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Europameister: Spanien demütigt Italien im Endspiel

02.07.2012 | 10:45 |  von Wolfgang Wiederstein (DiePresse.com)

Erstmals konnte mit Spanien ein Europameister seinen Titel erfolgreich verteidigen. Ein souveräner 4:0-Sieg im Endspiel von Kiew gegen Italien bringt gar den dritten Trophäen-Gewinn in Serie.

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[Kiew/WIEN] „Das Finale in Kiew nicht zu gewinnen, das wäre wie ein Rom-Besuch ohne den Papst zu sehen", hatten die Spanier vor dem großen Endspiel der Euro 2012 gemeint. Jetzt befinden sie sich wieder im siebenten Fußball-Himmel. Der Titelverteidiger bleibt weiter das Maß aller Dinge im Fußball, die Iberer prägen seit einigen Jahren das Geschehen auf höchstem Niveau. Die Mannschaft von Vicente del Bosque ist Europameister 2008, Weltmeister 2010 - und nun hat man auch noch Geschichte geschrieben. Noch nie hat ein Team einen EM-Titel erfolgreich verteidigen können, noch nie hat eine Auswahl drei große Turniere in Serie gewinnen können. Die Ballkünstler haben also eine historische Dimension erreicht, endgültig prägen sie eine ganze Epoche.

Entfesseltes EM-Finale: Spanien schießt Italien ab

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Die Spanier zeigten vor dem Endspiel eine Menge Respekt vor den Italienern, die Deutschland auf die Heimreise geschickt haben. Die Squadra Azzurra hatte dem Favoriten in der Vorrunde ordentlich zugesetzt, beim hochklassigen 1:1 den einzigen Gegentreffer bei diesem Turnier zugefügt. Die Statistik hätte obendrein ein wenig Angst einflößen können, der letzte Sieg nach der regulären Spielzeit datierte aus dem Jahr 1920 (Olympische Spiele). Aber diese spanischen Ballkünstler kümmerte das im nicht ganz voll besetzten Olympiastadion zu Kiew alles nicht.

Keine Systemfrage, zehn Italiener

Das Finale hatte es in sich, es gab eine Vielzahl an Tormöglichkeiten, auch die beiden besten Torhüter Europas, Casillas und Buffon, standen mehrmals im Mittelpunkt. Die einen probierten es - wie schon fast über das gesamte Turnier über - mit einer breiten Masse an offensiven Mittelfeldspielern, die anderen mit zwei Spitzen (Cassano, Balotelli), die nicht mit normalen Maßstäben zu messen sind. Wer ohne echte Spitze agiert, muss aber noch lange nicht sturmlos angreifen.
Die Spanier übernahmen das Kommando, da wurde kombiniert, dass es nur so eine Freude war. Für den ersten entscheidenden Pass war der berauschende Andres Iniesta zuständig. Der Barcelona-Superstar setzte Fabregas ideal ein, der spielte ideal und uneigennützig auf David Silva ab - 1:0 (14.).

Stimmen zum Finale: ''Die Spanier waren einfach besser''

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Italien stand vor einer neuen Situation, erstmals mussten sie bei dieser EM einem Rückstand nachlaufen. Aber vorne hatten sie kein Glück, in der Abwehr kam Verletzungspech dazu. Chiellini konnte nicht mehr, Balzaretti musste einspringen. Während Balotelli bei Sergio Ramos gut aufgehoben war, entwickelten die Italiener über die linke Seite immer wieder gefährliche Situationen. Aber wenn Cassano zum Abschluss kam, dann war Iker Casillas zur Stelle.

Für die Entscheidung in diesem Finale sorgte der künftige Barcelona-Verteidiger Jordi Alba durfte sich nach einen Xavi-Zuspiel als Torschütze feiern lassen (41.). Nach einem Bonucci-Hands hätte es auch Elfmeter für Spanien geben können, nach der Verletzung von Motta war Italien nur zu zehnt - und auch darum chancenlos. Der eingewechselte Fernando Torres nützte das zunächst mit dem 3:0 (84.) schamlos aus, Juan Mata setzte den Schlusspunkt (89.).

Matchdaten:

Spanien: Casillas; Arbeloa, Pique, Ramos, Alba; Xavi, Busquets, Alonso; Silva (59. Pedro), Fabregas (75. Torres), Iniesta (87. Mata). 

Italien: Buffon; Abate, Barzagli, Bonucci, Chiellini (21. Balzaretti); Marchisio, Pirlo, Montolivo (57. Motta), De Rossi; Balotelli, Cassano (46. Di Natale).

