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Portugal kann jeden Gegner müde spielen

22.06.2012 | 18:35 |   (Die Presse)

Tschechien war im Viertelfinale ein dankbarer Gegner. Jetzt will man Versäumtes nachholen.

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Warschau/Wien/Cg. Cristiano Ronaldos Tor in der 79. Minute war gleichbedeutend mit Tschechiens Scheitern im Viertelfinale. Der Außenseiter hatte in der Schlussphase des Spiels nichts mehr zuzusetzen, man musste schließlich das ganze Spiel über Ball und Gegner hinterherlaufen. „Am Ende hat uns die Kraft verlassen“, erkannte Mittelfeldspieler Vladimir Darida. Auch Teamchef Michal Bílek sah seine Mannschaft am physischen Limit. „Wir haben unsere Stärke und Energie verloren.“

Untröstlich war auf Seiten der Verlierer aber niemand. Das Turnier verlief nach der Auftaktniederlage gegen Russland (1:4) letztlich dennoch erfolgreich. „Für uns war das Viertelfinale schon ein großer Erfolg“, betonte Bílek, der künftig nicht mehr auf die Dienste von Milan Baroš bauen kann. Der 30-Jährige erklärte unmittelbar nach dem Spiel seine Teamkarriere für beendet. Der verletzte Spielmacher Tomáš Rosický spekuliert mit dem gleichen Schritt.

Im Lager der Portugiesen denkt freilich niemand an ein Ende. Speziell in Halbzeit zwei bewiesen Ronaldo und Co. „Qualität und Konstanz“, wie Teamchef Paulo Bento stolz diktierte. Acht Jahre nachdem man bei der Heim-Europameisterschaft den Titelgewinn verpasst hat, will man in Polen und der Ukraine zum großen Coup ausholen. Doch zuerst muss das Finale erreicht werden. Ronaldo selbstbewusst: „Wir wissen, dass es gegen Spanien oder Frankreich hart wird, aber wir sind bereit für den Kampf.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.06.2012)

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