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„Der Sport darf kein Bittsteller werden“

11.07.2012 | 18:23 |  WOLFGANG WIEDERSTEIN (Die Presse)

Österreich schnürt ein Forderungspaket zur Reform der Bundessportförderung. BSO-Präsident Peter Wittmann verlangt die Einbindung der Verbände in die Entscheidungsfindung.

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Wien. Der österreichische Sport befindet sich im Umbruch, das geplante Bundessportförderungsgesetz 2013 stößt im Detail jedoch noch nicht auf allgemeine Zustimmung. Zuletzt wurde im Zuge der außerordentlichen Sportversammlung ein Paket mit 16 Punkten einstimmig beschlossen. Das spiegelt auch die Geschlossenheit der rot-weiß-roten Sportverbände wider.

„Mit diesem Forderungspaket wurde wirklich ein eindrucksvolles Zeichen gesetzt. Es zeigt, dass der Sport geschlossen und mit einer Stimme seine Anliegen vertritt“, sagt Peter Wittmann, der Präsident der Bundessportorganisation BSO. „Die Bundessportorganisation bekennt sich zu einem verantwortungsvollen Umgang mit öffentlichen Mitteln. Jedoch finden sich die Grundprinzipien der Autonomie des Sports, nämlich Selbstorganisation und Selbstbestimmung, in diesem Entwurf nicht wieder. Hier müssen wir in Verhandlungen treten.“

 

Frage des Selbstbewusstseins

Peter Wittmann geht es als BSO-Präsident in erster Linie darum, „dass der Sport nicht zu einem Bittsteller verkommt“, wie er im Gespräch mit der „Presse“ betont. „Als Bittsteller beim Staatssport, als Bittsteller beim Minister – das geht nicht.“ Wittmann wünscht sich, dass auch die Verbände in die Entscheidungsfindung mehr eingebunden werden. Er sagt: „Es geht hierbei auch um das Selbstbewusstsein.“ Im Forderungskatalog bildet die Autonomie des Sports auch den ersten Punkt. „Die Autonomie – sie umfasst unter anderem die Mitgestaltung der inhaltlichen Förderprogramme, Entscheidungen eines fachlichen Kriteriensystems oder die Beteiligung in der inhaltlichen Überprüfung der Zielerreichung – des Sports soll
im Bundessportförderungsgesetz 2013 verankert werden.“

Auch der zweite Punkt ist für die Bundessportorganisation essenziell. „Die Struktur des im Entwurf des BSFG 2013 vorgesehenen Fonds entspricht nicht der Autonomie des Sports, insbesondere nicht hinsichtlich der Besetzung der Gremien und der Geschäftsführung und ist daher mit dem Sport abzustimmen.“

Auf Arbeitsgruppenebene sollen nun Streitpunkte ausgeräumt werden. Die Präambel hat die Sportversammlung folgendermaßen formuliert: „Der organisierte Sport ist eine der stärksten Säulen der österreichischen Gesellschaft. Struktur und Rückgrat des Sports werden von tausenden Freiwilligen gebildet. Der Beitrag des Sports zum sozialen und wirtschaftlichen Wohlstand unseres Landes ist unschätzbar. Diese Tatsachen müssen bei der Regelung der Rahmenbedingungen für den Sport maßgebliche Leitlinien sein. Diese Leistungen gilt es im neuen Förderungsgesetz anzuerkennen.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.07.2012)

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6 Kommentare

Darabosch & Wittmann

darabosch will sich den österr.sport unter den nagel reissen und seinen freunde jobs zuschanzen und bso präsident wittmann will sich sein spielzeug bso nicht wegnehmen lassen. mit diesem neuen gesetz ist die autonomie des ö-sports beim teufel und der staatssport beginnt sein teufelswerk(DDR) unter dem motto - der staat hat alles unter kontolle !und alle sitzen dabei und schauen ganz verwundert zu wie sie es sich ein paar freunderl das alles zurechtzupfen.
den medien geht das sowiso nichts an die bringen ein paar einfalslose artikeln dazu -schlecht aufgearbeitet von jounalisten, die keine ahnung von der materie haben.

Gast: Fluggast
14.07.2012 10:56
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SPÖ intern???????

Sind Darabosch und Wittmann nicht von der SPÖ?
Reden die vorher nicht miteinander?

Gast: Fluggast
14.07.2012 10:56
0 0

SPÖ intern???????

Sind Darabosch und Wittmann nicht von der SPÖ?
Reden die vorher nicht miteinander?

Gast: faule willi beobachter
13.07.2012 16:55
0 0

ja der faule willi

Der war auch Staatssekretär und ist er nach einem halben Jahr das erste Mal draufgekommen, dass er neben der Kultur auch für den Sport zuständig ist!

Gast: Fauler Willi
12.07.2012 10:48
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Wo war Er in den letzten zwei Jahren?

Wo war der langjährige Sportsprecher der SPÖ und jetzige BSO, ASKÖ und wos was i Präsident in den letzten zwei Jahren? In der Zeit ist dieses Gesetz im Büro Darabosch erzeugt worden.
Wittmanns Wortspenden kommen in der Regel wenn es zu spät ist. Siehe Freizeitpädagogen,...

Erinnert doch ein bischen an den "faulen Willi"

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cui bono?

hier fordert der amtierende bso präsident die einhaltung der grundprinzipien des sport,
nämlich die autonomie, die selbstorganisation und die selbstbestimmung eingefordert.

dieser forderung ist uneingeschränkt zuzustimmen. nur unter der beibehaltung dieser aspekte wird es auch langfristig
möglich sein qualifizierte, ehrenamtliche funktionäre und betreuer für die führung von sportvereinen zu finden und nur damit
kann es ermöglicht werden, dass der organisierte vereinssport auch weiterhin der größte partner unserer gesellschaft
im bereich der sozialisierung unserer jugend ist!
seinen beitrag zur volksgesundheit und die wirtschaftliche erträge des sports seien hier nur der ordnung halber erwähnt.
ebenso leistet der vereinssport im bereich der integration einen unbezahlbaren und leider auch unbezahlten beitrag.
derzeit gibt es keine nachhaltig erfolgreicher integration, als die durch die sportvereinsfamilie.

damit trägt der sportverein und seine arbeit ganz wesentlich zum sozialen klima in österreich bei. diese
bedeutende errungenschaft ist mit dem neuen gesetzesentwurf ernsthaft in gefahr.

fragt sich nur wozu? wer soll versorgt werden?

und im bezug auf wittmanns aussage kann man nur hoffen, dass er dieselben maßstäbe endlich auch in seinem bereich zur anwendung bringt.
ein geheime wahl seiner person wäre schon ein kleiner schritt in die richtige richtung.