Barcelona/Ag. Die Champions-League-Saison von Titelverteidiger FC Barcelona begann denkbar schlecht. Schon nach 24 Sekunden setzte es im Schlager gegen den AC Milan das erste Gegentor für die Katalanen. Alexandre Pato hatte an der Mittellinie den Ball bekommen, war mit ihm den Gegnern davongelaufen und düpierte FCB-Keeper Victor Valdes mit einem Flachschuss. „Nicht einmal Usain Bolt hätte Pato stoppen können“, meinte Barça-Coach Pep Guardiola zum Führungstor der Gäste.
Seine Elf drehte zwar die Partie durch einen Treffer von Pedro (36.) und einen direkt verwandelten Freistoß von David Villa (50.), doch dann kam die Nachspielzeit: Ecke Clarence Seedorf, Kopfball Thiago Silva, und schon war der Sieg für Barcelona weg.
„Die erste und die 92. Minute zählen auch zur Spielzeit. Uns bleibt nur, Milan und Pato zu gratulieren“, resümierte Guardiola nach dem 2:2. Zudem muss er rund vier Wochen auf Andrés Iniesta verzichten. Der 27-jährige Welt- und Europameister zog sich kurz vor der Pause einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zu.
Borussia Dortmund kam daheim gegen Arsenal durch einen späten Volleyschuss des eingewechselten Ivan Perisic zu einem hochverdienten 1:1. Einen schweren Fehler von Sebastian Kehl hatte Robin van Persie zur Führung (42.) genützt. „Wir waren frech, wir waren mutig und sind belohnt worden“, kommentierte BVB-Trainer Jürgen Klopp.
Leverkusen verlor gegen Chelsea 0:2. Michael Ballack wurde vor dem Spiel von den „Blues“ für seine Zeit an der Stamford Bridge geehrt und bei seiner Auswechslung nach etwas mehr als einer Stunde von den Besuchern mit Standing Ovations verabschiedet. Bitter für den „Capitano“: Unmittelbar danach fiel das erste Gegentor.
Weitere Ergebnisse vom Dienstag:
Genk - Valencia (SR Einwaller) 0:0, Piräus – O. Marseille 0:1, Porto – Donezk 2:1, Apoel Nikosia – St. Petersburg 2:1, Pilsen – Borisow 1:1.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.09.2011)

