Das historische Remis der Debütanten

Leipzigs Premiere in der Champions League und damit der vorläufige Höhepunkt des Red-Bull-Fußballengagements endete mit einem glanzlosen 1:1 gegen AS Monaco.

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APA/AFP/JOHN MACDOUGALL

Nur 3039 Tage lagen zwischen der Gründung von RB Leipzig (Mai 2009) und dem Debüt des Klubs in der Champions League. Die Premiere in der Königsklasse und damit der vorläufige Höhepunkt des Red-Bull-Fußballengagements brachte zwar nicht den erhofften Sieg, am Ende aber ein solides 1:1 gegen AS Monaco.

Leipzig ohne den angeschlagenen Naby Keïta, aber mit den ÖFB-Legionären Stefan Ilsanker und Marcel Sabitzer in der Startelf, hatte viel Ballbesitz (57 Prozent), leistete sich aber auch Ballverluste. Die erste Torchance fand Yussuf Poulsen bezeichnenderweise nach einem Eckball, also einer Standardsituation vor (24.). Dann aber blitzte der überfallsartige Tempofußball, der den Aufsteiger zum deutschen Vizemeister gemacht hat, für einen Moment auf: Emil Forsberg, der beste Vorlagengeber der deutschen Bundesliga, vollendete einen Konter mustergültig zum 1:0 (33.).

Die Monegassen, immerhin Halbfinalisten der Vorsaison, mussten im Sommer zwar den Abgang ihrer Leistungsträger verkraften, hatten in der Red-Bull-Arena aber die richtige Antwort parat. Während Leipzigs Anhang noch den historischen ersten Europacup-Treffer bejubelte, erzielte Youri Tielemans den Ausgleich (35.).

Leipzigs Timo Werner, von Real Madrid umworben, verpasste noch eine Topchance (43.), die Truppe von Ralph Hasenhüttl – der Steirer wurde vom Heimpublikum frenetisch empfangen – bekam die Partie nach und nach besser in den Griff, einzig vor dem gegnerischen Strafraum fehlte die nötige Klasse.

 

Seltener Sieg im Wembley

Der Schlager des Spieltags wurde für Tottenham zum Befreiungsschlag. In der Liga schwächelt Englands Vizemeister, das Wembley Stadion (die White Hart Lane wird umgebaut) hatte sich bisher nicht als Glücksfall erwiesen. Gegen Borussia Dortmund aber gelang den Spurs der erst zweite Sieg in den jüngsten zwölf Partien im ungeliebten Ausweichstadion.

Heung-min Son stellte gleich in Minute vier auf 1:0. Dortmunds Andrij Jarmolenko, als Ersatz für Ousmane Dembélé verpflichtet, besorgte den sehenswerten Ausgleich (11.), ehe Tottenham-Torjäger Harry Kane (15., 60.) den 3:1-Sieg für die Gastgeber fixierte. Ein Auftakt nach Wunsch für die Londoner in der hochkarätig besetzten Gruppe H, in der auch noch Titelverteidiger Real Madrid (3:0 gegen Nikosia, zwei Tore durch Cristiano Ronaldo) mitmischt.(joe)

1. Spieltag

Gruppe E:

Liverpool – FC Sevilla 2:2, NK Maribor – Spartak Moskau 1:1.

Gruppe F:

Schachtar Donezk – SSC Napoli 2:1, Feyenoord Rotterdam – Manchester City 0:4.

Gruppe G:

RB Leipzig (Trainer Hasenhüttl; Ilsanker, Sabitzer) – AS Monaco 1:1, FC Porto – Besiktas Istanbul 1:3.

Gruppe H:

Tottenham Hotspur – Borussia Dortmund 3:1, Real Madrid – APOEL Nikosia 3:0.


[NUG8I]

(red.)

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