Schlimmer geht immer, auch bei Rekordmeister Rapid. Vor zwölf Jahren hatten die Hütteldorfer einen noch schlechteren Start ins Frühjahr als heuer. Damals wurde erst im siebenten Spiel der erste Sieg geholt. Derzeit ist man bei vier sieglosen Spielen angelangt, zwei Punkte waren die magere Ausbeute. Einen davo holten die Rapidler am Sonntag beim 2:2 gegen Kapfenberg. So geht der Rekordmeister ohne Sieg 2010 in das Wiener Derby am Sonntag gegen die Austria.
Rapid hatte mit zwei Punkten Vorsprung auf Salzburg und fünf auf die Austria überwintert. Nun liegen die Grün-Weißen sechs Punkte hinter Salzburg und punktegleich mit der Austria. Sturm, mit vier Siegen das beste Frühjahrsteam, hat schon zehn Punkte gut gemacht und auch nur noch einen Zähler Rückstand.
Rapid-Trainer Peter Pacult hofft daher auf die baldige Rückkehr zu alter Stärke. "Wir hatten keinen guten Rückrundenstart, müssen uns jetzt weiter steigern und konsequenter werden, um wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren", forderte der Coach.
Hätti, wäri, wenn
In Kapfenberg hatten nur wenige Sekunden gefehlt, doch nach dem späten Führungstreffer zum 2:1 durch Konrad (87.) gelang Felfernig in der 93. und nach Fehler der Verteidigung und von Torhüter Payer noch der Ausgleich. "Zum Schluss haben wir wieder nicht aufgepasst, wie beim 0:1. Da war unser Abwehrverhalten nicht gut. 'Hätti, wäri, wenn', da braucht man nicht darüber reden", kritisierte Pacult.
Wiedergutmachung gegen Austria
Von einem "typischen Selbstfaller" sprach Markus Katzer. "Wir sahen schon wie der sichere Sieger aus. Wir haben 20 Minuten sehr gut gespielt, danach wurde der Platz immer schlechter, wurde es ein richtiges Kampfspiel", sagte der Torschütze. Im direkten Duell um Rang zwei gegen die Austria "wollen wir das wiedergutmachen", erklärte der zweite Torschütze Mario Konrad. Davor geht es für Rapid aber im Cup weiter, am Mittwoch wartet auswärts Blau-Weiß Linz.
Kapfenberg feierte dagegen den ersten Punkt gegen Rapid seit dem Wiederaufstieg. Die Steirer halten bei fünf Frühjahrspunkten und 16 Zählern Vorsprung auf Schlusslicht Austria Kärnten. "So ein Tor wie unser Ausgleich ist immer glücklich, aber insgesamt gesehen haben wir uns das Ergebnis verdient. Wir haben gezeigt, dass wir jedem Gegner Paroli bieten können", freute sich Kapfenberg-Coach Werner Gregoritsch und kündigte an: "Die Mannschaft kann noch für die eine oder andere Überraschung sorgen."
(APA/Red.)


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