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Euro 2008: Keine Hunde, Radfahrer, Schirme, aber Flaggen

12.05.2008 | 18:16 | MARTIN STUHLPFARRER (Die Presse)

Die strengen Regeln für Besucher der offiziellen Wiener Fanzone. Und die weniger strengen für Autofahrer.

WIEN. Die Eingänge der Fanzone zwischen Rathaus und Heldenplatz werden streng kontrolliert, kündigt Euro-Sprecherin Anja Richter im „Presse“-Gespräch an. Uefa und Innenministerium definieren klare Spielregeln, wer in die Fanzone darf.

Schlecht sieht es für Hundebesitzer aus. Hunde sind verboten und dürfen auch nicht vor der Fanzone angebunden werden, so Richter: „Das wäre auch bei diesem Ansturm Tierquälerei.“

Radfahrer müssen am Eingang der Fanzone absteigen: „Es gibt aber Radständer“, erklärt Richter. Taschenmesser können wie Regenschirme (Stichwaffe!) am Eingang abgegeben werden. Neben Glasflaschen dürfen keine Dosen mitgenommen werden.

In die Wiener Fanzone dürfen maximal 74.420 Gäste. Diese Zahl kontrolliert ein elektronisches Laser-Zählsystem, das registriert wenn ein Fan eintritt oder austritt.

Eine Besonderheit: Bei wenig Andrang soll die Fanzone bei 17.400 Gästen gesperrt werden, damit sich diese besser bewegen können. Eine andere Variante sieht die Sperre bei 35.000 vor.

Eine ganz andere Besonderheit, die auch Fans, aber autofahrende, betrifft, ist der Paragraf 54 des Kraftfahrgesetzes. Er verbietet das Beflaggen von Privatautos mit Fahnen mit Staatswappen, da dies nur hohen Staatsbeamten erlaubt ist. Was angesichts des florierenden WM-Fanartikel-Markts für Aufregung sorgte. Weshalb Verkehrsminister Werner Faymann mit Erlass regelt, dass das Beflaggen bei der EM nicht gestraft wird.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.05.2008)


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