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Griechenland - Deutschland: „Auf in den Kampf“

21.06.2012 | 16:20 |  Von Wolfgang Wiederstein (Die Presse)

Nach einer Selbstbeschreibung besteht die griechische Mannschaft aus 22 unermüdlichen Kriegern. Die haben zwar keine wirklich außergewöhnlichen Stärken, vor allem aber nicht leicht ausnützbare Schwächen.

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Danzig/Wien. Wenn die Griechen etwas beherrschen, dann ist es die Kunst, im Fußball immer dann zuzuschlagen, wenn es entscheidend ist. Oder zumindest dann aufzutrumpfen, wenn man nicht unbedingt damit rechnet. Das ist eine Gabe, die auch Teamchef Fernando Santos schätzen gelernt hat. Die Wehrhaftigkeit der Mannschaft ist bemerkenswert, die Griechen sind bei dieser EM zu einer Art Trutzburg geworden. Dass die Auswahl im Vorfeld nicht wirklich ernst genommen wurde, das hat die stolzen Griechen weniger verletzt, sondern vielmehr angestachelt. Der Underdog hat seine Muskeln in der Vorrunde schon spielen lassen, das Viertelfinale gegen Deutschland ist die erste Zugabe. „Wir werden kämpfen, kämpfen, kämpfen“, sagt Kyriakos Papadopoulos, der für Schalke 04 spielt. „Wir sind in einer komfortablen Situation – wir haben unser Ziel schon erreicht, haben nichts mehr zu verlieren. Auf in den Kampf.“

Einer für alle, alle für einen

Wer die Griechen in die Mangel nehmen will, der muss sich auf ein hartes Stück Arbeit gefasst machen. Auch die Russen sind an den Hellenen verzweifelt. Gegen die Löw-Truppe fehlt allerdings Routinier Giorgios Karagounis, Kapitän, Motor und Mitorganisator des gesamten Abwehrblocks, der mitunter bis zu zehn Mann umfassen kann. „Gegen Deutschland werden 22 Krieger in der Kabine sitzen“, kündigte Dimitrios Salpingidis an. „So einfach wird man uns nicht in die Knie zwingen können.“ Wobei die Elf als echtes Kollektiv besticht. Ohne große Stärken, aber auch ohne große Schwächen. Wer eine Lücke finden will, der muss schon raffiniert und schnell genug sein. „Bei uns opfert sich einer für den anderen auf“, erklärt Kostas Katsouranis. Einer für alle, alle für einen. Von elf Freunden spricht der Europameister von 2004 lieber nicht. Das überlässt er lieber dem Gegner.

„Bringt uns jetzt die Merkel“, schrieb das Sportblatt „Goal-News“ schon zu einem Zeitpunkt, als der Viertelfinalgegner noch gar nicht festgestanden ist. Der Wunsch der Griechen geht heute in der Arena Gdansk in Erfüllung. Wobei auch die Griechen wissen, wie es um die Rollenverteilung bestellt ist. David gegen Goliath heißt das altbekannte Spiel. „Und anstatt der davidschen Steinschleuder verfügen die Griechen über rehhagelsche Defensivkünste.“ Otto Rehhagel ist und bleibt der Lieblingsdeutsche, er ist als Rehhakles in die griechische Fußballgeschichte eingegangen. „Unterschätzt meine Griechen nicht“, warnte er in der „Bild“. Er selbst werde das heutige Duell als Zerrissener erleben. Was die Leidenschaft betrifft, so erkennt er jedenfalls Parallelen zum Jahr 2004.

