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Klagenfurter Risikospiele: "Hätte kaum schlimmer kommen können"

03.12.2007 | 09:32 |   (DiePresse.com)

Die Österreich-Gruppe wird nicht nur zur sportlichen, sondern vor allem zur sicherheitstechnischen Herausforderung für die Polizei. Vor allem in Klagenfurt werden Fan-Krawalle befürchtet.

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Österreich wird bei der Euro 2008 gegen Kroatien, Polen und Deutschland spielen. Die Österreich-Gruppe ist aber nicht nur aus sportlicher Sicht brisant, sondern auch aus Sicherheitssicht. Experten zeigen sich besorgt: "Es hätte kaum schlimmer kommen können", sagt ein Experte laut Nachrichtenagentur APA.

Kroatien gegen Polen, Kroatien gegen Deutschland und Polen gegen Deutschland - diese drei Spiele werden aus heutiger Sicht am meisten Fußballfans anziehen, die Probleme machen können. Alle drei Spiele werden in Klagenfurt ausgetragen. Die Kärntner Landeshauptstadt ist eine relativ kleine Stadt, in der sich die Fans nur schwer aus dem Weg gehen können.

Nicht nur die Zusammensetzung der Gruppen, auch die am selben Tag stattfindenden Spiele stellen die Exekutive vor Herausforderungen. Deutschland spielt etwa am selben Tag gegen Polen in Klagenfurt wie Österreich gegen Kroatien in Wien. Ob daher zum Beispiel Spezialkräfte aus Wien in die Kärntner Landeshauptstadt abgezogen werden können, bleibt abzuwarten.

VP-Innenminister Günther Platter will die Situation nach der Auslosung nun noch einmal genau analysieren lassen, berichtet das Ö1-Morgenjournal. Abkommen mit den Teilnehmer-Nationen sollen sicherstellen, dass "möglichst wenige Gewalttäter" zur EM kommen, sagte Platter.

Kroatische und polnische Hooligans haben in der Vergangenheit Probleme gemacht. Im vergangenen Sommer kam es etwa beim Spiel Dinamo Zagreb gegen Rapid Wien in Kapfenberg zu Ausschreitungen. Bei der Fußball-WM in Deutschland 2006 waren polnische Hooligans in die wenigen Übergriffe verwickelt, die es in Deutschland gegeben hat. Das Spiel Deutschland gegen Polen war eines von wenigen so genannten "Problemspielen".

Ein weiteres Problemspiel könnte in Basel stattfinden: Dort trifft die Türkei auf die Schweiz. In der WM-Qualifikationsrunde war es bei dieser Paarung zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen.

Die Grenzkontrollen an den Schengen-Grenzen werden - wie schon bei der Weltmeisterschaft in Deutschland - während der EURO wieder eingeführt.

Österreich wird bei der Euro 2008 im Happel-Stadion gegen Kroatien, Polen und Deutschland spielen. Experten zeigen sich nun um die Sicherheit besorgt: "Es hätte kaum schlimmer kommen können", heißt es. (Red.)
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16 Kommentare
Gast: Gast
04.05.2008 19:38
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Alt aber gut - brauchbares Motto für Einsatzkräfte

Wir, die guten Willens sind,
Geführt von Ahnungslosen,
Versuchen für die Undankbaren
Das Unmögliche zu vollbringen.
Wir haben soviel mit so wenig
So lange versucht, daß wir jetzt
Qualifiziert sind, fast alles
Mit Nichts zu bewerkstelligen.

Gast: Kleinbürger
04.12.2007 14:54
0 0

EF

Gott sei Dank, dass wir die Eurofighter "Typhoon" haben. Die können wenigstens etwaige Lufthooligans abwehren. Odr?

Ratio
03.12.2007 18:20
0 0

Hauptsache, wir haben den Fussballschmarren,

damit sich irgendeine Klüngel gegenseitig die Orden anheften kann - blechen müssen es die Steuerzahler. Neue, extrem teure Stadien (in München soll da sogar Schmiergeld geflossen sein, was in Österreich nie der Fall sein könnte) sollen über die Besucher finanziert werden. Na ob diese Rechnung aufgeht, betreibt man Kostenwahrheit mit allen logistischen und Sicherheitskosten dazu?

Gast: Berger
03.12.2007 14:51
0 0

Die englischen und italienischen Hooligans

werden mal wieder ignoriert und als harmlos dargestellt. Dabei sind das die beiden Nationen, deren Hooligans bislang die meisten Menschen bei Fussbalspielen umgebracht haben ... man erinnere sich Heyzel - 46 Tote ... schläft unser Innenministerium?=?=?

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Re: Die englischen und italienischen Hooligans

England ist bei der EM nicht qualifiziert, deswegen brauchen wir uns vor denen auch nicht fürchten.


Antworten Antworten Gast: Berger
04.12.2007 10:10
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Da habens Recht.

