Das offizielle Brasilien ist sauer auf den Fußball-Weltverband (FIFA) und hat am Samstag die Zusammenarbeit mit dessen Generalsekretär Jerome Valcke verweigert. Der Belgier hatte am Freitag zu den schleppenden Vorbereitungen für die WM 2014 erklärt, die Organisatoren benötigten wohl einen "Tritt in den Hintern". Der brasilianische Sportminister Aldo Rebelo erklärte, die Worte Valckes seien "beleidigend" und "inakzeptabel". Valcke konterte prompt: Brasiliens Reaktion sei "ein bisschen kindisch".
"Die Regierung wird Valcke nicht länger als Gesprächspartner akzeptieren", sagte Rebelo weiter. "Die Aussagen des FIFA-Generalsekretärs machen es schwer, eine Atmosphäre der Zusammenarbeit und des gegenseitigen Verständnisses zu schaffen." Der jüngste Zwischenfall ist nur einer von vielen in der Auseinandersetzung zwischen dem Weltverband und dem WM-Ausrichter, der bei der Errichtung von Stadien, Hotels, Straßen und anderer grundlegender Infrastruktur für das Großereignis immer wieder in Verzug geriet und gerät.
"Dann ist das ein bisschen kindisch"
Valcke ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. "Ich werde Brasilien am 12. März besuchen", erklärte der Franzose und erneuerte seine Kritik. "Wenn ich das Problem bin, weil ich, nachdem fünf Jahre nichts passiert ist, gesagt habe, dass die Dinge nicht gut laufen und genau gesagt habe, was in Brasilien passiert ... Wenn das Resultat ist, dass sie nicht mehr mit mir reden und arbeiten wollen, dann ist das ein bisschen kindisch", sagte Valcke.
(Ag.)

