"Blödsinnige Regel": Kritik an Gelbsperren für Finale

26.04.2012 | 15:55 |   (DiePresse.com)

Sechs Spieler werden wegen der dritten Gelben Karte das Endspiel der Champions League verpassen. "Das kann nicht im Sinne des Fußballs sein", schimpfte der deutsche Nationaltrainer Joachim Löw.

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David Alaba darf nach aktuellem Stand nicht im Finale der Champions League auflaufen. Im Halbfinal-Rückspiel sah er seine dritte Gelbe Karte im Bewerb und muss dafür ein Spiel pausieren. Der Österreicher befindet sich damit in prominenter Gesellschaft, auch seine Teamkollegen Holger Badstuber und Luiz Gustavo werden wegen einer Gelbsperre fehlen.

Bei Finalgegner Chelsea müssen Ramires, Branislav Ivanovic und Raul Meireles aus demselben Grund auf der Tribüne Platz nehmen. John Terry gesellt sich auch zu ihnen, jedoch aufgrund einer glatt Roten Karte. "Das ist eine blödsinnige Regelung", schimpfte Deutschlands Teamchef Joachim Löw nach der Partie in der Allianz Arena, "auf beiden Seiten fehlen insgesamt sechs von den besten Spielern in einem Finale - das kann ja nicht im Sinne des Fußballs sein."

UEFA: "Regeländerung ist kein Thema"

Bei Weltmeisterschaften lässt die FIFA Gelbe Karten vor den Halbfinalspielen streichen, um genau dies zu verhindern. Die Europäische Fußball-Union jedenfalls denkt derzeit nicht an derartige Maßnahmen. "Das Thema wird noch nicht diskutiert", sagte ein UEFA-Sprecher.

Anders als bei einer Europameisterschaft gilt in der Königsklasse auch auf dem Weg zum Endspiel, dass Spieler mit drei Gelben Karten zuschauen müssen. Beim Kontinentalturnier hat die UEFA hingegen bereits die Regel eingeführt, dass alle Verwarnungen vor dem Halbfinale gestrichen werden. Damit kann kein Spieler wegen einer Gelb-Sperre das Finale verpassen. Eine entsprechende Regelung für die Klub-Wettbewerbe müsste die UEFA-Exekutive verabschieden.

"Ich finde, das kann es einfach nicht sein. Eigentlich ist das eine dumme Regelung, man sollte sie schleunigst ändern", forderte Badstuber. "Nach der Gruppenphase müssten die Gelben Karten weg sein", formulierte es Hoeneß - das freilich würde Alaba nicht helfen, holte er sich seine Verwarnungen doch allesamt in der K.O.-Phase ab.

Spielergewerkschaft: "Unverhältnismäßige Strafe"

Auch die internationale Spielergewerkschaft FIFPro äußerte sich im Zusammenhang mit dem im Finale gesperrten Sextett äußerst kritisch. Endspiele seien im Leben einmalige Erlebnisse, zudem wollten auch die Fans in einem Finale die besten Spieler sehen. Die derzeitige Regelung sei "unvernünftig und unverhältnismäßig".

"Die Verfehlungen, die in einer Gelben Karten resultieren, rechtfertigen nicht die Strafe, das Spiel deines Lebens zu verpassen", meinte FIFPro-Sprecher Simon Barker. "Alaba, der ausrutscht, bekommt den Ball an die Hand. Es ist nicht richtig, dass so ein Spieler deswegen das Champions-League-Finale versäumt."

Angst davor, so mancher Spieler könne eine Streichung der Karten als Einladung zu überhartem Einsteigen missverstehen, hat man bei der FIFPro nicht. "Jedes schwere Vergehen wird zu einer Roten Karte führen, und das wäre noch immer mit einem Ausschluss vom Finale verbunden", sagte Barker. "Gelbe Karten in einem Finale haben ja keine weiteren Konsequenzen, und deswegen sind die Spiele auch nicht härter geworden."

(ag)

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10 Kommentare

Alle Leute wissen,

Bayern ist beschissen

Antworten Gast: Kunker
27.04.2012 15:06
3

Re: Alle Leute wissen,

Besser besch...... als blöde.

Re: Alle Leute wissen,

aber sie stehen im Finale!!

Re: Alle Leute wissen,/Kalksburger

Wohl auf "Freigang" - und doch schon wieder betrunken?

Dies fragt Sie kein unbedingter Bayern-Fan

Nicht sein letztes Champions League-Finale

Auch wenn es für David Alaba ärgerlich ist, im Finale nicht selbst spielen zu dürfen, wir er noch öfters diese Möglichkeit haben mit seinem Talent und Können.Er kann ein ganz Großer werden.

Antworten Gast: Argesauge
27.04.2012 07:56
1

Re: Nicht sein letztes Champions League-Finale

bloedsinn

auch die ganz großen spielen nur mit glueck ein Finale - eines pro Jahr gibt es !

und alaba ist bei weitem nicht in der Liga eines Ronaldo, messi oder Zidane!

Re: Re: Nicht sein letztes Champions League-Finale

Wieso Blödsinn?Alaba ist 19, daher, geht man von der heutigen Situation aus, wird oder besser, kann er noch öfter die Möglichkeit haben, in einem Finale zu spielen.Der Vergleich mit Messi hinkt, da dieser in einer eigenen Liga spielt, eine Klasse über allen anderen, Zidane spielt nicht mehr und Ronaldo ist um einiges älter.Was also wollen Sie eigentlich genau sagen?
Wahrscheinlich mögen Sie Bayern München nicht.

Antworten Antworten Gast: Strategist
27.04.2012 09:31
2

Re: Re: Nicht sein letztes Champions League-Finale

Nur,die drei sind bald am Ende ihrer Karriere,Alaba aber noch am Anfang,da ist noch alles drinnen.

Antworten Antworten Antworten Gast: Blackmind
27.04.2012 10:15
2

Re: Re: Re: Nicht sein letztes Champions League-Finale

...ach, Zidane ist am Ende seiner Karriere ??
:-))

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Kelhus
28.04.2012 04:30
0

Re: Re: Re: Re: Nicht sein letztes Champions League-Finale

Zidanes karriere endet nie...

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