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Somalische Olympia-Athletin vermutlich ertrunken

21.08.2012 | 22:21 |   (DiePresse.com)

Samia Yusuf Omar versuchte mit einem Flüchtlingsboot nach Europa kommen. Sie war 2008 bei den Spielen in Peking angetreten.

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Die somalische Leichtathletin Samia Yusuf Omar (21) ist offenbar schon vor längerem beim Versuch, auf dem Seeweg zu den Olympischen Spielen in London 2012 zu kommen, verschollen. Laut Omars Landsmann Abdi Bile soll die junge Sportlerin, die 2008 in Peking die Fahne ihres Landes getragen hatte, auf einem Flüchtlingsboot bei der Reise von Libyen nach Europa ums Leben gekommen sein.

Omar hatte laut dem früheren 1500-m-Weltmeister den Weg nach Europa auf eigenen Antrieb in Angriff genommen, weil unklar war, ob das seit 20 Jahren vom Bürgerkrieg zerrüttete, ostafrikanische Land überhaupt Sportler zu den Spielen in London (27. Juli bis 12. August) schickt. Abdi Bile hatte laut mehreren italienischen Zeitungen, darunter der Gazzetta dello Sport und dem Corriere dello Sport, vom Unfall seiner jungen Landsfrau bei einer Feier für den britischen Doppel-Olympiasieger Mohamed Farah, der ebenfalls in Somalia geboren wurde, erzählt.

Samia Yusuf Omar, die in ihrer Heimat unter äußerst erschwerten Bedingungen trainieren musste, war 2008 in Peking über 200 Meter in 32,16 Sekunden im Vorlauf ausgeschieden. Die damals 17-Jährige war dennoch von den Zuschauern gefeiert worden.

(APA)

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2 Kommentare
Gast: Traurig
22.08.2012 12:00
4 2

Keine Unterstützung vom Olympischen Komitee

Es ist wirklich traurig dass so etwas passieren muss. Gibt es keine Unterstützung vom Olympischen Komitee oder irgendeiner Organisation.

Vermute mal die Bonzen dort haben sich das Budget dafür mal wieder selbst zugeschoben.
... So wie es eben überall der Fall ist.

Ruthless World!

Re: Keine Unterstützung vom Olympischen Komitee

Wenn man solche Sachen liest, dann beginnt man schon darüber zu grübeln, ob die Heimkehr unserer Olympioniken OHNE Medaillen wirklich bereits das Schlimmste ist, was unserem Land und seinem Volk passieren konnte! Die schöne Welt des olympischen Scheins, der tollen Markenpräsenz von Sportartikelfirmen und sonstigen IOC-Partnern; das alles ist doch nur eine ganz dünne Tünche, welche das verdecken soll, wie die Welt von heute tatsächlich beschaffen ist: Das Olympia-Sportler unter Einsatz ihres Lebens die Fahrt zu einem unbekannten Ziel antreten müssen, um ihrer täglichen Misere zu entgehen - und dann womöglich in einem winzigen Schinakel auf dem Weg nach Europa im Meer versinken. Wirklich einfach nur traurig...