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Lance Armstrong verliert alle Tour-de-France-Titel

24.08.2012 | 18:59 |   (DiePresse.com)

Die US-Anti-Doping-Behörde erkennt Radikone Armstrong seine sieben Titel als Tour-de-France-Sieger ab und verhängt eine lebenslange Sperre.

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Ex-Radprofi Lance Armstrong (40) verliert seine sieben Titel als Tour-de-France-Sieger. Dies teilte die US-Anti-Doping-Behörde USADA in der Nacht auf Freitag in Washington mit. Sie reagierte damit auf die Ankündigung des Ex-Radprofis, an dem gegen ihn angestrengten Dopingverfahren nicht teilnehmen zu wollen. Es war Ende Juni eingeleitet worden, nachdem mehrere Ex-Kollegen Armstrong schwer belastet hatten. Der Texaner bezeichnete das Vorgehen der US-Dopingbekämpfer als "abscheulich" und betonte, bei allen Dopingtests eine weiße Weste gehabt zu haben. Die USADA wirft Armstrong vor, jahrelang gedopt und mit illegalen Substanzen gehandelt zu haben.

USADA: "Ein trauriger Tag"

USADA-Chef Travis Tygart nannte die Entscheidung Armstrongs "herzzerreißend". "Es ist ein trauriger Tag für all jene unter uns, die den Sport und unsere Sporthelden lieben." Armstrong sei ein Beispiel dafür, wie eine "Kultur des Siegens um jeden Preis" sich gegen "fairen, sicheren und ehrlichen Wettbewerb" durchgesetzt habe. "Saubere Sportler" könnten aber in Zukunft auf faire Wettbewerbe ohne den Einsatz leistungssteigernder Substanzen hoffen, fügte der USADA-Chef hinzu. Eine USADA-Sprecherin bestätigte daraufhin, dass Armstrong alle Tour-Titel aberkannt werden und er lebenslang gesperrt werde.

Allerdings kann voraussichtlich nur der Radsport-Weltverband UCI über eine Aberkennung der Tour-Titel entscheiden.  Die Sperre hat hingegen nicht nur symbolischen Charakter, ist Armstrong doch nach dem Ende seiner Radkarriere immer noch im Wettkampfsport aktiv, und zwar als Triathlet. Erst im Juni gewann er den Halb-Ironman auf Hawaii.

VIDEO: Armstrong verliert Titel und wird lebenslang gesperrt

Knalleffekt im Radsport: Ex-Radprofi Lance Armstrong verliert seine sieben Tour-de-France-Titel und wird lebenslang gesperrt.

Armstrong hatte in den vergangenen Monaten verzweifelt darum gekämpft, den Prozess vor der US-Anti-Doping-Behörde abzuwenden. Dafür gewann er auch die Unterstützung des Internationalen Radsportverbandes UCI, dessen Präsident Pat McQuaid den Dopingbekämpfern vorwarf, Armstrong "unbedingt rankriegen zu wollen". Allerdings scheiterte Armstrong vor Gericht mit zwei Versuchen, das USADA-Verfahren zu unterbinden, zuletzt am Montag. Am Donnerstagabend teilte er dann in einer auf seiner Internetseite mit, dass er seinen Widerstand gegen das Verfahren aufgebe. "Im Leben eines jeden Menschen kommt der Punkt, an dem man sagen muss: 'Genug ist genug'. Ich schlage ein neues Kapitel auf." Er wolle sich künftig verstärkt seiner Stiftung zum Kampf gegen Krebs widmen, sagte Armstrong, der seine größten Erfolge nach einer überstandenen Krebserkrankung feierte.

Armstrong: "Verfahren einseitig und unfair"

Er würde sich dem Verfahren der Anti-Doping-Behörde stellen, wenn es gerecht wäre, betonte Armstrong in seiner Erklärung. "Aber ich weigere mich, an einem Verfahren teilzunehmen, das so einseitig und unfair ist." Es gebe nämlich "keinerlei physische Beweise" für die Dopingvorwürfe. "Die einzigen physischen Beweise sind die Hunderten Kontrollen, die ich mit Bravour bestanden habe. Ich stand rund um die Uhr und rund um die Welt zur Verfügung. Bei Wettkämpfen, außerhalb von Wettkämpfen. Mit Blut und Urin. Wofür immer man mich ersuchte, stellte ich zur Verfügung. Worin ist der Sinn des Testens, wenn die USADA sich in letzter Konsequenz nicht daran hält?"

Im Bewusstsein der ihn erwartenden Strafe unterstrich Armstrong, dass die USADA ihm seine sieben Tour-de-France-Titel nicht wegnehmen könne. "Ich weiß, wer diese sieben Tour-Titel gewonnen hat, meine Teamkollegen wissen es, und alle, gegen die ich angetreten bin, wissen es." Die Tour sei "der härteste Bewerb der Welt, den nur der stärkste Mann gewinnt. Niemand kann das jemals ändern. Schon gar nicht (USADA-Chef) Travis Tygart."

