19.06.2013 12:42 Merkliste 0

Tour de France: Doping-Razzia endet mit Festnahme

10.07.2012 | 18:50 |   (DiePresse.com)

Die französische Polizei durchsuchte am Dienstag das Teamhotel von Cofidis in Bourg-en-Bresse und nahm den Cofidis-Fahrer Remy Di Gregorio fest.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Die Tour de France hat am ersten Ruhetag wieder einmal Dopingschlagzeilen gemacht. Der Franzose Remy Di Gregorio wurde festgenommen und zu Befragungen in seine Heimatstadt Marseille gebracht. Im Teamhotel von Cofidis durchsuchte die Polizei sein Zimmer.

"Das ist eine ernste Sache", sagte Cofidis-Teammanager Yvon Sanquer. Das Team suspendierte den 26-jährigen Profi sofort. Die Mannschaft werde aber am Mittwoch in Macon am Start der 10. Tour-Etappe stehen, sagte Sanquer. "Es handelt sich um einen einzelnen Fahrer, der individuell gehandelt hat. Es ist niemand anderes betroffen. Wie wollen nicht alle Fahrer für das Fehlverhalten eines einzelnen büßen lassen", ergänzte der Manager.

Di Gregorio soll nach Informationen der "L'Equipe" durch ein Telefonat mit einem potenziellen Dopinghändler aufgefallen sein. Sanquer ließ durchblicken, dass die Polizei möglicherweise eine frische Lieferung von Dopingpräparaten erwartet haben könnte - deshalb erfolgte der Zugriff. Sanquer berichtete, dass die Beamten aus Gregorios Zimmer Gegenstände beschlagnahmt hätten.

Staatsanwalt Jacques Dallest erklärte der französischen Nachrichtenagentur AFP, Di Gregorio werde wegen des Vorwurfs des organisierten Handels mit Dopingmitteln verhört. Zwei weitere Personen sollen ebenfalls in Marseille befragt worden sein.

Di Gregorio, der im Vorjahr eine Etappe von Paris-Nizza gewonnen hat, liegt nach neun Tour-Etappen auf dem 35. Gesamtrang. Gegen den 26-Jährigen waren bereits im Vorjahr Ermittlungen wegen Dopingverdachts eingeleitet worden. Damals fuhr der Franzose noch für das kasachische Astana-Team.

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

Mehr auf DiePresse.com