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ÖFB: Der Teamchef will die Schotten dicht machen

19.11.2009 | 18:32 |  WOLFGANG WIEDERSTEIN (Die Presse)

Didi Constantini ändert seine Abwehrphilosophie. Zweifel, ob Paul Scharner der richtige Kapitän ist. Die Schonzeit einiger Spieler ist abgelaufen

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Das Länderspieljahr endete für Österreich mit einer 1:5-Niederlage gegen Europameister Spanien, der höchsten Niederlage in einem Heimspiel seit 1994. Auch damals handelte man sich eine Schlappe in einem Freundschaftsspiel ein, Deutschland wollte sich vor der WM-Endrunde 1994 den letzten Schliff holen und voller Selbstvertrauen zur Endrunde reisen.

Die Spanier zeigten die Schwächen des österreichischen Fußballs klar auf, Teamchef Didi Constantini wird daraus auch seine Konsequenzen ziehen. „Denn kurz habe ich an den Schneck gedacht“, gibt er zu. Unter Herbert Prohaska setzte es 1999 in Valencia gegen die Iberer ein 0:9.

1. Österreichs Nationalteam bringt zu schwankende Leistungen

Österreich absolvierte unter Didi Constantini acht Länderspiele, die Bilanz ist negativ. Es gab drei Siege, ein Remis und vier Niederlagen, die Tordifferenz lautet 10:15. Dies entspricht in etwa der Ausbeute seiner Vorgänger, mit drei Erfolgserlebnissen liegt der 54-jährige Tiroler genau im Schnitt. Die beste Leistung des Jahres blieb unbelohnt, in Belgrad musste man sich dem Gruppensieger Serbien mit 0:1 geschlagen geben. „Vom Auftreten und der Art und Weise, wie wir dort gespielt haben, absolut vorbildlich.“ Zu einer Wiederholung bzw. Bestätigung der Leistung hat es aber nicht gereicht.

2. Österreichs Nationalteam hat ein riesiges Defensivproblem

Die Spanier haben aufgezeigt, wie man Österreichs Abwehr relativ mühelos aushebeln kann. Brutaler Anschauungsunterricht, der dem sich machtlos fühlenden Teamchef Constantini die Augen geöffnet hat. Er wird sein altes System im kommenden Jahr verlassen, die Abwehr revolutionieren. Dabei nimmt er eine Anleihe bei Felix Magath, der bei Schalke den klassischen Außenverteidiger abgeschafft hat. Die „Königsblauen“ versuchen es mit vier Innenverteidigern – und fahren damit nicht schlecht.

Constantini sieht in Österreich genügend Kandidaten, die bei der ÖFB-Auswahl die Schotten dicht machen könnten. Neben Dragovic und Scharner kommen auch Schiemer, Prödl, Pogatetz und Patocka infrage.

3. Die Schonzeit einiger Spieler ist abgelaufen

Für die beiden Legionäre Fuchs und Garics, beide gegen Spanien schwach bis katastrophal, brechen härtere Zeiten an. Wobei sich der Ex-Rapidler, der sein Geld in Italien verdient, im Vorfeld des Länderspiels mit laut gedachter Kritik weit aus dem Fenster gelehnt hat. Constantini: „Garics bringt sich dadurch selbst in die Situation, besser als die Jungen spielen zu müssen.“

4. Die Jungen machen nicht mehr Fehler als die Alten

Didi Constantini hat die Mannschaft radikal umgebaut. Den Weg der Jugend wird er weiter beschreiten, alles andere hätte keinen Sinn. „Vorher haben wir auch nicht mehr gewonnen als jetzt. Wir haben nun einmal 1:5 verloren – aber es ist nichts Schlimmes passiert.“ Mit Rückschlägen war immer zu rechnen, das passiere auch viel besseren Auswahlen.

„Auf der einen Seite werden die Jungen gefordert, dann setzt man sie ein und ihnen wird zu Unrecht etwas vorgeworfen.“ Er sei als Teamchef davon überzeugt, dass eine gute Generation im Entstehen sei, „aber vielleicht erlebt's auch erst der nächste ÖFB-Trainer.“

5. Paul Scharner vergisst als Kapitän auf seine Aufgaben

Scharner wird gern als schwieriger Spieler bezeichnet, Constantini hat jedoch eine spezielle Beziehung zu ihm aufgebaut. Aber auch der England-Legionär zählt zu jenen, die sich an Vorgaben nicht unbedingt halten. Als Kapitän versucht er alles gleichzeitig zu tun, vernachlässigt dabei seinen eigenen Auftrag. „Er ist ein positiver Typ, ein verrückter Teufel“, so Constantini. „Wenn du zwei oder drei Positionen ausfüllen willst, dann geht das nicht.“ So oft habe er mit Scharner schon gesprochen, „aber manchmal denke ich mir, ich muss ihn begleiten.“ Möglich, dass ihn der Teamchef als Kapitän wieder absetzt. „Ich weiß nicht, ob er der Richtige ist.“

6. Fataler Hang zur Selbstüberschätzung

Gegen Spanien war den Spielern der Ernst der Lage offenbar nicht bewusst. Hätten die Europameister die Partie im Euro-Tempo absolviert, wären vermutlich drei, vier Treffer mehr gefallen. Beim Stand von 1:4 aber hat Constantini bei einigen das Gefühl gehabt, sie würden noch an ein 4:4 glauben. „Vielleicht wollten wir zu viel, es kann aber auch sein, dass wir uns selbst überschätzen.“ Mangelnder Realitätssinn? „Von mir nicht. Ohne Glück gewinnen wir nichts!“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.11.2009)

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36 Kommentare
 
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Didi

Didi Hallervorden statt Didi Constantini! Der ist wenigstens lustig!

