"Wenn Zangler Ballesterern ein Gurkerl geben“ heißt die Vortragsreihe. Die Fachsprache der Fußballer und Fans stiftet Gruppen-Identität, sagt Glauninger. Wer dazu gehören will, muss man die Sprache kennen.
Ballesterer und Fetznlaberl sterben aus
Die österreichische Fußballersprache hat ihre Wurzeln in Wien, sagt der Sprachwisssenschaftler. Die Sprache ist die der Spieler und der Zuseher aus der Arbeiterschicht. Anfang des 20. Jahrhunderts schoss man in Wien ein "Steirergoal“ mit einem "Fetzenlaberl“. Mit der Zeit wurden die Begriffe dann in die Bundesländer exportiert. Auch die Wiener haben Ausdrücke aus fremden Sprachen aufgegriffen. Der "Kick“ oder das "Goal“ ist aus dem Fußball nicht mehr wegzudenken.
Manche Begriffe seien aber vom Aussterben bedroht, sagt Glauninger. So wüssten Nachwuchsfans kaum mehr, was einen "Ballesterer“ (alter österreichischer Begriff für einen guten Fußballspieler) vom "Zangler“ (technisch versierter Spieler) unterscheidet. Auch das "Fetzenlaberl“ hat in Zeiten der industriell gefertigten Fußbälle wohl ausgedient.
(APA/Red.)

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