Die griechischen Spieler haben vor wenigen Tagen noch offen über die Situation in der Heimat gesprochen, neuerdings aber hat man das Kapitel zumindest offiziell geschlossen. Die Nationalmannschaft verbittet sich Fragen zur politischen Situation. Weil sie die Diskussionen um die Finanzkrise nicht mehr hören können. „Bitte Fragen zum Spiel“, predigte Pressesprecher Michael Tsapidis unermüdlich. „Und zwar ausschließlich Fragen zum Spiel. Wir sind hier, um Fußball zu spielen . . .“

„Spielen für alle Griechen“

Die Griechen werden auch in Warschau oder heute in Danzig von der Krise eingeholt. Fernhalten kann das auch der Teamchef oder der Pressesprecher nicht. „Wir spielen nicht nur für uns, sondern für alle Griechen“, sagt Teamstürmer Samaras. „Die Leute warten schon lange auf einen Grund zum Lächeln. Und den haben wir ihnen gegeben. Vielleicht gelingt es uns ein weiteres Mal.“

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22 Kommentare
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Wenn die Griechen gewinnen,

sollten die Deutschen ihnen alle Schulden erlassen.

Falls die Deutschen gewinnen, gehört Griechenland ihnen.

Heute ist der Tag der großen Entscheidung.
Das wird spannend.

Ich wünsche den Griechen ein gutes Gelingen. Viele Chancen gebe ich ihnen trotzdem nicht.

Gast: Fairer Sportsmann
22.06.2012 20:06
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Beim Fußball gewinnt nicht immer die bessere Mannschaft,

es spielt auch immer dass Glück mit.

Ich wünsche es den Deutschen genauso wie den Griechen.


Gast: Witz des Tages
22.06.2012 19:56
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Wie heißt die griechische Startelf, fragt die Internet-Gemeinde.

Die Witz-Antwort:

Geldwegopolus, Krisos, Insolvenzos, Kreditos, Bankrottos, Nixeuros, Ruinos, Pleitos, Blankos, Noliquidos, Fiaskos.

Ein bißchen Spaß muss sein.

Gast: b754
22.06.2012 18:28
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es wäre eine tolle sachen wenn ausgerechnet die griechen die deutschen eliminieren

ich wünsche euch alles gute

Re: es wäre eine tolle sachen wenn ausgerechnet die griechen die deutschen eliminieren

....und ewig stinkt die löchrige rote Socke ......

Antworten Gast: devil muttalib
22.06.2012 19:50
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Re: es wäre eine tolle sachen wenn ausgerechnet die griechen die deutschen eliminieren

Wie war`s heute?

Antworten Gast: hzre
22.06.2012 19:40
2 0

Re: es wäre eine tolle sachen wenn ausgerechnet die griechen die deutschen eliminieren

hauptsache gegen deutschland, egal warum.

Re: es wäre eine tolle sachen wenn ausgerechnet die griechen die deutschen eliminieren

Wo kommen Sie daher??????

Gast: soccerfan 445
22.06.2012 18:27
1 1

Die Deutschen sollten die stolzen Griechen gewinnen lassen. Vielleicht sind sie dann so "grosszügig", ihre Schulden zu bezahlen . . . .


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Re: Die Deutschen sollten die stolzen Griechen gewinnen lassen. Vielleicht sind sie dann so "grosszügig", ihre Schulden zu bezahlen . . . .

Die griechischen Spieler werden heute mit deutschem Geld bezahlt.

Das ist die Ironie der Geschichte.

Der Bessere soll gewinnen

Als Grieche wünsche ich mir ein interessantes Spiel und ein Weiterkommen der Griechen.
Sollte dies gegen die Deutsche Mannschaft gelingen, glaube ich, dass sich auch weitere Europäer freuen würden. Das hat weniger mit Politik und Merkel zu tun, als mit dem Hochmut der deutschen Medien.
Erstens ist die deutsche Mannschaft, nach zugegeben einer tollen Qualifikation, nicht die Top- Mannschaft des Turniers. Hier wird sehr viel schöngeredet.
Zweitens, um auf den Hochmut zu kommen, es ist erstaunlich, wie in der Fussballberichterstattung der deutschen Medien die Politik immer wieder mit vermischt wird. Es dominiert eine "wirtschaftliche Arroganz" mit der man anderen Nationen auch im Fussball begegnet. Stellvertretend hierzu die gestrige Talkshow von Lanz mit Aussagen der Gäste, wie z.B. Pleitestaaten, oder seine eigene Aussage zum eventuellen Halbfinale zwischen Portugal und Spanien: "die Not trifft auf das Elend".