Gast: Big Lebowsky
20.11.2009 09:58
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vier innenverteidiger ...

die aussenverteidiger von schalke schalten sich sehr wohl in den angriff auch mit ein. ein scharner war als aussenverteidiger eine katastrophe, schiemer und prödl mit weniger guten mannschaften als spanien überfordert. die iberer hatten mittelfeldüberlegenheit, während unseres gar nicht in die zweikämpfe kam und unsere verteidigung dadurch überbeschäftigt war. auch kam man mit dem pressing der spanier nicht zurecht. kaum ein zuspiel aus der verteidigung kam im mittelfeld oder sturm an. fazit: auch mit vier innenverteidigern hätte das nicht besser ausgesehen. dumm auch, dass man die saison der innenverteidger ausruft und davor mit stranzl einen soliden vergrault hat.

romolaner
20.11.2009 09:25
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An den ÖFB Präsidenten

S.G.Hr.Obertrottel und somit "Chef"der CLOWNS,habens erst den Vertrag verlängert..........

Unser Fussballteam:EIN PLANLOSER HÜNERHAUFEN!!!

Gast: herodes
20.11.2009 09:08
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kopfsache

unsere fußballer sind einfach dumme proleten. für den modernen fußball musst du halt ein hirn haben. ein kapitän der sich mehr mit seiner frisur beschäftigt, als taktisch gevievt zu sein, sagt alles über den zustand des ö. fußballs. und constantini? "geh hauptsach wir san olle hawara und halten zsamm"! mit solchen protagonisten wird das nie was..never!

Gast: giosa
20.11.2009 06:59
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Unsere Kicker-Kücken

den Spaniern zum Fraß hinzuwerfen, grenzt wirklich an massiver Selbstüberschätzung.
Beginnt endlich einmal ( v.a. in den 'Vereinen )
am Fußball-ABC zur feilen:
ATHLETIK - BALLSICHERHEIT - CLEVERNESS.

Gast: mow
20.11.2009 00:52
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motivator

der teamchef ist kein motivator,hat keine vision und hat die situation nicht unter kontrolle(ivansitz usw).die spieler sind im kopf blockiert,zeigen keine freude und enthusiasmus und haben deshalb keinen erfolg.die entlohnug muss auf erfolg ohne wenn und aber umgestellt werden.

Vario
20.11.2009 00:31
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Logisches Ergebnis

Wenn die zweitbeste Vereinsmannschaft (grünweiß) eines Landes samt Legionäre gegen ein israelisches Team in zwei Spielen mit einem Torverhältnis von 1:8 untergeht, in der besten Vereinsmannschaft durchschnittlich zwei Österreicher ein Leiberl haben, ist ein 1:5 gegen den Europameister ein logisches Resultat. Hätte Spanien mit der A-Garnitur weiter gespielt, wäre ein 1:10 keineswegs utopisch gewesen.

Mit taktischen Tricks oder Aufstellungsvarianten kann kein Teamchef dieser Welt einen derartigen Klasseunterschied kompensieren. Für das Leistungsniveau unseres Fußballs war 2009 eigentlich kein schlechtes Jahr. Realistisch betrachtet!

jetztredi
19.11.2009 21:08
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man kann aus stroh nicht gold spinnen

jawohl . so isses.

FUSSBALL

*SPANIEN :5
RAIFFEISEN BANK:1

Gast: Alter Kämpfer
19.11.2009 18:56
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Nichts Schlimmes?

Wir haben 1:5 verloren, es ist nichts Schlimmes passiert? Was ist dann schlimm? 0:9?

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kann sein?????

ganz sicher!
wer nicht mal gegen amateure von den färöern gewinnen kann, hat bei internationalen turnieren einfach nichts verloren

es sollte wirklich mal nachgedacht werden, ob es sinn macht, bei dem material sich andauernd eine am deckel hauen lassen zu wollen.

und nur beim abkassieren sinds weltklasse.....beim leistung erbringen..... schauts schon anders aus.

so nicht

Gast: Alter Kämpfer
19.11.2009 16:53
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C-wertig

Ein Team, das froh ist, in der WM-Ausscheidung 3. zu werden, sollte eben nicht gegen den Europameister antreten. Zum ungestörten Aufbau der Mannschaft schlage ich vor, daß wir uns an den nächsten EM und WM-Qualifikationen einfach nicht beteiligen. Freundschaftsspiele werden vom ORF nicht mehr übertragen.
Oder sollte nicht doch das Leistungsprinzip wie im ÖSV gelten? Da kann sich der ÖFB ein Beispiel nehmen!