Allerdings kriegen wir dafür busweise die gewaltgeneigten italienischen und deutschen Hooligans herein. Mal sehen, ob unsere brustschwache Polizei mit diesen Glatzen umgehen kann. Ich rechne jedenfalls mit mehreren 100 spitalreif geschlagenen Zivilpersonen und Polizisten.

Gast: Watchdog
03.12.2007 13:51
0 0

Plötzlich alles anders

Jetzt kommt der Innenminister drauf, daß man die Sicherheitslage noch einmal überprüfen müsse. Bisher hat man alles schöngeredet. Oder hat man geglaubt, die Hooligans "spielen" in der Schweiz?

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Sehr spät kommt man jetzt darauf...

Daß in der heutigen Zeit JEDE internationale Großveranstaltung (daher auch im Sport) mit hohen Sicherheitsrisiken behaftet ist, das sollte sich inzwischen bis zu jenen durch gesprochen haben, die sich um solche Events bemühen. Fast überall leben heute Minderheiten mit Migrationshintergrund; fast überall treffen ethnische, politische und religiöse Gruppen aufeinander, die gegeneinander Aversionen, garniert mit Aggressionen, hegen.

Daß dem reinen Sicherheitsaspekt immer mehr Bedeutung beizumessen ist, ist traurig, aber leider nicht zu ändern. Da gilt es bei potentiellen Veranstaltern nüchtern und sachlich abzuwägen, welche Aspekte überwiegen; die positiven oder negativen.

Wenn Gusenbauer von einem "Jahrtausendereignis" spricht und einer einmaligen Chance für die Österreich-Werbung und den Fremdenverkehr, so ist das absolut richtig. Doch in die Sicherheit muß man vorher investieren. Und auch in der Schweiz spielt man in relativ kleinen Städten; also nicht nur bei uns in Klagenfurt!

Antworten Gast: Bürger
04.12.2007 10:13
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Bei normalen internationalen Großveranstaltungen

(Konzerte, Tennisturniere, Donauinselfest etc) ziehen aber keine schlägernden ostdeutschen Glatzen durch die Strassen...

Antworten Gast: Berger
03.12.2007 15:07
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Die gefährlichsten Hools

sind jene aus England. Die sind bei uns zwar nicht heimisch, und dafür werden sie auch noch unterschätzt ...

Antworten Gast: Gustav O.
03.12.2007 12:36
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Re: Sehr spät kommt man jetzt darauf...

Die Sicherheit geht in Österreich seit dem Fall des Eisernen Vorhanges langsam, aber sicher den Bach runter, wie die zahlreichen Einbruchs- und Raubdelike zeigen.
Da bedarf es keiner Großveranstaltungen, um dem Thema Sicherheit wieder stärkere Beachtung, als dies derzeit in Österreich der Fall ist, beizumessen.

Antworten Antworten Gast: Tor
03.12.2007 16:23
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Fußballspiele

waren schon vor 1989 extrem gefährlich. Mit dem Fall des Eisernen Vorhanges hat das also nix zu tun.

Antworten Antworten Antworten Gast: Gustav O.
03.12.2007 17:51
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Nomen est omen, Tor?

Wenn Sie meinen Kommentar genauer gelesen hätten, würden Sie merken, dass ich auf die dezimierte Sicherheit seit dem Zusammenbruch des Eisernen Vorhanges hingewissen habe, von Fußballspielen habe ich in diesem Zusammenhang nichts geschrieben.
Wohl aber habe ich darauf hingewiesen, dass nicht erst aufgrund von Großveranstaltungen der Sicherheit verstärkte Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Tor
04.12.2007 12:27
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Auch

das hat nichts mit dem Fall des Eisernen Vorhanges zu tun. Die Kriminalität ist in Österreich erst seit Strassers katastrophaler Polizeireform explodiert, die Sportlerin und der Gendarm, die Strasser folgten, haben sich nur aus Schönreden beschränkt und wir haben die Probleme ... aber Sie wollen ja wohl die Verantwortlichen schonen und statt dessen absurde Verfolgungstheorien ausbrüten ...

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Odumir
04.12.2007 18:41
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Wie naiv bzw. SPÖ-hörig sind Sie, Sie Tor, dass Sie zu behaupten wagen, die Kriminalität sei erst seit Strassers Polizeireform explodiert?


Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Gustav O.
04.12.2007 16:11
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Und die Erde ist eine Scheibe, nicht wahr, werter Tor?

Die Kriminalität ist seit 1990, unabhängig von parteipolitischen Erwägungen und unabhängig vom jeweiligen Innenminister, im Steigen begriffen.
Denn weder SPÖ, noch ÖVP haben dieser vorhersehbaren Entwicklung Rechnung getragen und die Polizei dementsprechend personell aufgestockt.
Im Gegenteil, auf dem Land wurden, schon vor Strassers Amtszeit, etliche Gendarmerieposten zugesperrt und das Personal reduziert.
Dass Strasser diese verhängnisvolle Politik seiner (SPÖ-)Vorgänger weitergeführt hat, ist für die ÖVP sicherlich kein Ruhmesblatt.