Re: Der Bessere soll gewinnen

Sowohl die deutschen wie die griechischen Medien verquicken Sport mit Wirtschaft und Politik in fragwürdiger Weise! Aber auch ein noch so klarer Sieg der Hellenen ändert an deren prekären ökonomischen Situation keinen Millimeter hin zum Besseren. Und was Sie als "wirtschaftliche Arroganz" bezeichnen, das ist eben das Ergebnis dessen, was man sich mit einem ordentlich verwalteten Staat im Laufe vieler Jahrzehnte geschaffen hat. Man muß damit nicht extra angeben; die reinen Fakten sprechen ohnehin für sich selbst! Aber wenn andere um Geld betteln, dann wird man ihnen doch wohl noch sagen dürfen, was sie an der eigenen Verwaltung verbessern können und daß man mit konsequenter "Steuervermeidung" und Korruption kein funktionierendes Staatsgebilde schafft...

Re: Re: Der Bessere soll gewinnen

Kann ich nur zustimmen und ergänzen:
Der "alte olympische Charakter der Völkerverbindung" ist wohl im Laufe der Zeit zu einem wirtschaftlichen übergelaufen; fragwürdig oder nicht; Ist so!

zwei Leerzeilen: mögen die Griechen ihre Energie in helenische Arbeit u. Ehrlichkeit und nicht nur in sportl. Arroganz stecken ......

Der Sieg von Deutschland gefaehrdet Europa!

Russland hat Militaerbasen auf Zypern gegen Kredite schon gesichert. Die Russen könnten das gleiche auch in Griechenland machen, wenn die Griechen verlieren!

Re: Der Sieg von Deutschland gefaehrdet Europa!

Sie haben vermutl. zuviel "Privatfernsehen" geschaut!

Lustig........

Fällt euch was auf? Alle reden von Danzig und Breslau ! Beides waren bis 1945 deutsche Städte und durften bis vor wenigen Jahren offiziell nur Gdansk und Wroclaw genannt werden..... man merkt, dass Deutschland wieder den Ton angibt in Europa.............

Re: Lustig........

Ist wohl nicht das Thema; -in Ö streit ma a um Ortstafeln!

Antworten Gast: Krefeld.
22.06.2012 17:36
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Re: Lustig........

Viele Orte haben eben auch deutsche Namen. Was soll dieses platte Ausdrucksweise. Der Name Lemberg ist für Kulturschaffende Musik in den Ohren. Der ukrainische Ausdruck bedeutet nichts. In Deutschland war die Bezeichnung der Städte nie verboten. Polen hat das nicht gerne gesehen. Polen interessiert nicht. Der plumpe Nationalismus in Polen muß bekämpft werden.

Re: Re: Lustig........

Auch Wien wird in jeder Sprache anders geschrieben und ausgesprochen; na und? Tut uns das weh? Ganz sicher nicht! Und Brünn klingt eben in unseren Ohren sympathischer als Brno. Gdansk und Wroclaw wiederum sind richtige Zungenbrecher; Danzig und Breslau gehen uns leichter von den Lippen!

Re: Lustig........

Ob das gut ist?

Re: Re: Lustig........

Glauben Sie nicht, daß Deutschland reifer und demokratischer ist wir Österreicher?
Sehen Sie sich doch nur den intelligenzfreien Beitrag von "Dr.House" an. Vom Fußball ganz zu schweigen, kann man die Jogi-Mannschaft eigentlich nicht mögen?

Re: Re: Lustig........

Lieber Aaron,
dıu solltest entlich verstehen, dass die Beile schon ausgegraben sind!
Du solltest in der neuen Siedlung auf West Jordan eine Wohnung erwerben!