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Platini: „Fußball ist ein Spiegel der Gesellschaft“

19.06.2012 | 17:00 |   (Die Presse)

Uefa-Präsident Platini resümierte über die Gruppenphase, die ihm aus sportlicher Sicht imponiert habe. Absolut missfallen habe ihm das Fehlverhalten einiger kroatischer Fans. Weitere Disziplinarstrafen folgen.

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Warschau. Zum Abschluss der Gruppenspiele bei der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine zog Uefa-Präsident Michel Platini eine begeisterte Zwischenbilanz. Dabei verurteilte er aber auch die unzähligen Zwischenfälle scharf. Es gab Krawalle, über 500 Festnahmen, viel zu oft flogen Feuerwerkskörper auf den Rasen oder hingen Nebelschwaden über einem Stadion. Rassistische Untertöne seien vollkommen fehl am Platz, so der Franzose. „Ich bin dennoch sehr zufrieden. Ich freue mich, dass die Atmosphäre bisher zu 99 Prozent fantastisch war“, sagte der Chef der Europäischen Fußballunion in Warschau und beglückwünschte die umstrittenen Gastgeber der ersten EM im ehemaligen Ostblock. „Polen und die Ukraine haben schon gewonnen.“

Nach all den Problemen und Zweifeln der Vergangenheit an der Turniertauglichkeit hätten beide Länder „geliefert“, sagte Platini, der morgen seinen 57. Geburtstag begehen wird. „Nicht alles ist perfekt, aber es ist schwer, es noch besser zu machen als es im Moment ist.“ Auch die Frage nach den beiden Teams, die sich am 1. Juli in Kiew im Endspiel gegenüberstehen werden, konnte der Franzose schnell beantworten: „Vor dem Turnier habe ich immer gesagt, Spanien und Deutschland. Und ich bleibe dabei.“

Besonders erfreut zeigte sich der ehemalige französische Weltklasse-Spieler über die Schiedsrichterleistungen sowie das sportliche Niveau der Spiele. „Wir hatten bisher kein 0:0, das sagt viel“, so Platini. Den Unparteiischen bescheinigte Platini „eine klare, eine sehr einheitliche Linie“.

Nicht jeder Kroate sei „nett“

Ungewohnt deutlich ging der Verbandspräsident mit einem Teil der kroatischen Fans ins Gericht. „Darüber bin ich alles andere als glücklich. Die Leute sind nett, bis auf einige kroatische Fans.“ Im Vorjahr hatte er dem Land nach Fankrawallen mit dem Ausschluss aus internationalen Wettbewerben gedroht. Bei einem Besuch in Kroatien hatte Platini sogar Staatspräsident Ivo Josipović aufgefordert, das Hooliganproblem anzugehen, um solch eine drastische Bestrafung zu vermeiden. Doch bei diesem Turnier musste die Uefa zweimal ein Disziplinarverfahren gegen den kroatischen Verband einleiten. Jeweils wegen des „Fanverhaltens“. Beim 1:1 gegen Italien in Posen hatten kroatische Fans rassistische Gesänge angestimmt und rassistische Symbole gezeigt. Gegen Irland sorgten bengalisches Feuer und Nebelschwaden für Unmut, der sich im Spanien-Spiel wiederholen sollte.

Eine 25.000-€-Geldstrafe wurde von der Disziplinarkommission schon über Kroatien verhängt. Eine zweite, noch höhere in Verbindung mit etwaigen Punkteabzügen in der kommenden EM-Qualifikation wird folgen.

Auch über die rassistischen Zwischenfälle beim Training der Niederländer oder die Beleidigungen von Profis wie Italiens Mario Balotelli und Tschechiens Theodor Gebre Selassie war Platini empört. „Jede Form von Rassismus ist ein Problem. Der Nationalismus ist in einigen Ländern sicherlich ausgeprägter als in anderen. Aber das ist eine Frage der Erziehung, ein Problem der Gesellschaft und der Fußball ist ein Spiegel der Gesellschaft. Wir können uns nicht um das Verhalten von 50.000 Menschen im Stadion kümmern, wenn es Einzelne gibt, die sich schlecht benehmen.“

24 Teams bedeuten mehr Qualität

Auch referierte Michel Platini über die Zukunft des EM-Turniers. Er ist davon überzeugt, dass die Aufstockung des Teilnehmerfeldes ab 2016 von 16 auf 24 Teams die Qualität einer EM nicht mindern werde. „Ich glaube, dass wir acht gute Mannschaften mehr im Turnier haben werden. Das wird die Qualität der Spiele nicht beeinflussen. Ich sehe darin kein Problem“, beteuerte der Franzose.

Das exakte Turnierformat ist nach wie vor offen, laut Platini wären allerdings sechs Gruppen zu jeweils vier Teams denkbar. Die Top zwei jeder Gruppe sowie die vier besten Dritten würden aufsteigen. Die Premiere der „neuen EM“ findet 2016 in Frankreich statt.

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7 Kommentare

Ja ja, der Fußball ...

... meine Meinung dazu, sollte sie Interesse hervorrufen!

http://www.gabrielstaffa.biz/#!/2012/06/undank-ist-der-welten-lohn.html

Herr Platini

soll nicht so einen unglaubwürdigen Schwachsinn von wegen "Steigerung der Qualität durch 24 Mannschaften" daherlabern.

Im Endeffekt geht es nämlich nur darum,dass die UEFA noch mehr Geld herauspresst.
Mehr Geld durch den Verkauf der Exklusivrechte an noch mehr Länder und mehr Geld weil die Sponsorenverträge nach oben geschraubt werden da die Marke in noch mehr Ländern "sichtbar" ist.

Ein eindeutiger Beweis für die Geldgierigkeit der UEFA ist das Thema mit den Strafen welche schon verhängt wurden.
Fast überall ist es schon normal,dass solche Strafen für irgendwelche karitativen Projekte gespendet werden.
Die UEFA ist aber sogar so gierig,dass sie sich auch die paar Hunderttausend noch einstecken muss,bei einem Umsatz im Jahr einer Großveranstaltung von 1,3 Milliarden.
Das war der Umsatz bei der EM 2008 und heuer wird es sicher nicht weniger werden.

Re: Herr Platini

Den letzten Absatz muss ich revidieren,wie ich gerade erfahren habe werden die Strafen gespendet.

Na wenigstens etwas.

Gast: tc_t
20.06.2012 10:00
0 0

hat er nicht etwas vergessen...

...und die uefa ist der dazugehörige korrupte bodensatz

Gast: Gruftmaus
20.06.2012 07:37
0 0

Spiegel

Die Stabilität der Landeswährung und der reale Liquiditätsstand sind Spiegel eines Landes.

A Fuuaaßboeee ist nur eine mit stinkendem Gas gefüllte Blase.

Spiegel

ein oesterreicher ist kein spiegelbild fuer einen rapid kaoten....
und umgekaert..

Gast: derBlade
19.06.2012 20:21
0 1

Für Österreich

stimmt das sicher!