Bundesliga

Salzburg ist auf Meisterkurs

Die Austria wurde Zeuge einer Salzburger Galavorstellun und verabschiedete sich auch offiziell aus dem Titelrennen. Rapid kommt nicht vom Fleck.

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(c) GEPA pictures (GEPA pictures/ Matthias Hauer)

Salzburg/Wien. Zumindest die Austria kann Salzburg wohl nicht mehr von der Titelverteidigung abhalten. 5:0 hat der Meister die Wiener abgefertigt, ein Ergebnis, das die Kräfteverhältnisse in der Bundesliga offenbart, immerhin spielte der Tabellenerste gegen den Dritten. Berisha (33.), Ulmer (48.), Hwang (78., 90.) und Radosevic (84.) besorgten die Treffer, die Gäste blieben erstmals in dieser Saison ohne Torerfolg. „Sie haben ihre Chancen sofort genutzt. Dass man gleich 0:5 verliert, nervt natürlich“, meinte Austria-Coach Thorsten Fink, dessen Mannschaft die Partie in den ersten 30 Minuten sogar kontrolliert hatte. „Wir haben ihnen viel Raum gelassen“, erklärte Torschütze Valon Berisha den Salzburger Fehlstart.

Trainer Oscar Garcia aber stellte um, das viel gelobte Pressing des Meisters war plötzlich wieder zurück, das Schützenfest nahm seinen Lauf. Dass die Austria am Ende dennoch mehr Ballbesitz verzeichnete (60:40), war kein Trost für die Wiener, sie warten nun schon seit zehn Liga-Duellen auf einen vollen Erfolg gegen Salzburg, die jüngsten fünf Spiele wurden allesamt verloren. „Wir waren die qualitativ schlechtere Mannschaft“, resümierte Trainer Fink und erklärte: „Neun Punkte auf Red Bull aufzuholen, ist nicht mehr möglich, wir konzentrieren uns auf Platz zwei.“ Salzburg hat seine ungeschlagene Serie auf zehn Partien ausgebaut und stürmt weiter unaufhaltsam zur Titelverteidigung.

Grünweißer Absturz

Die Krise von Rapid nimmt indes immer massivere Ausmaße an. Nach dem Heim-1:1 gegen Mattersburg warten die Hütteldorfer schon seit sieben Runden auf einen vollen Erfolg und rutschten in der Tabelle auf Rang sieben ab. Die Pflichtspiel-Bilanz unter Trainer Damir Canadi: zwei Siege, fünf Remis und sieben Niederlagen. Nur Schlusslicht Ried war in den zwölf Meisterschafts-Partien seit Canadis Amtsantritt erfolgloser. „Wir spielen den letzten Pass nicht konsequent rein, sondern machen oft arrogante Pässe oder No-Look-Pässe“, ärgerte sich der Wiener. Wohl auch deswegen hat Rapid in den 14 Partien unter seiner Regentschaft nur 13 Tore erzielt.

Nur noch sieben Punkte liegt Rapid vor Tabellenschlusslicht Ried. Der Rekordmeister ist neben Stadtrivale Austria der einzige Klub, der immer im Oberhaus vertreten war. Das wird auch so bleiben, sagt Verteidiger Mario Sonnleitner: „Mit dem Abstiegskampf befasse ich mich nicht.“ Ob Rapid wirklich um den Klassenerhalt wird kämpfen müssen, dürfte sich in den kommenden beiden Liga-Partien entscheiden, jeweils auswärts gegen St. Pölten und Ried. Sollten auch diese Matches nicht gewonnen werden, hätte Rapid einen grünweißen Allzeit-Negativrekord eingestellt. Zuletzt gab es neun sieglose Runden vier Jahren. Am ehesten erinnert die aktuelle Misere an das Spieljahr 2001/02, als man nach 26 Liga-Partien ebenfalls mit 30 Punkten an siebenter Stelle lag. Am Ende wurde mit Rang acht die schlechteste Platzierung der Vereinsgeschichte eingefahren.

(Red.)

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