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"Ein bisschen kindisch": Fifa streitet mit Brasilien

03.03.2012 | 17:51 |   (DiePresse.com)

Brasilien, Fußball-WM-Gastgeber 2014, ist über den Fifa-Generalsekretär empört. Dieser hat das Land wegen der schleppenden Umsetzung kritisiert.

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Das offizielle Brasilien ist sauer auf den Fußball-Weltverband (FIFA) und hat am Samstag die Zusammenarbeit mit dessen Generalsekretär Jerome Valcke verweigert. Der Belgier hatte am Freitag zu den schleppenden Vorbereitungen für die WM 2014 erklärt, die Organisatoren benötigten wohl einen "Tritt in den Hintern". Der brasilianische Sportminister Aldo Rebelo erklärte, die Worte Valckes seien "beleidigend" und "inakzeptabel". Valcke konterte prompt: Brasiliens Reaktion sei "ein bisschen kindisch".

"Die Regierung wird Valcke nicht länger als Gesprächspartner akzeptieren", sagte Rebelo weiter. "Die Aussagen des FIFA-Generalsekretärs machen es schwer, eine Atmosphäre der Zusammenarbeit und des gegenseitigen Verständnisses zu schaffen." Der jüngste Zwischenfall ist nur einer von vielen in der Auseinandersetzung zwischen dem Weltverband und dem WM-Ausrichter, der bei der Errichtung von Stadien, Hotels, Straßen und anderer grundlegender Infrastruktur für das Großereignis immer wieder in Verzug geriet und gerät.

"Dann ist das ein bisschen kindisch"

Valcke ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. "Ich werde Brasilien am 12. März besuchen", erklärte der Franzose und erneuerte seine Kritik. "Wenn ich das Problem bin, weil ich, nachdem fünf Jahre nichts passiert ist, gesagt habe, dass die Dinge nicht gut laufen und genau gesagt habe, was in Brasilien passiert ... Wenn das Resultat ist, dass sie nicht mehr mit mir reden und arbeiten wollen, dann ist das ein bisschen kindisch", sagte Valcke.

(Ag.)

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1 Kommentare

Auch eine Sache der Mentalität!

Zwar gilt Brasilien heute als wirtschaftliche Boomzone, aber bei den vielfältig nötigen Vorbereitungen auf die Fußball-WM kämpft man offensichtlich noch immer mit gewissen Aspekten einer kulturell geprägten Mentalität, mit der vieles von heute auf morgen und von morgen auf übermorgen verschoben wird. Offenbar war man nicht bereit oder imstande, sofort am Tag nach dem WM-Zuschlag mit den ersten Vorbereitungen zu beginnen. Besser gesagt: Das in die Praxis umzusetzen, was man als theoretischen Konzept eh schon mit dem Bewerbungsschreiben der FIFIA auf den Tisch gelegt hat.

Daß der FIFIA-Generalsekretär jetzt das "Unaussprechliche"; spricht: Die von ihm erkannten Versäumnisse bei den WM-Vorbereitungen artikulierte war einfach nötig, um noch rechtzeitig den Verantwortlichen Dampf unterm Hintern zu machen. Wenn es sich bis zum Endrundenturnier nicht ausgehen würde, wäre das nämlich für BEIDE eine Riesenblamage: Für Brasilien ebenso wie für den Weltverband!

Und wenn die Brasilianer nicht mit "diesem" Vertreter der FIFA zusammenarbeiten wollen; dann müßten sie es dennoch mit seinem Nachfolger tun. Und der würde ihnen das selbe sagen: Mehr Tempo, meine Herren! Ja, es ist wirklich so, wie Herr Valcke sagt: Wer sich seinen Hinweisen verschließt, der ist tatsächlich KINDISCH! Doch das wiederum trifft auch auf Politiker und "Spitzenmanager" zu. Die verhalten sich, vor lauter persönlicher Eitelkeit, ganz ähnlich!