10.02.2010 00:33 | Meine Presse Merkliste0

Rapid mit 2:1 gegen Sturm an der Tabellen-Spitze

25.11.2009 | 21:13 |   (DiePresse.com)

Die Wiener besiegen Sturm Graz und führen die Bundesliga dank besserem Torverhältnis vor Salzburg an. Der Lask verliert gegen Wiener Neustadt 4:1 und ist mittlerweile seit acht Spielen sieglos.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Erstmals seit über 14 Monaten steht Rekordmeister Rapid wieder an der Spitze der Fußball-Bundesliga. Die Wiener gewannen am Mittwochabend das Nachtragsspiel der 1. Runde zu Hause gegen Sturm Graz unterm Strich verdient 2:1 (1:0) und verdrängten damit Titelverteidiger Salzburg dank der besseren Tordifferenz von Platz eins. Den entscheidenden Treffer vor 17.200 Zuschauern im Hanappi-Stadion markierte Salihi in der 89. Minute per Foul-Elfmeter, zuvor hatten Jelavic (16.) bzw. Lavric (60.) getroffen.

In Hütteldorf war schnell deutlich zu sehen, dass zwei der spielstärksten Teams der Liga aufeinandertrafen. Sturm wählte eine nicht nur auf dem Papier offensiv ausgerichtete Aufstellungsvariante und startete als gefährlichere Elf ins Spiel. Doch Rapid-Goalie Payer parierte gegen den von Soma bedrängten Lavric (8.) und bei einem starken Freistoß von Jantscher (13.) und ebnete somit den Weg zur Rapid-Führung.

Kavlak eroberte den Ball in der eigenen Hälfte, spielte auf Hofmann und dieser bediente mit einem Lochpass Jelavic, der Sturm-Goalie Gratzei überlief und zu seinem siebenten Saisontreffer einschob (16.). Sturm ließ sich nicht beirren und bereitete mit seinen schnellen Akteuren wie Jantscher, Beichler oder Hölzl der Rapid-Abwehr große Probleme. Aber auch Payer blieb ein sicherer Rückhalt und rettete gegen Lavric und Hölzl (jeweils 38.).

Während Rapid bis zur Pause nur noch einen schön ausgeführten, aber ungefährlichen Jelavic-Fallrückzieher zu bieten hatte (31.), kam Sturm dem Ausgleich unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff noch einmal sehr nahe. Nach Jantscher-Eckball traf Beichler per Kopf, doch Schiri Gangl annullierte den Treffer aufgrund eines umstrittenen Fouls von Schildenfeld an Soma (45.).

Lavric mit Premierentor

In der Anfangsphase der zweiten Hälfte verabsäumte es Rapid, den Sack zuzumachen. Salihi traf die Latte (52.) und Jelavic setzte völlig alleinstehend einen Kopfball am Tor vorbei (57.). Das rächte sich schnell, denn nach Hölzl-Querpass von rechts traf Beichler den Ball nicht, doch Lavric lauerte dahinter und donnerte den Ball zum Ausgleich und zu seinem ersten Treffer für Sturm unter die Latte (60.).

Dem Treffer ging ein Ausrutscher von Hofmann voraus, das Missgeschick leitete nicht nur den Ausgleich ein, sondern ließ auch die Oberschenkelverhärtung des Rapid-Kapitäns wieder akut werden. Pacult tauschte daraufhin Hofmann gegen Dober aus. Ohne ihren Kapitän ging bei Rapid nicht mehr ganz so viel, ein Kulovits-Schuss am kurzen Eck vorbei (68.) und ein Kavlak-Schuss (86.) waren die besten Chancen.

Bis zur 89. Minute, denn da musste Gratzei nach Schildenfeld-Schnitzer im eigenen Strafraum Jelavic von den Beinen holen und Gangl entschied auf Elfmeter - eine harte, aber vertretbare Entscheidung. Salihi trat an und schoss flach und platziert ins rechte Eck. Mit der letzten Aktion der Partie hätte Muratovic beinahe noch den Ausgleich erzielt.

Rapid weiter im Großeinsatz

Nach den Heimsiegen über den Lokalrivalen Austria (4:1) und Sturm gehen die Tage der Schlagerpartien für Rapid nun auswärts weiter. Am Sonntag gastieren die Rapidler in Salzburg und am 2. Dezember ist die Pacult-Truppe in der Europa League beim Hamburger SV zu Gast.

