Rooney und Wembley sorgen für Englands Sieg

Gruppe D: Gegen aufopferungsvoll kämpfende Ukrainer hatten die „Three Lions“ dank des Rückkehrers und einer großen Portion Glück das bessere Ende für sich. Frankreich folgt den Engländern trotz Niederlage ins Viertelfinale.

Wayne Roone
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Wayne Roone – AP

Donezk/Kiew/Wien. Erstmals seit 1988 endet die Gruppenphase einer EM ohne ein 0:0. Zum Abschluss der Gruppe D machte sich England mit einem 1:0 gegen die Ukraine zum Gruppensieger. Frankreich steigt trotz eines 0:2 gegen Schweden ebenfalls auf.
Selten war ein Abschlusstraining so gemütlich wie das der Engländer vor dem Spiel gegen die Ukraine. Eigentlich wollte das Team der „Three Lions" gar keines machen, doch die Uefa verstand da keinen Spaß. 15 Minuten vor den TV-Geräten sind Pflicht. Und so standen die hochbezahlten englischen Fußballer eine Viertelstunde auf dem Rasen herum und plauderten ein wenig.

Vielleicht hätte den „Three Lions" ein wenig Training aber doch noch ganz gut getan. Denn die Anfangsphase gehörte klar den Gastgebern. Wayne Rooney, der seine Sperre aus der Qualifikation abgesessen hatte, sah kaum einen Ball. Den Ukrainern, fehlte aber nun ihrerseits ein Stürmer gewaltig. Der angeschlagene Altstar Andrej Schewtschenko saß beim Anpfiff seines letzten großen Turnier-Spiels nur auf der Bank. Die Hausherren in der Donbass-Arena von Donezk fanden in den ersten Minuten schon einige gute Chancen vor, doch es war kein Schewtschenko zur Stelle. Oleg Gusew, vor wenigen Wochen zweifacher Torschütze beim 2:3 gegen Österreich, kam mit seinem Distanzschuss in der 22. Minute einem Treffer am Nächsten.

Rooney trifft: Die Ukraine ist draußen

England fand erst nach 25 Minuten ins Spiel, Rooney hätte mit seinem nach Haartransplantation etwas weniger spärlichen Schopf beinahe das 1:0 geköpfelt (28.).
Nach der Pause war es dann aber doch Rooneys Köpfchen, das den Unterschied machte. Nach einer Flanke von Steven Gerrard sprang der ukrainische Torwart Andrej Pijatow am zweimal abgefälschten Ball vorbei, Rooney staubte per Kopf ab - 1:0 (48.).

Englands Glück mit Wembley-Tor

Die Ukraine antwortete: Milewski köpfelte aus wenigen Metern drüber (60.) und dann fiel der Ausgleich - er zählte aber nicht. John Terry klärte einen Devic-Schuss hinter der Linie. Tor- und Schiedsrichter entschieden aber auf „Kein Tor" (63.). Auch Oleg Blochin tobte und reagierte dann, Schewtschenko kam ins Spiel. Doch der 35-Jährige fiel nur noch durch eine Gelbe Karte auf. England erzitterte den 1:0-Sieg, mit der Ukraine schied der zweite EM-Gastgeber aus.

Schweden siegt zum Abschied

Auch in Kiew war der Außenseiter zu Beginn das klar bessere Team. Schwedens Stoßstürmer Ola Toivonen traf aus spitzem Winkel statt des leeren Tores nur den Pfosten (10.). Bei den Franzosen, deren Aufstieg nur noch rechnerisch gefährdet war, wirkte nur Franck Ribéry so, als wolle er das Spiel gewinnen.
Ein spektakulärer Treffer entschied die Partie und den Gruppensieg. Zlatan Ibrahimović versenkte eine Larsson-Flanke mit einem Seitfallzieher (54.) zum 1:0. Das 2:0 von Sebastian Larsson machte den Abschied aus dem Turnier noch ein wenig süßer.

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