Rooney und Wembley sorgen für Englands Sieg

19.06.2012 | 22:51 |  Sascha Bunda (DiePresse.com)

Gruppe D: Gegen aufopferungsvoll kämpfende Ukrainer hatten die „Three Lions“ dank des Rückkehrers und einer großen Portion Glück das bessere Ende für sich. Frankreich folgt den Engländern trotz Niederlage ins Viertelfinale.

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Donezk/Kiew/Wien. Erstmals seit 1988 endet die Gruppenphase einer EM ohne ein 0:0. Zum Abschluss der Gruppe D machte sich England mit einem 1:0 gegen die Ukraine zum Gruppensieger. Frankreich steigt trotz eines 0:2 gegen Schweden ebenfalls auf.
Selten war ein Abschlusstraining so gemütlich wie das der Engländer vor dem Spiel gegen die Ukraine. Eigentlich wollte das Team der „Three Lions" gar keines machen, doch die Uefa verstand da keinen Spaß. 15 Minuten vor den TV-Geräten sind Pflicht. Und so standen die hochbezahlten englischen Fußballer eine Viertelstunde auf dem Rasen herum und plauderten ein wenig.

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Vielleicht hätte den „Three Lions" ein wenig Training aber doch noch ganz gut getan. Denn die Anfangsphase gehörte klar den Gastgebern. Wayne Rooney, der seine Sperre aus der Qualifikation abgesessen hatte, sah kaum einen Ball. Den Ukrainern, fehlte aber nun ihrerseits ein Stürmer gewaltig. Der angeschlagene Altstar Andrej Schewtschenko saß beim Anpfiff seines letzten großen Turnier-Spiels nur auf der Bank. Die Hausherren in der Donbass-Arena von Donezk fanden in den ersten Minuten schon einige gute Chancen vor, doch es war kein Schewtschenko zur Stelle. Oleg Gusew, vor wenigen Wochen zweifacher Torschütze beim 2:3 gegen Österreich, kam mit seinem Distanzschuss in der 22. Minute einem Treffer am Nächsten.

Rooney trifft: Die Ukraine ist draußen

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England fand erst nach 25 Minuten ins Spiel, Rooney hätte mit seinem nach Haartransplantation etwas weniger spärlichen Schopf beinahe das 1:0 geköpfelt (28.).
Nach der Pause war es dann aber doch Rooneys Köpfchen, das den Unterschied machte. Nach einer Flanke von Steven Gerrard sprang der ukrainische Torwart Andrej Pijatow am zweimal abgefälschten Ball vorbei, Rooney staubte per Kopf ab - 1:0 (48.).

Englands Glück mit Wembley-Tor

Die Ukraine antwortete: Milewski köpfelte aus wenigen Metern drüber (60.) und dann fiel der Ausgleich - er zählte aber nicht. John Terry klärte einen Devic-Schuss hinter der Linie. Tor- und Schiedsrichter entschieden aber auf „Kein Tor" (63.). Auch Oleg Blochin tobte und reagierte dann, Schewtschenko kam ins Spiel. Doch der 35-Jährige fiel nur noch durch eine Gelbe Karte auf. England erzitterte den 1:0-Sieg, mit der Ukraine schied der zweite EM-Gastgeber aus.

Schweden siegt zum Abschied

Auch in Kiew war der Außenseiter zu Beginn das klar bessere Team. Schwedens Stoßstürmer Ola Toivonen traf aus spitzem Winkel statt des leeren Tores nur den Pfosten (10.). Bei den Franzosen, deren Aufstieg nur noch rechnerisch gefährdet war, wirkte nur Franck Ribéry so, als wolle er das Spiel gewinnen.
Ein spektakulärer Treffer entschied die Partie und den Gruppensieg. Zlatan Ibrahimović versenkte eine Larsson-Flanke mit einem Seitfallzieher (54.) zum 1:0. Das 2:0 von Sebastian Larsson machte den Abschied aus dem Turnier noch ein wenig süßer.

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47 Kommentare
 
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Jede strittige Entscheidung...

muss nachprüfbar gemacht werden.

Die Technik ist vorhanden und es ist schlicht lächerlich, wenn Millionen Zuschauer sehen können, dass es sich zum Beispiel in einer bestimmten Situation klar um Abseits handelt, nur einer, nämlich der Schiedsrichter, nicht. Und genau diese eine (unwissende) Person dann falsch entscheidet.

Sollte ja zum Beispiel nicht so schwer sein, dass der Feldschiedsrichter mit einem Kollegen vor der Kamera in Funkverbindung steht...

