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EM 2012: Zwist im Hause Polen

10.05.2012 | 16:48 |   (Die Presse)

Knapp einen Monat vor der EM im eigenen Land ist in Polen ein Streit um den Kader der Nationalmannschaft ausgebrochen. Torwartlegende Jan Tomaszewski kritisiert die Personalpolitik des Fußballverbandes scharf.

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Warschau. Knapp einen Monat vor der Fußball-EM im eigenen Land ist in Polen ein Streit um den Kader der Nationalmannschaft ausgebrochen. Torwartlegende Jan Tomaszewski, mit Polen Drittplatzierter bei der WM 1974, kritisierte den Einsatz von Spielern scharf, die schon einmal in Nationalteams anderer Länder gespielt haben. „Das ist nicht meine Mannschaft, und ich schäme mich dafür, dass ich jemals im Trikot mit dem polnischen Adler gespielt habe“, erklärte er gegenüber Radio Zet.

„Wir sollten uns nicht durch Franzosen und Deutsche repräsentieren lassen“, sagte Tomaszewski. Er sprach damit Sebastian Boenisch (Werder Bremen), Adam Matuszczyk (Düsseldorf), Ludovic Obraniak (Bordeaux) und Damien Perquis (Sochaux) an. Diese spielten bereits für die Juniorenauswahlen von Deutschland bzw. Frankreich. Nach Ansicht des ehemaligen Torwarts hätten sich diese Spieler nur deshalb für Polen entschieden, weil sie es in anderen Ländern nicht in die Nationalmannschaft geschafft haben. „Wir haben doch unsere eigenen Spieler, und die sollten wir fördern.“

Tomaszewski, der für die rechtskonservative Oppositionspartei „Recht und Gerechtigkeit“ (PiS) im Parlament sitzt, wurde aus dem Regierungslager attackiert. „Wenn er sich für seine Teameinsätze schämt, dann soll er die Prämie zurückgeben, die er für die Olympia-Erfolge bekommen hat!“

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