Gast: Cruxeder
19.11.2009 16:14
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Er...

... hat es ja immer gewußt, Crusader!

Solange die Migrantenquote im Team nicht aufgehoben wird, werden Talente wie Crusader keine Chance bekommen!

Deshalb wird es höchste Zeit, anstatt den Quotentürken, Crusader eine Chance zu geben, denn - He is from Austria!!!

Antworten nuXbe
19.11.2009 16:49
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Re: Er...

Wie wärs mal mit einem Psychologen?
-oder einer Anstalt.

Gast: ina
19.11.2009 15:02
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???

Wie kann man nur Fußballprofi sein, den gesamten Tag Fußball spielen, und einfach nicht besser werden??? und dann dafür auch noch Geld verdienen... langsam versteh ich es echt nimmer!!!

Antworten Gast: Robert
19.11.2009 15:35
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Re: ???

Schau Ina, für Männer sind Tore so etwas wie Vaginas und der Ball ein Spermium, dass in die Vagina durch irgendwelche Männertricks reinkommen muss.

Pornodarstellerinnen bekommen ja auch etwas bezahlt und das stört dich nicht, warum sollte man Fußballstars nichts dafür zahlen, dass sie einem beim Spiel zusehen lassen?

Ausserdem können Fußballer, wenn sie den Profifußball an den Nagel hängen, immer noch Sänger u. s. w. werden und dann eben Damen unterhalten wie z. B. Toni Polster und Johann K.

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Geschockt aus Spanien!

Wie kann man nur so bloed sein und eine Nachwuchs-Nationalmannschaft gegen die Nummer 1 der Welt antreten lassen?!

Das ist genauso als wenn man einen in Entwicklung stehenden Provinzboxer, absichtlich oder als psychologisches Armutschkerl, gegen Muhammed Ali 'verheitzen haette wollen.

Ein Buchbeispiel fuer das Verbrennen von etwaigen Fussballtalenten in Oesterreich.

Konstantini hat sich nicht nur persoenlich blamiert, sondern als Fussbaltrainer disqualifiziert.

hw
19.11.2009 14:09
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fussball in österreich

da kann weder der constantini noch die fußballer selbst was dafür. es ist das gesamte niveau, das im argen liegt. und dieses niveau legt die bundesliga fest.
technisch sind welten, das kann man mit besten einsatz nicht wettmachen.

bemerkenswert ist ja, dass die U-21 immer erfolge feiern, dann aber die qualität abreißt.
ich vermute, für viele spieler ist die bundesliga das ziel, dort verdient man genug, wird nicht mehr richtig gefordert und ist zufrieden.

Gast: wer
19.11.2009 14:01
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....

"kann sein, dass wir ns überschätzen"... na nicht sag ; ) aber die skisaison hat eh schon begonnen

Antworten hw
19.11.2009 14:12
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Re: ....

die skifahrer fahren das ganze jahr international. der fussball ist halt inzucht, sportlich wie medial.

Antworten Antworten Gast: wer
19.11.2009 15:27
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Re: Re: ....

stimmt - slowakei und kroatien schaffens auch - oder zB dänemark...

NeroRosso
19.11.2009 13:47
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Das war zu erwarten


Gast: Fussballfreund0815
19.11.2009 11:29
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Schade

Einer der größten Verlierer an diesem Abend war Herr Pehlivan. Auf seiner Postion hat er Herrn Ivancsics im Nacken und verspielt alle Chancen in den nächsten Matches einberufen zu werden. Zu unreif auf dieser Schlüsselposition schwächt er sein Mannschaft durch den Ausschluß. Wer mir gut gefallen hat waren Herr Kavlak, Herr Garics und Herr Alaba. Die einzigen Spieler, die mit der Technik und Geschwindigkeit der Spanier mithalten konnten. In Ansätzen Herr Jantscher, der aber versucht hat mit Tricks zum Ziel zu kommen und zu oft gescheitert ist, statt den einfachen schnellen Pass zu spielen.
Liebe Grüße an das Fussballvolk

Gast: Gast
19.11.2009 09:36
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Das war kein...

...Lehrspiel.

Unsere Elf hat nämlich nie etwas aus so einem "Spiel" gelernt.

Bitte schaffts den österr. Fußfall in dieser Form sofort ab. Da is nix- da kommt nix.

Gast: Robert
19.11.2009 09:33
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Endlich einsehen, dass wir Jausengegner sind und entsprechend taktieren

Pass nicht stoppen, sondern runtertreten und gleich mit dem Außenrist schießen. So macht man heute noch gegen Klassemannschaften Tore.

Stellungsspiel mit Standardsituationen hingegen kennen Klassespieler einfach zu gut, da ist nichts zu holen für Jausengegner wie Österreich, als schlechtere Mannschaft kassiert man in solchen Situationen logischer Weise nur Tore.

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unglaublich

welche schülerligafehler scharner machte, einfach zu langsam zu weit weg vom mann und unglaubliche fehlpasse

 
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