"Im Rückspiel darf normal nichts mehr passieren", meinte Trainer Karl Daxbacher am Donnerstagabend. Austria Wien trat die Heimreise aus Polen nach einem souveränen Sieg an. Zwar ging Ruch Chorzow durch Michal Pulkowski in der 4. Minute in Führung, Roland Linz glich aber bereits drei Minuten später aus. Noch vor der Pause erzielte Petr Hlinka die Führung für die Wiener (43.), Tomas Jun machte in der 73. Minute mit dem 3:1 alles klar (ausführlicher Spielbericht).
"Ein 3:1-Auswärtssieg im Europacup ist schon ein Highlight. Wir hätten nicht schlechter beginnen können, aber gleich nach dem Gegentreffer hatten wir unsere beste Phase", meinte Daxbacher. Die Austria war über 90 Minuten die stärkere mannschaft, vor allem spielerisch. "Das ist für uns alle ein sehr wichtiger Sieg", so Roland Linz.
Sturm siegt verdient
Sturm Graz feierte - nach Anlaufschwierigkeiten - einen gelungenen Einstand in der Qualifikation der Europa League und besiegte Dinamo Tiflis nach Toren von Ferdinand Feldhofer (48.) und Roman Kienast (59.) mit 2:0. Die Grazer spielten fast 90 Minuten auf ein Tor, hatten deutlich mehr Spielanteile und eine klare Feldüberlegenheit - in der Nähe des gegnerischen Strafraums war aber meistens das Ende der Herrlichkeit. Das Abstaubertor von Feldhofer knapp nach der Pause brach den Bann, Kienast sorgte per Kopf für den Endstand (ausführlicher Spielbericht).
"Durch sind wir noch nicht", meinte Feldhofer. Das 2:0 sei sicher ein gutes Ergebnis. ""Zum Schluss hätten wir noch routinierter sein und das 3:0 machen müssen", meinte der Torschütze: "wir haben aber schon gezeigt, dass wir auch auswärts immer ein Tor erzielen können." Für Sturm Trainer Franco Foda wurde die Pflicht erfüllt: "Ich bin froh, dass wir 2:0 gewonnen und kein Gegentor bekommen haben. Aber es ist noch immer alles offen".
Rapid: Ein gerechtes Remis
Rapid kommt auch im internationalen Bewerb nicht auf Touren. Der erhoffte große Schritt in Richtung Europa League ist dem Rekordmeister gegen den bulgarischen Cupsieger Beroe Stara Sagora nicht gelungen. Trainer Pacult hatte sich ein Resultat ohne Gegentor gewünscht, seine Mannschaft erfüllte diese Vorgabe nicht.
Es war eine durchwachsene Vorstellung von Rapid, der zu Beginn besseren Mannschaft. Durch ein Elfmeter-Tor von Kapitän Steffen Hofmann ging Rapid knapp vor der Pause mit 1:0 in Führung. In der Schlussphase kamen die Bulgaren aber auf, für Rapids Abwehr entstanden einige unangenehme Situationen - etwa ein Stangenschuss von Wladislaw Slatinow. In der 85. Minute machte er es besser, da gelang ihm der Ausgleich (ausführlicher Spielbericht).
Rapid-Trainer Peter Pacult war trotzdem nicht unzufrieden: "Es ist, wenn man beide Halbzeiten betrachtet, ein gerechtes Ergebnis. Wir haben uns eine gute Ausgangsposition für das Heimspiel geschaffen."
Das Rückspiel der Rapidler findet bereits am Dienstag im Hanappi-Stadion statt, am Donnerstag empfängt die Austria die Polen im Horr-Stadion, Sturm muss nach Georgien.
(Red.)


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