIT - CLEVERNESS.

Gast: mow
20.11.2009 00:52
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motivator

der teamchef ist kein motivator,hat keine vision und hat die situation nicht unter kontrolle(ivansitz usw).die spieler sind im kopf blockiert,zeigen keine freude und enthusiasmus und haben deshalb keinen erfolg.die entlohnug muss auf erfolg ohne wenn und aber umgestellt werden.

Vario
20.11.2009 00:31
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Logisches Ergebnis

Wenn die zweitbeste Vereinsmannschaft (grünweiß) eines Landes samt Legionäre gegen ein israelisches Team in zwei Spielen mit einem Torverhältnis von 1:8 untergeht, in der besten Vereinsmannschaft durchschnittlich zwei Österreicher ein Leiberl haben, ist ein 1:5 gegen den Europameister ein logisches Resultat. Hätte Spanien mit der A-Garnitur weiter gespielt, wäre ein 1:10 keineswegs utopisch gewesen.

Mit taktischen Tricks oder Aufstellungsvarianten kann kein Teamchef dieser Welt einen derartigen Klasseunterschied kompensieren. Für das Leistungsniveau unseres Fußballs war 2009 eigentlich kein schlechtes Jahr. Realistisch betrachtet!

jetztredi
19.11.2009 21:08
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man kann aus stroh nicht gold spinnen

jawohl . so isses.

FUSSBALL

*SPANIEN :5
RAIFFEISEN BANK:1

Gast: Alter Kämpfer
19.11.2009 18:56
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Nichts Schlimmes?

Wir haben 1:5 verloren, es ist nichts Schlimmes passiert? Was ist dann schlimm? 0:9?

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kann sein?????

ganz sicher!
wer nicht mal gegen amateure von den färöern gewinnen kann, hat bei internationalen turnieren einfach nichts verloren

es sollte wirklich mal nachgedacht werden, ob es sinn macht, bei dem material sich andauernd eine am deckel hauen lassen zu wollen.

und nur beim abkassieren sinds weltklasse.....beim leistung erbringen..... schauts schon anders aus.

so nicht

Gast: Alter Kämpfer
19.11.2009 16:53
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C-wertig

Ein Team, das froh ist, in der WM-Ausscheidung 3. zu werden, sollte eben nicht gegen den Europameister antreten. Zum ungestörten Aufbau der Mannschaft schlage ich vor, daß wir uns an den nächsten EM und WM-Qualifikationen einfach nicht beteiligen. Freundschaftsspiele werden vom ORF nicht mehr übertragen.
Oder sollte nicht doch das Leistungsprinzip wie im ÖSV gelten? Da kann sich der ÖFB ein Beispiel nehmen!

Gast: Cruxeder
19.11.2009 16:14
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Er...

... hat es ja immer gewußt, Crusader!

Solange die Migrantenquote im Team nicht aufgehoben wird, werden Talente wie Crusader keine Chance bekommen!

Deshalb wird es höchste Zeit, anstatt den Quotentürken, Crusader eine Chance zu geben, denn - He is from Austria!!!

Antworten nuXbe
19.11.2009 16:49
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Re: Er...

Wie wärs mal mit einem Psychologen?
-oder einer Anstalt.

Gast: ina
19.11.2009 15:02
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???

Wie kann man nur Fußballprofi sein, den gesamten Tag Fußball spielen, und einfach nicht besser werden??? und dann dafür auch noch Geld verdienen... langsam versteh ich es echt nimmer!!!

Antworten Gast: Robert
19.11.2009 15:35
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Re: ???

Schau Ina, für Männer sind Tore so etwas wie Vaginas und der Ball ein Spermium, dass in die Vagina durch irgendwelche Männertricks reinkommen muss.

Pornodarstellerinnen bekommen ja auch etwas bezahlt und das stört dich nicht, warum sollte man Fußballstars nichts dafür zahlen, dass sie einem beim Spiel zusehen lassen?

Ausserdem können Fußballer, wenn sie den Profifußball an den Nagel hängen, immer noch Sänger u. s. w. werden und dann eben Damen unterhalten wie z. B. Toni Polster und Johann K.

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Geschockt aus Spanien!

Wie kann man nur so bloed sein und eine Nachwuchs-Nationalmannschaft gegen die Nummer 1 der Welt antreten lassen?!

Das ist genauso als wenn man einen in Entwicklung stehenden Provinzboxer, absichtlich oder als psychologisches Armutschkerl, gegen Muhammed Ali 'verheitzen haette wollen.

Ein Buchbeispiel fuer das Verbrennen von etwaigen Fussballtalenten in Oesterreich.

Konstantini hat sich nicht nur persoenlich blamiert, sondern als Fussbaltrainer disqualifiziert.

hw
19.11.2009 14:09
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fussball in österreich

da kann weder der constantini noch die fußballer selbst was dafür. es ist das gesamte niveau, das im argen liegt. und dieses niveau legt die bundesliga fest.
technisch sind welten, das kann man mit besten einsatz nicht wettmachen.

bemerkenswert ist ja, dass die U-21 immer erfolge feiern, dann aber die qualität abreißt.
ich vermute, für viele spieler ist die bundesliga das ziel, dort verdient man genug, wird nicht mehr richtig gefordert und ist zufrieden.

Gast: wer
19.11.2009 14:01
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....

"kann sein, dass wir ns überschätzen"... na nicht sag ; ) aber die skisaison hat eh schon begonnen

Antworten hw
19.11.2009 14:12
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Re: ....

die skifahrer fahren das ganze jahr international. der fussball ist halt inzucht, sportlich wie medial.

Antworten Antworten Gast: wer
19.11.2009 15:27
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Re: Re: ....

stimmt - slowakei und kroatien schaffens auch - oder zB dänemark...

NeroRosso
19.11.2009 13:47
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Das war zu erwarten


Gast: Fussballfreund0815
19.11.2009 11:29
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Schade

Einer der größten Verlierer an diesem Abend war Herr Pehlivan. Auf seiner Postion hat er Herrn Ivancsics im Nacken und verspielt alle Chancen in den nächsten Matches einberufen zu werden. Zu unreif auf dieser Schlüsselposition schwächt er sein Mannschaft durch den Ausschluß. Wer mir gut gefallen hat waren Herr Kavlak, Herr Garics und Herr Alaba. Die einzigen Spieler, die mit der Technik und Geschwindigkeit der Spanier mithalten konnten. In Ansätzen Herr Jantscher, der aber versucht hat mit Tricks zum Ziel zu kommen und zu oft gescheitert ist, statt den einfachen schnellen Pass zu spielen.
Liebe Grüße an das Fussballvolk

Gast: Gast
19.11.2009 09:36
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Das war kein...

...Lehrspiel.

Unsere Elf hat nämlich nie etwas aus so einem "Spiel" gelernt.

Bitte schaffts den österr. Fußfall in dieser Form sofort ab. Da is nix- da kommt nix.

Gast: Robert
19.11.2009 09:33
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Endlich einsehen, dass wir Jausengegner sind und entsprechend taktieren

Pass nicht stoppen, sondern runtertreten und gleich mit dem Außenrist schießen. So macht man heute noch gegen Klassemannschaften Tore.

Stellungsspiel mit Standardsituationen hingegen kennen Klassespieler einfach zu gut, da ist nichts zu holen für Jausengegner wie Österreich, als schlechtere Mannschaft kassiert man in solchen Situationen logischer Weise nur Tore.

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unglaublich

welche schülerligafehler scharner machte, einfach zu langsam zu weit weg vom mann und unglaubliche fehlpasse

 
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