Gerechtigkeit für Timoschenko:-)


Gast: gert3344
20.06.2012 15:09
1

sicherlich ist das ungünstig

was da passiert ist, nur der torrichter hat den bruchteil von einer sekunde zeit zu entscheiden "war der ball mit vollem umfang über der torlinie" das ist unmöglich, der torrichter hat nun mal keine zeitlupe und mehrere kameraeinstellungen

ohne technische hilfsmittel mittels kamera wird man so etwas nie ausschließen können

Antworten Gast: mrfies
20.06.2012 16:19
0

Re: sicherlich ist das ungünstig

In diesem Fall hatte der Torrichter aber einen entscheidenden Vorteil: der Ball kam in einem schönen Bogen relativ langsam angeflogen (wenn wir die Aktion mal mit einem > 100 km/h-Fernschuss vergleichen...). Zudem kam auch Terry von Weitem dahergerannt. Ergo: eine solch strittige Situation war schon vorherzusehen, der Torrichter hätte sich also darauf einstellen und voll konzentrieren können.

Gast: Fan
20.06.2012 14:49
3

Alle Zeitungen schreiben davon, ...

dass der Ukraine ein Tor "gestohlen" wurde. Keine Zeitung schreibt davon, dass - wäre dieses Tor gegeben worden - die Engländer erneut auf Grund einer falschen Schiedrichterentscheidung massiv benachteiligt wären.

Ungeachtet des Fehlers, der auch offensichtlich ist und der auch die Diskussion neu entfachen wird: man muss sich die gesamte Spielszene ansehen. Man wird wahrnehmen, dass bereits der Linienrichter einen Fehler gemacht hat, da er das Abseits des ukrainischen Spielers nicht erkannt/angezeigt hat. Somit ist es für mich eine Art ausgleichende Gerechtigtkeit.

Dieses ausgleichende Gerechtigkeit darf aber auch nicht dazu führen, dass sich Fehler gegenseitig aufheben. Die Fehler müssen sicherlich angesprochen und abgestellt werden. Bis zur Leistung vom Schiedsrichter Stark (Spanien-Kroatien) finde ich dennoch, dass es eine äußerst gut Leistung der Schiedrichter beim Turnir gegeben hat.

Gast: lola
20.06.2012 14:21
1

Abseits war eine andere Situation und die andere Situation steht für sich alleine

Wennn ich hier höre...ja das war sowiso Abseits. Was hat es mit der anderen Fehl- Entscheidung zutun...Der Ball wurde freigegeben . Punkt. Die andere Situation.. Das man davor steht..sonst keine Aufgabe hat, außer zu gucken ob er drinn ist oder nicht..dann nix oder nix sehen will und das Tor nicht gibt...ist vom Prinzip her eine falsche Sache..man sollte das ganze gedöns abschaffen.

Übrigens; das nicht gesehenen Abseit und dann das nicht gesehene Tor...alles in kürzerster Zeit..macht es für mich noch zu einem GRÖSSEREN SKANADAL. als das tor alleine. also von wegen,dass wäre doch sowiso abseits..blabla bla..allein so eine Assage lässt mir es kalt den Rücken runter...

Antworten Gast: ido
20.06.2012 15:34
1

Re: Abseits war eine andere Situation und die andere Situation steht für sich alleine

das waren 2 Fehlentscheidungen - so etwas sollte nicht sein, und man muss ganz sicher darüber reden, wie so etwas verhindert werden kann, aber es ist ganz bestimmt kein "SKANADAL"

Das Traurige dabei ist, das die Technologie um zumindest Torentscheidungen zu verdeutlichen schon lange in den Schubladen liegt, aber die Saurierriege in der FIFA sich vehement dagegen wehren.

Gast: advo
20.06.2012 14:17
1

Mit Blindheit geschlagen

Ein Spieler schlägt hinter der Torlinie den Ball weg und der wenige Meter vom Tor befindliche zusätzliche Torschiedsrichter will nicht gesehen haben, dass dieser eine volle Umdrehung darüber war.
Wozu dieses Theater mit den zusätzlichen Torrichtern wenn diese schlafen oder fehlsichtig sind oder sein wollen!
Dieser Vorfall sieht eher bereits nach einer absichtlichen Benachteiligung der Ukraine aus.

Gast: weldi
20.06.2012 13:11
2

Das grenzt schon an Zensur!

Lesen Sie sich den Spielbericht der UEFA durch... einfach nur lächerlich.... Eine Fehlentscheidung des Schiedsrichtergespanns wird nicht einmal erwähnt!

http://de.uefa.com/uefaeuro/season=2012/matches/round=15172/match=2003342/postmatch/report/index.html#rooney+schießt+ukraine+turnier

Antworten Gast: ido
20.06.2012 15:36
0

Re: Das grenzt schon an Zensur!

ich habe den Bericht nicht gelesen, aber egal was da (nicht) drin steht, um Zensur handelt es sich nie und nimmer; mit dem Wort sollte man etwas vorsichtiger umgehen, besonders hier im Forum wird es sehr inflationär verwendet...