(c) APA (Andreas Pessenlehner) LASK verliert gegen Wiener Neustadt

vergrößern



Linzer Schießbude

Der Lask bleibt die Schießbude der Fußball-Bundesliga. Die Linzer kamen beim SC Magna Wr. Neustadt mit 1:4 (0:3) unter die Räder und warten nun schon seit acht Partien auf einen vollen Erfolg. Mann des Spiels war Sanel Kuljic, der gegen eine indisponierte Lask-Defensive alle vier Treffer erzielte. Die Niederösterreicher zogen damit an dem Tabellennachbarn vorbei und liegen auf Tabellenrang sieben. Den Ehrentreffer für den Lask, der in 16 Runden 45 Gegentreffer kassiert hat, erzielte Christoph Kobleder in der Nachspielzeit.

Der Startschuss zum zweiten Auswärtsdebakel nach dem 2:7 in Kapfenberg fiel bereits in Minute neun, als Siegfried Rasswalder seinen Gegner ideal mit einer Kopfballvorlage bediente. Kuljic bedankte sich aus kurzer Distanz mit dem 1:0. Nur sechs Minuten später standen wieder die Beiden im Blickpunkt. Der an diesem Tag völlig indisponierte Lask-Verteidiger stand bei einer Flanke von Roman Gercaliu zu weit weg von Kuljic, der per Kopf auf 2:0 erhöhen konnte.

Auch als Lask-Trainer Matthias Hamann nach 32 Minuten den Arbeitstag des ausschlussgefährdeten Rasswalder beendete, ging es in derselben Tonart weiter. Die Gastgeber dominierten und Kuljic durfte mit seinem dritten Tor in der 38. Minute die vorzeitige Entscheidung bejubeln. Der Ex-Nationalteamstürmer hatte wenig Mühe, eine ideale Vorlage des agilen Patrick Wolf aus rund sieben Metern zu verwerten.

Kurz zuvor hatten die Oberösterreicher zwei hundertprozentige Chancen auf den Anschlusstreffer ausgelassen. Innerhalb weniger Sekunden zeichnete sich zuerst Magna-Goalie Saso Fornezzi mit einer Parade gegen Wolfgang Bubenik aus, ehe Lask-Torjäger Christian Mayrleb den Ball aus kurzer Distanz über das leere Tor schoss.

Die Kuljic-Torgala fand auch nach Wiederanpfiff ihre Fortsetzung. Hannes Aigner verlängerte eine Freistoß-Flanke von Wolf und wieder stand Kuljic im Fünfer goldrichtig. Unbedrängt von der inferioren Lask-Abwehr köpfte der 32-Jährige mit seinem achten Saisontor zum 4:0 ein. Danach bekamen die Gäste das Spiel besser in den Griff. In der 64. Minute fand Thomas Prager, bester Mann der Linzer, in Fornezzi seinen Meister, ehe sein Nachschuss das Tor verfehlte. ÖFB-Teamstürmer Roman Wallner hatte in Minute 72 bei einem Lattenschuss Pech. Der Führende der Torschützenliste sprang dann aber noch als Assistgeber ein, als Kobleder in der Nachspielzeit nach seiner Ecke zum 1:4-Endstand traf.

>> Österreichische Bundesliga: Die Tabelle

(APA/Red.)

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Artikel kommentieren Kommentieren BookmarkBookmarken bei [Was ist das?]

Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*


Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

7 Kommentare
Gast: Alter.Kämpfer
26.11.2009 21:47
0 0

Endlich

ist Rapid nicht mehr heimlicher, sondern tatsächlicher Tabellenfüher! Gratulation! Und jetzt putz ma die Salzburger!

Weiden
26.11.2009 17:56
0 0

Seltsam

Auch als neutraler Fußballbeobachter muss man von einem sehr seltsamen Pfiff reden. Beichlers Tor ging mit Sicherheit kein einziges Foul vorraus, ich hab mir die Szene ein paar Mal auf laola1.tv angeschaut.
Jelavic war im Abseits, was auf Grund der geringen Dichte im Mittelfeld und kurzen Distanz zum Zeitpunkt des Passes zu sehen gewesen wäre/war.
Den Elfer kann man geben, auch wenn sehr hart. Torraub wars keiner weil Gratzei nicht gezielt gefoult hat um das Tor zu verhindern (Zwingende Voraussetzung), sondern eher "im Weg stand". Die Gelbe gab es nicht für das Foul sondern für die Kritik danach, nur als Anm.

