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Violetter Traum vom Euro-Jackpot

29.07.2010 | 21:12 |   (DiePresse.com)

Austria hielt sich gegen Chorzow mit 3:1 schadlos, der Einzug in das Play-Off ist nur noch Formsache.

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Chorzow (red.). Austria bleibt in der Erfolgsspur. Der Vizemeister gewann das Drittrundenhinspiel zur Europa-League-Qualifikation gegen Ruch Chorzow mit 3:1 (2:1). Damit hat die Elf von Trainer Karl Daxbacher beste Chancen auf das Erreichen der vierten und letzten Qualifikationsrunde. Das Rückspiel findet am kommenden Donnerstag im Horr-Stadion statt.

Chorzow (Königshütte) ging durch Pulkowski schnell in Führung (4.), da wollte der sonst so ruhig wirkende Daxbacher am liebsten aus seiner Haut fahren. Mit seinen Armen wild umher fuchtelnd befahl er den Seinen umgehend die Offensive. Diese haargenauen Anweisungen setzte Linz nach einem Pass von Zlatko Junuzovic sofort in die Tat um. Das Tor zum 1:1 (7.) trug zur sofortigen Beruhigung aller Anwesenden auf der Trainerbank der Wiener bei.

Linz hält nach fünf Pflichtspielen dieser Saison bei ebenso vielen Treffern. Für ihn war es zudem nicht das erste Tor in der südpolnischen Stadt. Im Teamtrikot hatte er bei der 2:3-Niederlage Österreichs in der WM-Qualifikation 2005 beide ÖFB-Treffer markiert.

Daxbacher: „Ein Highlight“

Von Nostalgie hält Daxbacher aber wenig. Er verlangt Engagement, welches Ruch-Keeper Pilarz nach einem Eckball vermissen ließ. Er berechnete die Flugkurve falsch und segelte glatt am Ball vorbei. Peter Hlinka (43.) erzielte mühelos sein erstes Austria-Tor.

Als Tomas Jun (73.) schließlich den 3:1-Endstand sicherstellte, war Daxbacher entspannt. Mit Schlusspfiff drückte nur noch eine Tatsache auf sein Gemüt: Junuzovic sah Gelb, er fehlt im Rückspiel. Daxbacher nahm es unerwartet gelassen: „Ein 3:1 im Europacup ist schon ein Highlight.“

Spieler wie Junuzovic, Klein oder Baumgartlinger sind Beispiele dafür, wie Austria den Weg mit jungen Spielern fortsetzt. Sie machen Ausfälle wie den von Acimovic mehr als nur vergessen. „Natürlich mussten wir nach der Stronach-Ära auch aus budgetären Gründen umdenken“, sagt Vorstand Markus Kraetschmer. „Wir mussten ein Team formen, mit dem sich die Leute identifizieren.“ Durch Siege im Europacup sei es gelungen, Violett interessanter zu machen – für andere Vereine. Der erneute Einzug in die Europa League wäre ein „Jackpot. Für unsere Zukunft ist es auch wichtig, weitere Finanzierungsquellen zu schaffen“, sagt Kraetschmer und blickt nach Hütteldorf. „Man muss neidlos anerkennen, dass uns Rapid durch Transfers wie Korkmaz oder Hoffer in dieser Hinsicht noch etwas voraus hat.“

Martin Harnik avancierte im ersten Pflichtspiel für Stuttgart zum Matchwinner. Der Stürmer (23) erzielte beim 3:2-Sieg der Schwaben gegen den norwegischen Klub Molde in der 82. Minute das entscheidende Tor. Er war in der 79. Minute eingewechselt worden, eine Ballberührung genügte.

("Die Presse" Printausgabe vom 30. Juli 2010)

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1 Kommentare
Gast: Ver
29.07.2010 21:06
2 0

Super Austria !!!