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Austria: Der Titel ist weg – der Europacup auch?

03.05.2012 | 17:09 |  von Wolfgang Wiederstein (Die Presse)

Die Wiener Austria findet nicht zu einem Spiel, das ansehnlich ist. Gegen Ried wirkte die Elf ratlos und überfordert. Erfolglos ist es bereits seit längerer Zeit. Die Fans machen Ivica Vastić dafür verantwortlich.

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Wien. Der Austria-Trainer bleibt in der Kritik, Ivica Vastić ist angezählt, er scheidet nicht nur die Geister der Fans, sondern mittlerweile auch die der Klubführung. In der Meisterschaft läuft es seit seinem Amtsantritt nicht nach Wunsch, nach Plan auch nicht. Und nun hat es die Austria, längst Pokalrekordsieger, im Cup erwischt. Das 0:2 im Semifinale gegen Ried bedeutete ein bitteres Aus, weil die Wiener nun um einen Europacup-Startplatz bangen müssen. In der Tabelle liegt man punktegleich mit der Admira zwar noch in Lauerstellung, schon am Samstag aber kommt es zum direkten Duell der beiden Kandidaten für die Europa League. Die Südstadt könnte also zum schicksalshaften Boden für Vastić werden.

Was stand auf dem Spiel?

Die Austria-Mannschaft musste in Ried zugegebenermaßen auf sechs Spieler verzichten, das ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Elf völlig ratlos und überfordert wirkte. Herbert Prohaska, Austrias Jahrhundertspieler, vermisste vor allem die Leidenschaft. Bei einigen Profis hatte man nicht den Eindruck, als wüssten sie, was eigentlich auf dem Spiel steht. Die Leistung war ernüchternd, kaum einer war bereit, sein letztes Hemd zu geben. Dabei ist der Cup immer noch der kürzeste Weg nach Europa. So wird der Bewerb schließlich auch beworben.

Die „Vastić raus!“-Rufe verstummen nicht, auch in Ried waren sie unüberhörbar. Weil sich die Fans mit der Art und Weise, wie die Austria den Fußball interpretiert, nicht anfreunden können und wollen. Ivica Vastić, einst der vielleicht beste Spieler im Lande, ist als Trainer nicht in der Lage, über seinen Schatten zu springen. Was gegen Wacker Innsbruck (3:0) funktioniert hat, das ist gegen Ried in die Hose gegangen. Mit einem anderen System – mit dem Rückfall in die Vergangenheit (4-2-3-1). Das hat aber auch mit der Unform von Kienast oder Jun zu tun. Oder von einem Gorgon, der nach einigen Treffern in der Liga schon als kleiner Held gefeiert wurde.

In den vergangenen sieben Meisterschaftsrunden hat die Wiener Austria genau zweimal gewonnen. Das entspricht nicht der Bilanz eines selbst ernannten Spitzenklubs. Aber vielleicht klaffen in Wien-Favoriten auch nur Anspruch und Wirklichkeit auseinander. Der Vorstand schweigt. Und wartet ab.

„Wir haben es in der Hand, den Trainer zu stärken, indem wir Leistung bringen“, fordert Austria-Torhüter Heinz Lindner einen deutlich besseren Auftritt am Wochenende. Gegen die Rieder habe die Leistung nicht gepasst. Dessen war sich auch Vastić bewusst. „Wir haben durch individuelle Fehler die Tore bekommen und verdient verloren. Uns hat auch die Entschlossenheit vor dem Tor gefehlt.“ Selbstkritik übt ein Vastić nicht, er zeigte sich selbst nach der Niederlage in Ried nicht ganz unzufrieden. Was zusätzliches Kopfschütteln auslöst.

Glücksbringer Salzburg

Ganz anders ist die Situation bei Ried. Die Innviertler stehen zum zweiten Mal in Folge im Endspiel 20. Mai, Happel-Stadion, um den Fußball-Cup. Am Wochenende feiert man das 100-jährige Bestehen, einen Europacup-Startplatz hat man möglicherweise schon so gut wie in der Tasche. Wenn Finalgegner Salzburg tatsächlich die Double-Träume wahrmacht, dann ist die Mannschaft von Gerhard Schweitzer wieder im internationalen Geschäft.

Nur auf die Schützenhilfe des Tabellenführers will man sich allerdings nicht verlassen. Zwei Pokalendspiele haben die Innviertler bereits gewonnen (1998 3:1 gegen Sturm Graz, 2011 2:0 gegen Austria Lustenau). Manager Stefan Reiter: „Und aller guten Dinge sind drei!“

Austria-News
Die Wiener Austria hat erstmals auf dem Transfermarkt für die neue Saison zugeschlagen. Dare Vršič wechselt im Sommer von Olimpija Laibach nach Favoriten. Der 27-jährige slowenische Teamspieler unterschrieb einen Vertrag bis 2016. Die Austria hat dabei die Kontakte zu Milenko Ačimovič ausgenützt. Beschrieben wird Vršič so: „Er hat nicht nur Spielmacher-, sondern auch Torjägerqualitäten.“

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5 Kommentare
Gast: austria wien
04.05.2012 11:23
0 1

vastic

der vastic wird nie und nimmer "einer von uns werden". thomas bitte schmeiß ihm raus.

Gast: GasTRedner
04.05.2012 08:38
0 0

Als 4ter in den Europacup

Ich befürchte dass sich meine Austria als vierter in der Liga für den Europacup qualifizieren wird.

--> Rapid wird Meister
--> Salzburg Cupsieger
--> Austria kommt auf den vierten Platz
--> Vastic sein Vertrag wird automatisch verlängert

Schlimmer geht nimmer ... Rapid Meister und wir haben weiter den Vastic

Ausrede

Nur sollen sie nicht mit der Ausrede vom kleinen Land kommen, denn die Wurzel allen Übels ist die nach wie vor schlechte Nachwuchsarbeit, Spieler wie ein Alaba sind die absolute Ausnahme.Der hat sein Talent nicht bei der Austria vergeudet, sondern ist zu einem absoluten Spitzenklub gegangen.In der österreichichischen Liga würde selbst ein Messi abbauen.

Für Europa ungeeignet

Die österreichischen Vereine sollen sich auf die heimische Meisterschaft konzentrieren in der so etwas ähnliches wie Fußball gespielt wird, in europäischen Bewerben haben sie nichts verloren.

Gast: total crash
03.05.2012 21:00
2 3

Alle Vereine der österr. Bundeslige

können international nicht bestehen;o)

Sie sind max.zum Pfitschigogaln,Aumeierln und Taschenbillard gut und zu sonst nix ;o)

Wenn es wenigstens eingesehen würde,ja dann könnte man beruhigt Zusperren