Champions League: Basel feiert Sieg im „Spiel des Jahres“

22.02.2012 | 22:45 |   (Die Presse)

FC Basel besiegt im Achtelfinal-Hinspiel Bayern München mit 1:0. Nur eine Glanzparade von Bayern-Torhüter Neuer verhinderte einen Treffer von ÖFB-Legionär Dragovic.

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[BASEL/AG] Die Dienstreise von ÖFB-Teamchef Marcel Koller hat sich gelohnt. Denn er konnte sowohl Aleksandar Dragovic in Reihen des FC Basel als auch David Alaba bei Bayern München von Anpfiff an im mit 39.000 Zuschauern ausverkauften St. Jakob-Park beobachten. Koller erlebte ein spannendes Spiel – und nach einem torlosen Wochenende in der Bundesliga sah er im Champions-League-Achtelfinale endlich ein Tor. FC Basel gelang die Überraschung und besiegte Bayern München mit 1:0.

In Basel kannte die Euphorie vor dem „Spiel des Jahres“ keine Grenzen, immerhin hatten die Schweizer nicht nur Manchester United aus der Champions League geworfen, sondern auch erstmals das Achtelfinale erreicht. Nur bis zum Platzwart hatte sich das nicht herumgesprochen. Der Rasen des Euro-Stadions glich einem Acker.

Die späte Erlösung

Dragovic, 20, erhielt von Trainer Heiko Vogel den heiklen Auftrag, sich um Stürmerstar Mario Gomez zu kümmern und sich auch in der Offensive bemerkbar zu machen. Dragovic machte seine Sache gut, störte Gomez, überzeugte mit Stellungsspiel und zeigte mit präzisen Pässen auf. Bei einem Kopfball (16.) hatte der Innenverteidiger Pech. Bayern-Keeper Neuer lenkte den Ball nur dank einer Glanzparade noch an die Stange.

Zwei Minuten später knallte Frei den Ball aus fünf Metern an die Querlatte – die Bayern, zuvor überlegen und mit guten Chancen durch Gomez und Ribery, hatten unglaubliches Glück.

David Alaba, 19, glänzte zwar durch viel Laufarbeit (6,71 Kilometer in Hälfte 1), war aber bis auf zwei Schüsse (29., 62.) kaum in Bayerns oft statisch anmutendes Angriffsspiel integriert.

Auch nach Wiederbeginn setzte Basel sein aus der gesicherten Abwehr startendes Spiel munter fort. Doch so sehr sich Shaqiri und Frei mühten, zwingende Torchancen blieben lange aus. Die Bayern suchten ihr Glück nur über die Achse Robben-Ribery-Gomez, die jedoch in diesem Geduldsspiel zu oft in Basels Viererkette hängen blieb. Und dann schlug Basel zu: Bayerns Abseitsfalle klappte nicht, Zuoa passte zum kurz zuvor eingewechselten Stocker, der unbedrängt das 1:0 (85.) erzielte.

Basel jubelte, Bayern-Trainer Heynckes tobte, mit ihm auch Präsident Uli Hoeneß. Gelingt im Rückspiel keine Trendwende, ist Münchens Traum vom Champions-League-Finale im eigenen Stadion am 19. Mai geplatzt.

Weiters: Marseille – Inter Mailand 1:0, ZSKA Moskau - Real Madrid 1:1.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.02.2011)

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4 Kommentare
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Die Stürmerstars

der Bayern sind nur in den ersten 20 Minuten zur Geltung gekommen und waren in der Folge abgemeldet.

Von Ribery, Roben und Gomez war nur ein einfaltsloses Spiel zu sehen. Sie waren enttäuschend, was auch zur Auswechslung von Ribery führte.

Der Sieg der Schweizer war aufgrund der weit gefährlicheren Torchancen verdient! Die beiden österr. Spieler haben eine ziemlich gute Leistung gezeigt!

Es möge sicher dieser Schweizereffekt auf die österr. Nationalmannschaft übertragen.


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Re: Die Stürmerstars

naja, die leistung von ribéry war auf jeden fall besser als die von robben

Basel -Top

unsere Antikicker - FLOP!

Re: Basel -Top

Da spricht wohl der Experte!!

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