Grosny-Präsident beschimpft Referee über Lautsprecher

18.03.2013 | 15:45 |   (DiePresse.com)

Klubchef Ramsan Kadyrow bezeichnete den Schiedsrichter via Stadionanlage zunächst als "Trottel" und behauptete dann, er sei gekauft.

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Weil der Schiedsrichter via Lautsprecherdurchsage als "Trottel" beschimpft worden ist, droht dem russischen Erstligisten Terek Grosny eine Platzsperre von bis zu fünf Spielen. Der Kontrollausschuss habe eine Stellungnahme zu dem Vorfall angefordert, sagte Ligachef Sergej Tscheban der Zeitung "Sport Express".

"Der Schiedsrichter ist gekauft", hieß es über die Stadionsprecher im Meisterschaftsmatch gegen Rubin Kasan (0:0), nachdem Referee Michail Wilkow den Terek-Kapitän Riswan Uzijew ausgeschlossen hatte. Das Publikum johlte lautstark, wie im Fernsehen zu hören war.

Erst danach stellte sich heraus, dass Terek-Präsident Ramsan Kadyrow, zugleich Machthaber des Ex-Kriegsgebietes Tschetschenien im Nordkaukasus, höchstpersönlich zum Mikrofon gegriffen hatte. Auch gegenüber Journalisten kritisierte er den Schiedsrichter scharf. "Er hat alles getan, um den Spielverlauf zu ändern", meinte der umstrittene Kadyrow. Wilkow sei korrupt.

(ag)

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