Gast: Gast: Leser
20.06.2012 13:10
3

aon.914910282@aon.at

Um die Sache etwas zu relativieren: auch mit einem Unentschieden wären die Ukrainer ausgeschieden. Allerdings hätte ein 1:1 in den letzten Minuten vielleicht noch ungeahnte Kräfte zum Sieg aufgerufen

Gast: mijuu
20.06.2012 12:59
5

Abseits

Es war ohnehin Abseits, das Tor anzuerkennen wäre also eine eklatante Fehlentscheidung gewesen.

Antworten Gast: sid
20.06.2012 14:24
2

Re: Abseits

Sie haben recht, es war Abseits, aber wenn ich schon keine Technik verwende, dann erwarte ich mir, dass man zu seinen Fehlern steht, und nicht den Einen durch einen Anderen kompensiert.

Das ist keine Lösung für Fehlentscheidungen. Ich steh zu meinen Fehlern, oder ich verwende Technik (allerdings wird es dadurch schwer, ein Spiel zu "lenken", und das haben die Wettbüros nicht gerne)

Re: Abseits

Stimmt. Aber ich bezweifel doch, dass der Schiri da gedacht hat: "Hm, das war jetzt wahrscheinlich falsch, na dann geben ma einfach das Tor ned, dann gleicht si alles wieder aus."

Antworten Antworten Gast: Dereinerfraudieabseitsregelerklärende
20.06.2012 14:30
0

Re: Re: Abseits

weiblich??

Antworten Gast: Schiri
20.06.2012 13:34
2

Re: Abseits

Aber da steht ein Enländer doch fast hinter der Torlinie, wie soll das Tor eine Abseitstor gewesen sein? Der ist doch sicher nicht schneller als der Ball dort hingelaufen.

Antworten Antworten Gast: sid
20.06.2012 14:29
2

Re: Re: Abseits

..der Pass in die Tiefe war Abseits. Aber wenn ich jetzt anfange nach dem Motto "ausgleichende Ungerechtigkeit" zu pfeifen, werden die Schiri's bald Fehlentscheidungstabellen mitnehmen müssen. Und WENN der Schiri wusste, dass es bereits Abseits war- wieso pfeift er's nicht gleich?

Re: Re: Abseits

Abseits hat mit dem Zeitpunkt der Ballabgabe zu tun. Und zu diesem Zeitpunkt stand ein Ukrainer im Abseits! Also: Tor hätte eh nicht gegeben werden dürfen!

Antworten Antworten Antworten Gast: yoshi1
20.06.2012 14:15
3

Re: Re: Re: Abseits

Unrecht + Unrecht = Recht ?

Interessant.

Re: Re: Re: Re: Abseits

Im Endeffekt wurde ein irreguläres Tor nicht gegeben. Ich sehe da kein Problem.

Gast: Geh kommts!
20.06.2012 12:58
2

Quenn Mum

Der war aber auch klar im Abseits. Insofern war der Treffer irregulär, auch wenn der Ball über der Linie war. ungerecht * ungerecht = gerecht

Gast: austria wien
20.06.2012 12:55
3

torrichter

es wird zeit, dass uns die uefa mit diesen typen verschont. wenn einer 5 meter mit klarer sicht zum ball nichts sieht, kann es nur 2 möglichkeiten geben - 1) wettskandal, 2) blind.
das gehabe von diesen clowns ist mehr als peinlich. springen um, wie das rumpelstilzchen und schauen dümmlich aus ihrer schiridress.

Antworten Gast: ido
20.06.2012 15:41
0

Re: torrichter

Ich bin zwar selbst kein Freund der Torrichter, aber die Aussage von dir ist kompletter Schwachsinn. Gerade in diesem Spiel, wo es gerademal im Fernsehen per Standbild eindeutig ersichtlich war, dass der Ball über der Linie war, ist ein Fehler sehr verständlich.

Dein Nick passt zu deiner Aussage!

Gast: Hansi0815
20.06.2012 12:54
1

Abseits

War doch vorher schon längst Abseits!

Es wird endlich Zeit

, dass der Videobeweis von der FIFA/UEFA anerkannt wird, denn wird sind im 21. Jhd angekommen. Außerdem sind die Torrichter, wie es sich gestern nicht besser zeigen konnte, absolut nutzlos und im besten fall Arbeitsplätze für Griechen ^^!

Gast: FCB
20.06.2012 12:42
6

Wann endlich

gibt's elektronische Hilfen im Fußball?!?!?!

Da steht der Torraumschiri daneben und gibt das Tor nicht einfach unfassbar!
Die Konten dieses Herrn gehören jedenfalls auf fragwürdige Zahlungen abgeklopft und, dass er internat. nicht mehr eingesetzt werden darf, versteht sich (hoffentlich) von selbst.


 
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