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Fußball-Bundesliga: Große Fußstapfen und kleine Börse

29.01.2012 | 16:54 |  von Wolfgang Wiederstein (Die Presse)

Die Austria holt Tomas Simkovič von Wr. Neustadt als Junuzović-Ersatz. Die Fußstapfen sind groß, das ist auch Trainer Vastić klar. Ein Tormann und ein Stürmer sollen noch folgen. Der Sieger aber heißt Salzburg.

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Wien. In zwei Wochen wird in Österreich wieder die Fußballmeisterschaft gestartet, am Dienstag endet die Transferzeit, dann stehen die Mannschaften, die sich dem Kampf um die Europacup-Plätze stellen wollen. Sehr gezielt haben sich die Salzburger auf dem Markt umgesehen, der Brasilianer Cristiano und der spanische Stürmer Jonathan Soriano sollten sich als echte Verstärkungen erweisen. Die wird man auch brauchen, will man nach den enttäuschenden Leistungen im Herbst endlich den selbst gestellten Ansprüchen gerecht werden. Trainer Moniz darf sich obendrein auf das Comeback von Douglas und von Mendes da Silva freuen. Das wird der Mannschaft zusätzlichen Halt geben.

Die Salzburger liegen zwei Punkte hinter Spitzenreiter Rapid, das ist blitzartig aufzuholen. Vor allem dann, wenn Rapid den Kader wie selbst gewünscht etwas abspeckt. Christoph Saurer, der bei Trainer Peter Schöttel eigentlich nie eine Rolle gespielt hat, wurde bis Sommer an Wr. Neustadt verliehen. Damit wollen die Niederösterreicher den Verlust ihres Kapitäns verschmerzen. Denn die Austria hat am gestrigen Sonntag die Verpflichtung von Tomas ?imkovič perfekt gemacht.

Ausbildungsvereine

Der 24-jährige Simkovič erhielt einen Kontrakt bis Sommer 2014 mit einer Option auf eine weitere Saison. Er ist kein Unbekannter, der gebürtige Slowake war 2001 vom USV Großriedenthal in die Frank-Stronach-Akademie gewechselt, später versuchte er sich bei Schwanenstadt und ab 2008 schließlich bei Wr. Neustadt. Präsident Manfred Rottensteiner ist stolz darauf, dass nach Alexander Grünwald und Guido Burgstaller der dritte Spieler den Sprung zu einem Wiener Großklub geschafft hat. „Eine weitere Bestätigung unserer Philosophie, talentierte Spieler auszubilden, damit sie den nächsten Schritt machen können.“

Tomas Simkovič wird bei den Veilchen als Ersatz für Zlatko Junuzović betrachtet, der Teamspieler wird heute offiziell in Bremen präsentiert. Die Fußstapfen sind groß, das ist auch Trainer Ivica Vastić klar. Dazu kommt, dass Barazite einen großen Anteil daran hatte, dass mitunter der schönste Fußball in der heimischen Liga praktiziert wurde. Nicht immer effizient, aber des Öfteren nett anzusehen. Um keinen Einbruch im Frühjahr zu erleben, „läuft die Suche nach einem neuen Tormann und einem Stürmer mit aller Intensität weiter“, wie es in einer Presseaussendung des Klubs heißt.

Ein möglicher Kandidat ist Roman Kienast, der auch schon in Hütteldorf gespielt hat, bei Sturm Graz bisher eine wertvolle Spitze abgegeben hat. Zu viele Stürmer hat immer noch Rapid auf der Gehaltsliste, der Albaner Hamdi Salihi träumt von schottischen Spitzenklubs, besitzt aber nur ein Angebot aus China. Und innerhalb der österreichischen Liga will Rapid den albanischen Teamstürmer nicht an den Mann bringen.

Testspiele: Rapid – Midtylland 1:2, SV Ried – Dinamo Bukarest 1:1, FC Aarau – FC Wacker Innsbruck 0:0, Lask – Steyr 3:2 (1:2), Parndorf – Vienna 3:3.

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1 Kommentare
0 0

Wirklich einmal "sehr gezielt"?

Die Salzburger waren seit sie "Red Bull" heißen schon immer ein personelles Durchhaus im Kader. Wer zählt die Namen all derer, welche den Klub zu internationalem Ruhm verhelfen sollten? Nur deshalb, weil jemand einen klingenden spanischen, portugiesischen oder afrikanischen Namen trägt, heißt das noch lange nicht, daß er die in ihn gesetzten Erwartungen erfüllt! Und was dabei noch hinzu kommt: Viele dieser mit großen Vorschußlorbeeren versehenen Kickern zeigen mit jeder Miene, jeder Gestik und fehlender Lauf- und Kampfbereitschaft, daß sie einfach NICHT WOLLEN! Ich weiß zwar nicht, mit welchen Vorstellungen sie nach Österreich gekommen sind. Aber in vielen Fällen atmeten nach der Trennung BEIDE Seiten irgendwie erleichtert auf! Insofern würde ich also die Erwartungen in der Mozartstadt nicht allzu hoch schrauben! Da könnte bei der Wiener Austria so manches wesentlich besser funktionieren...