Hockenheim/Fin. Es geschieht selten, dass F-1-Boss Bernie Ecclestone einem Rennen fernbleibt. Sein Truck stand bereit, der rote Teppich war verlegt – doch um Hockenheim machte der 81-jährige Brite einen Bogen und lieferte Nahrung für Spekulationen.
Ecclestone droht in der Schmiergeldaffäre rund um den ehemaligen BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky Ungemach. Laut Angaben der „Süddeutschen Zeitung“ treibt die Staatsanwaltschaft München die Ermittlungen voran. Gribkowsky sagte vor Gericht aus, er habe von Ecclestone 44 Mio. Dollar Schmiergeld für den Verkauf der Formel-1-Anteile an CVC erhalten. Die F-1-Besitzergesellschaft soll mittlerweile eine Kündigungsklausel im Vertrag mit Ecclestone verankert haben.
Der Brite bestreitet Schmiergeldzahlungen. Er beteuert, von Gribkowsky erpresst worden zu sein. Dass Ecclestone an der Rennstrecke hätte verhaftet werden können, blieb eine unerfüllte Hoffnung seiner Kritiker.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.07.2012)

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