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Gewitter wird zum Spielverderber bei Austrian Open

26.07.2012 | 21:05 |   (DiePresse.com)

Auch die zweite Runde konnte in Atzenbrugg wegen eines heftigen Unwetters nicht zu Ende gespielt werden. In Führung liegt derzeit der Däne Thorbjörn Olesen mit 12 unter Par nach 36 Löchern.

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Die Lyoness-Golf-Open sind am zweiten Tag wegen eines Unwetters und Regens abgebrochen worden. Nachdem zunächst wie schon am Mittwoch unterbrochen worden war, wurde um 18.00 Uhr verkündet, dass am Donnerstag nicht mehr weitergespielt wird. Zu diesem Zeitpunkt hatte nur die Hälfte des Feldes ihre zweite Runde beendet. Alleiniger Führender war der Däne Thorbjörn Olesen mit 12 unter Par nach 36 Löchern, der Österreicher Bernd Wiesberger war mit 7 unter Par geteilter Vierter.

Allerdings waren da die Nachmittagsgruppen noch allesamt unterwegs. Darunter auch der Spanier Pablo Larrazabal, der am ersten Tag mit 64 Schlägen den Platzrekord eingestellt hatte.

Dass im Gegensatz zum Mittwoch (vierstündige Regenunterbrechung) auch am Donnerstag das Turnier fortgesetzt wird, war eher unwahrscheinlich. Zwar blieb es nach dem Abbruch zunächst noch trocken und warm, eine Stunde später setzte aber heftiger Regen ein. Der Meterologe der PGA-Tour hatte das vom Norden heranziehende und heftige Unwetter über der Anlage des Diamond Country Club im Tullnerfeld vorhergesagt.

Blitzgefahr für Spieler zu groß

Im Golf ist Regen an sich kein Problem. Auch am Mittwoch hatte man bei strömendem Regen so lange weiterspielen lassen, bis der Platz kein Wasser mehr aufnehmen konnte. Grund für einen Abbruch im Golf ist eher die Blitzschlaggefahr, nachdem die Spieler mit Eisen-Schlägern agieren und den Unwettern auf den freien Fairways meist schutzlos ausgeliefert sind. 1974 wurde beispielsweise der US-Major-Sieger Lee Trevino bei einem Turnier vom Blitz getroffen und dabei schwer verletzt.

Berechtigte Hoffnungen auf den Cut machten sich in Atzenbrugg auch noch Christoph Pfau und Manuel Trappel. Der Salzburger Profi Pfau hatte im Vorjahr bei der Austrian PGA Championship mit der tiefsten jemals in Österreich erzielten Golfrunde von 58 Schlägen (13 unter Par) für Furore gesorgt, danach aber sogar mit dem Aufhören spekuliert. Nach 27 Löchern lag der Salzburger auf eins unter Par und damit im Cut.

Trappel darf noch auf Cut hoffen

Auch Amateur-Europameister Trappel durfte nach einer Par-Runde am Donnerstag (72 Schläge) und einem Gesamtscore von 145 (+1) noch hoffen. Der 22-jährige Vorarlberger hat in der Vorwoche als erster ÖGV-Amateur bei den British Open gespielt, dort den Cut aber klar verpasst. "Umso wichtiger war es, hierherzukommen und gleich wieder Selbstvertrauen zu tanken. Es wäre schön, wieder einen Cut bei einem Profiturnier geschafft zu haben", sagte Trappel nach seiner zweiten Runde.

In den Kampf um die absoluten Spitzenplätze werden aber weder Pfau noch Trappel eingreifen können. Zu stark agieren Olesen oder der Franzose Thomas Levet. Vor allem Olesen ist in einer Traumform, was Platz neun bei den Open bewies. "Er ist dort im Rampenlicht gestanden, hat mit Tiger Woods gespielt und kommt mit ganz breiter Brust hierher. Er wird schwer zu schlagen sein", war Österreichs derzeit verletzter Top-Golfprofi Martin Wiegele überzeugt.

(APA)

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