Tore:1:0 (14.) Silva, 2:0 (41.) Alba, 3:0 (84.) Torres, 4:0 (88.) Mata

Besonderes Vorkommnis: Italien ab der 61. Minute nach Verletzung von Motta nur noch zu zehnt.

Kiew, Olympiastadion, 64.000, SR Pedro Proenca (POR)

Torschüsse: 9 bzw. 6

Schüsse: 14 bzw. 11

Fouls: 17 bzw. 10

Eckbälle: 3 bzw. 3

Abseits: 3 bzw. 3

Ballbesitz: 52 bzw. 48 Prozent

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84 Kommentare
 
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Gast: Fagga
03.07.2012 12:59
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Einfach nur Penlich, "Iden des März",....


....sich auch noch etwas vom spanischen Erfolg abschneiden zu wollen. DIe Ösis einfach nur minderbemittelt (wie im Fussball-Leben)!

Ironie- schon mal gehört?

Der "Österreich-Bezug" war eine "Hommage" an einen legendären ORF-Kommentator. Macht aber nix, wenn sie den nicht kennen.

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Re: Einfach nur Penlich, "Iden des März",....

oh a neidiga pifke ;)

und das schöne Schruns in Vorarlberg, wo sich die Spanier

auf die EM vorbereitet haben, hat auch einen Anteil an diesem Erfolg - somit hätten wir einen nicht unwesentlichen Österreichbezug hergestellt;-)
Bravo Spanien, in alter Klasse und Schönheit gewonnen!

und die Italiener dürfen sich trotz der Niederlage am Sonntag ebenfalls freuen - denn mit dieser neuen starken Mannschaft und dem sympathischen Trainer Prandelli werden sie bei der WM 2014 beim Kampf um den Titel mitmischen.

schlechteste EM überhaupt!

permanentes rückpass spiel, keine ideen, keine dynamik, fast keine spannung bis auf ein paar kleine ausnahmen. schlechte schiedrichterleistungen mit wieder einmal gravierenden fehlentscheidungen und das bei mittlerweile schon 5 herrschaften. komisches system beim torverhältnis! ich hoffe beim nächsten mal und 24 manschaften wirds besser !

Gast: Gost
02.07.2012 19:55
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Super Spanien

Naja, da verlier ich lieber im Halbfinale 2:1 wie die Deutschen, als im Finale eine historische 4:0 Klatsche zu kassieren. Italien war nicht nur ein bisschen schlechter als Spanien, sondern sie waren schlicht chancenlos und erbärmlich!

2 3

Re: Super Spanien

schade,das die Spanier nicht so gut haushalten können wie sie Fußball spielen.

Re: Super Spanien

ich würd trotzdem lieber bis ins Finale kommen als bis zum HF.

"...als bis zum HF."

Was hat Heinz Fischer (HF) damit zu tun?

Gast: TT1
02.07.2012 19:41
13 4

Pipifeiner Artikel

Genuß beim Lesen ;-)

Gast: Irgendwas wird zutreffen
02.07.2012 17:13
0 13

Was ist ein "ÖSSI" ?

Eine Mischung von Österreicher und Ötzi ?
Oder eine Mischung jener kriminellen Einheit im Reich III (bei der überpropozional viele "Ostmärker"dabei waren ) deren Bezeichnung abgekürzt aus "S..." bestand mit dem Begriff "Ösi" ..... ?

"überpropozional"

Die orthographischen "Propozionen" sind aus dem Lot geraten.

Antworten Gast: kruxipixli
02.07.2012 23:38
8 0

Re: Was ist ein "ÖSSI" ?

ganz schön krank,alles auf den nazionalsozialismus zu beziehen.sie sollten mal den arzt wechseln.

Antworten Gast: besserwessi
02.07.2012 23:35
0 1

Re: Was ist ein "ÖSSI" ?

frongs hoid irgendaan piefke,dea wiads wissn !

Gast: Gastone
02.07.2012 15:36
7 12

Hochmut kommt vor dem Fall! Groß daherreden konnten die Itaker schon immer! Und nix dahinter, wie immer!

http://diepresse.com/home/sport/fussball/euro2012/1261016/Balotelli_Im-Endspiel-schiesse-ich-dann-vier-Tore?parentid=0&act=2&isanonym=1

Re: Hochmut kommt vor dem Fall! Groß daherreden konnten die Itaker schon immer! Und nix dahinter, wie immer!

Also dafür, daß sie "nur groß daher reden können und eh nix dahinter ist", haben die Italiener schon sehr viel erreicht. Sowohl auf Nationalteamebene wie auch bei den Vereinen auf der internationalen Bühne!