Antworten Gast: 100 Jahre
26.11.2009 19:19
0 0

Re: Seltsam

Sie sprechen mir aus der Seele. Unter Bezugnahme auf die unten angeführten Kommentare möchte ich nur festhalten, dass beim Spiel Rapid - Sturm am Ostersonntag derselbe Schiedsrichter (Gangl) den Sturmspieler Hassler wegen
Tätlichkeit ausgeschlossen hat und damit den weiteren Spielverlauf massiv
(zu Gunsten Rapids) beeinflusst hat.

Diese Tätlichkeit hat aber nur Schiedsrichter Gangl gesehen, vielmehr war es so, dass Hassler eigentlich der gefoulte Spieler war. Über diesen Pfiff waren damals sogar die ORF Kommentatoren erstaunt.

So gesehen gebe ich "Prince Harry" recht.

romolaner
26.11.2009 08:32
0 0

Bravo

He super Rapid.

Antworten Gast: Prince Harry
26.11.2009 10:48
0 0

Re: Bravo

Sie sollten sagen: Bravo Schiedsrichter!
Das Abseitstor von Jelavic das gegeben. Ein reguläres Tor von Sturm aberkannt. Sehr viele dubiose Entscheidungen. In Hütteldorf gibt man natürlich Elfer, die in anderen Stadien nicht gegeben werden. Man redet (vornehmlich im grün-weißen ORF) immer wieder von Fairplay. Aber Fairplay ist vor allen Dingen dann, wenn Rapid bevorzugt wird. Und dazu setzt man selbstverständlich schwache, parteiische Schiedsrichter ein. Bravo Wien , bravo Rapid!

Antworten Antworten Gast: JD69
26.11.2009 12:01
0 0

Re: Re: Bravo

S.g. Herr Prinz,

schauen Sie sich die Wiederholung des Fouls doch noch einmal an, dann werden Sie sehen, dass es eine ganz klare Elfmeterentscheidung ist! Torraub wäre eigentlich mit der roten Karte zu ahnden, der Schiedsrichter hat aber Milde walten lassen und "nur" Gelb gezeigt (wer wird da bevorzugt?).

Dem nicht gegebenen Ausgleichstreffer ging zwar kein Foul des Torschützen allerdings ein Foul (Aufstützen - mehr als deutlich) eines Grazer-Mitspielers voraus. Für das Tor ansich unbedeutend, jedoch war bereits zuvor abgepfiffen.

Ihre untergriffigen Anschuldigungen sind, wie man sieht (nüchtern betrachtet wohlgemerkt) mehr als haltlos.

mfg JD69

PS: Wo bleibt das Fairplay seitens der Grazer Chaoten, wenn man den Platzsprecher attackiert und zu Boden wirft?!

Antworten Antworten Antworten Gast: Prince Harry
26.11.2009 13:28
0 0

Re: Re: Re: Bravo

Es würde mich Ihre Meinung interessieren wenn die Schiedsrichterentscheidungen sozusagen "seitenverkehrt" abgelaufen wären. Als Provinzler habe ich die Fußballregeln nicht derart intus wie Sie, ich bilde mir aber ein, dass "Torraub" mit der roten Karte zu ahnden ist. Wenn es ein solcher ist. Nüchtern betrachtet hat der Referee Gratzei in der vorletzten Spielminute also die "falsche" Karte gezeigt. Aus Ihrer Sicht wahrscheinlich die einzige
Fehlentscheidung von Gangl. Hochachtung vor Ihrer Regelkenntis,
Ihre Sichtweise vom Spiel zeichnet Sie als treuen Rapidfan aus. Rapid kann es durchaus schaffen Meister zu werden - Vorraussetzung sind allerdings Unparteiische wie gestern, die vor einer tollen Kulisse die Hose gestrichen voll haben und sich dem grün-weißen Verein anbiedern.