FIFA-Reform: Ethikkommission wird neu strukturiert

Nach Korruptionsskandalen und Rücktritten von insgesamt fünf Mitgliedern wird die umstrittene Ethikkommission der FIFA reformiert. Eine zweite Kammer soll Transparenz in die Vorgänge des Gremiums bringen.

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Joseph Blatter – (c) EPA (Steffen Schmidt)

Die umstrittene Ethikkommission der FIFA wird neu strukturiert und soll künftig mit Anklage und Gericht in zwei Kammern arbeiten. Das 24-köpfige Exekutivkomitee stimmte am Freitag in Zürich dem Änderungsvorschlag von FIFA-Präsident Joseph Blatter zu. "Historischer Tag für den FIFA-Reformprozess", twitterte der 76-jährige Schweizer und sprach von einem "riesigen Schritt vorwärts".

Nach den jüngsten Korruptionsskandalen und dem Ausscheiden von mittlerweile fünf Mitgliedern aus der sogenannten FIFA-Regierung hatte Blatter im vergangenen Jahr einen Zwei-Jahres-Plan zur Reform seines Verbandes vorgestellt. Die Ethikkommission entscheidet bei Verfehlungen von FIFA-Offiziellen, ob ein Verfahren eröffnet wird und welche Sanktionen verhängt werden.

Bisher arbeitete das Gremium mit nur einer Kammer, was immer wieder Kritik wegen der undurchsichtigen Arbeitsweise hervorgerufen hatte. "Eine Kammer ermittelt und die andere arbeitet als Richter", erklärte Blatter weiter. Der FIFA-Chef zeigte sich "erfreut, dass das Exekutivkomitee mich bei dieser entscheidenden Reform unterstützt".

(ag)

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