Vor dieser EM hat man der "Squadra Azzurra" aufgrund der zahlreichen Wettmanipulationsskandale und der darin involvierten Kicker eigentlich rein gar nichts erwartet. Und dann erlebten wir ein italienisches Team, welches die ganze vermaledeite Catenaccio-Vergangenheit auf den Misthaufen der Geschichte warf und sich mit temperamentvollem Angriffsfußball präsentierte, dem Anzusehen richtig Freude machte. Im Finale war der "blauen Schwadron" dann die Luft ausgegangen; offenbar hatte sie ihre letzten Kräfte beim heroischen 2:1 über Deutschland gelassen.

Daß Balotelli vielleicht etwas voreilig gegen Spanien "vier Tore" ankündigte, darf man nicht so furchtbar ernst nehmen. Wer ohne Selbstvertrauen ins so ein Finale geht, hätte dort nämlich eh nix verloren. Und daß einer allein ohnehin kein Match gewinnen kann, hat man auch schon bei Christiano Ronaldos Ausscheiden mit den Portugiesen gesehen.

Immerhin waren die Italiener fair genug, die eklatante Überlegenheit der Spanier hinterher neidlos anzuerkennen. Irgendwie waren die Iberer auch ziemlich schlitzohrig gewesen. Da haben sie bis zum Finale so getan, als seien sie - wenn auch auf hohem Niveau - über ihren Zenit hinaus. Und dann legten sie vom Start ein Tempo hin, welches ihrem Spitznamen "rote Furie" endlich entspricht...

Re: Re: Hochmut kommt vor dem Fall! Groß daherreden konnten die Itaker schon immer! Und nix dahinter, wie immer!

"dem Anzusehen" (sic!)
"daß" (sic!)
"Christiano Ronaldos" (sic!)
"vom Start ein Tempo" (sic!)

Re: Re: Hochmut kommt vor dem Fall! Groß daherreden konnten die Itaker schon immer! Und nix dahinter, wie immer!

Nun, vier Tore sind es ja tatsächlich geworden:)

Die Überschrift ist ein Schwachsinn!

Wären die Italiener die Sieger, hieße es dann:
Italien demütigt Spanien?
Die Spanier haben phantstisch gespielt.
Den Italienern hätte ich wenigstens ein Tor gegönnt.

Antworten Gast: Gastone
02.07.2012 18:40
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Re: Die Überschrift ist ein Schwachsinn!

Es war eine Demütigung und was für eine! Und auch eine verdiente! Der Dusel hält eben nicht ewig an!

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Re: Re: Die Überschrift ist ein Schwachsinn!

Ich finde es auch demütigend, ins Finale einer EM zu kommen, die Ö-Mannschaft erspart sich diese Demütigung daher lieber.

Re: Re: Die Überschrift ist ein Schwachsinn!

Der Bessere gewinnt. Die andere Mannschaft braucht sich in meinen Augen nicht gedemütigt fühlen.

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Bitte, rüstet ab in der Sportberichterstattung

Das ist in der "Presse" die Rede von "schießt ab", "demütigt", "Angst" machen, "schamlos". . .
Das haben werder die Spanier betrieben noch haben es sich die nItaliener verdient.
Aber es zeigt wohl der Geist, der in unhseren Fußballexperten-Kreisen herrscht, und weswegen man bei uns nichts zusammenbringt.

Re: Bitte, rüstet ab in der Sportberichterstattung/frisal

Jetzt mach'n se mal halblang! Diesa Ton herrscht auch bei den ollen Jermanen! Lesen se mal de Journaille dort! Und bei den' is um einjes mehr dufte, als bei "Kamradn Schnürschuh". ;o)))

Gast: fcb4ev
02.07.2012 12:57
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.

Das haben die Spanier(auch real Fans) Pep und FC BARCELONA \o/ zu verdanken. Ohne Barca Spieler wären die Spanier geliefert.

Antworten Gast: ido
02.07.2012 20:41
4 0

Re: .

Das kann man zumindest teilweise unterschreiben, Iniesta, Xavi und Cesc sind für das offensive Spiel zuständig und haben wiedermal mehrfach Lehrstunden verteilt.
Ich bin selbst FCB Fan, und habe für Real nicht viel mehr als **** übrig (beliebiges passendes Wort einsetzen...), aber man trotzdem muss anerkennen, das mit Arbeloa, Ramos, Xabi, und Casillias auch ein sehr hochkarätiger Teil der Mannschaft nicht aus "unserem" Lager kommt.
Pique ist Weltklasse, Puyol wenn er fit ist soundso, aber ohne die Real Verteidigung wäre Spanien möglicherweise (wahrscheinlich?) nicht dort, wo sie seit gestern sind!

 
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