Armstrongs größte Erfolge
WM: Gold Straßen-WM 1993 Oslo Olympia: Bronze Einzelzeitfahren 2000 Sydney Tour de France: Siebenfacher Rekord-Sieger (1999-2005), Dritter 2009 (nach Comeback), Gesamt-23. 2010; 22 Etappensiege, 82 Tage im Gelben Trikot Weitere Rennsiege: Tour de Suisse 2001, Dauphine Libere 2002 und 2003, Weltcup San Sebastian 1995, Fleche Wallonne 1996

(APA/Reuters/AFP)

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158 Kommentare
 
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Gast: sport
27.08.2012 17:19
0 0

auf

sport auf diesen niveau geht ohne doping sowieso nicht.....früher einmal waren sportler vorbilder für die jugend heute ist es deren dopingverhalten....

Gast: einBeobachter
25.08.2012 18:40
2 3

Depperl will ich heißen ...

... wenn der nicht gedopt hat.
Ich habe einmal in einem Anfall von zeitweiligem Schwachsinn einige Wochen lang ein Fitnesstudio besucht. Am ERSTEN Tag fand ich einen Beipackzettel (anaboles Steroid) und am zweiten Tag eine leere Trinkampulle in der Garderobe. Dort war kein einziger Profi, alles bestenfalls geölte Guglhupfe (credits EAV). Anderer Bereich, anderes Niveau, andere Sitten ? Glaub' ich nicht !

Re: Depperl will ich heißen ...

Kein Wunder! Über neunzig Prozent aller Dopingmittel werden in der Hobbysportler-Szene verkauft.

danke, das ist der Beweis, nach dem alle gesucht haben


Antworten Gast: Verweigerer
25.08.2012 20:46
1 0

Re: Depperl will ich heißen ...

Als Ausrede für's nicht Trainieren könnten Sie sich ruhig was Besseres aus den Findern saugen.

Antworten Gast: globetrotterneu
25.08.2012 18:59
3 1

Re: Depperl will ich heißen ...

eine leere drinkampulle kann kein steroid sein ist höchstens ein amino trinkampulle bitte nicht posten wenn sie sich nicht auskennen.

Antworten Antworten Gast: einBeobachter
25.08.2012 22:20
0 0

Re: Re: Depperl will ich heißen ...

Ich hab' die Ampulle nicht angegriffen, auch nicht gelesen, was d'raufstand. ABER ich habe auch nicht behauptet, daß es sich um irgendetwas möglicherweise Verbotenes handelt. Mir war es nur im Zusammenhang mit dem Beipackzettel als seltsam aufgefallen. Der Beipackzettel war eindeutig, da ging es um anabole Steroide.

1 0

Re: Re: Re: Depperl will ich heißen ...

Also in meinem Fitnessstudio habe ich dergleichen nicht beobachtet. Es ist erfreulicherweise bestückt mit Pensionisten und Leuten denen wohl ein Arzt oder Physiotherapeut den Besuch desselben nahegelegt hat. Kraftprotze sind eindeutig die Minderheit. Kann mir aber schon vorstellen, dass es auch andere Studios gibt, wo ich nicht hingehen würde

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: einBeobachter
26.08.2012 12:01
0 1

Re: Re: Re: Re: Depperl will ich heißen ...

Es ist in der Tat so, daß man sich offenbar genau aussuchen muß, wo man hingeht. Mir hat es nach zwei, drei Wochen gereicht, ich bin seither nie wieder in einem Fitnessstudio gesehen worden. Alleine die Gespräche. Lance Armstrong wäre als bekennender Doper ein Held bei den Leuten ...

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hexenjagt

nur weil armstrong sich weigert am laufenden verfahren gegen ihn teilzunehmen drohen sie ihm lebenslang zu sperren mit aberkennen aller seiner sieben tour siege,warum soll er auch teilnehmen er braucht niemannd was beweisen im gegenteil sie muessen ihm nach weisen das er gedopt war und das haben sie bis heute nicht geschaft alle tests waren negativ!! er ist eben der beste aller zeiten so oder so! man sollte so einen ausnahme sportler respektieren und nicht immer versuchen ihn ans bein zu pinkel!! was der mann geleistet hat schaft die naechsten hundert jahre sicher keiner

Antworten Gast: einBeobachter
26.08.2012 12:06
1 2

Re: hexenjagt

Stimmt NICHT - nachlesen, Armstrong wurde definitiv positiv getestet, nur gingen die Ergebnisse nicht den rechten Instanzenweg. Eh klar, wenn er die Dopingkontrollore sponsert. Ganz offen !
Ausnahmesportler ? Ausnahmebetrüger vielleicht. Denn es ist sicher eine "Lesitung" so zu betrügen. Aber mit dem Rad zeige ich als Unsportler ihm den Auspuff. Wenn er nicht gedopt ist, dann klappt er ja zusammen.

Gast: Lancebeobachter
25.08.2012 13:06
4 1

Fuer mich bleibt er der grosse Sieger

Die Sport-Politiker koennen mich alle mal. So wie ihn. Die Franzosen koennen mich sowieso schon seit 800 Jahren.

Antworten Gast: einBeobachter
26.08.2012 12:06
0 2

Re: Fuer mich bleibt er der grosse Sieger

Es gibt auch in anderen Bereichen ewig Gestrige ...

Gast: lance
25.08.2012 12:07
3 0

in einem Rechtsstaat sollten alle gleich behandelt werden

Als man beim spanischen Dopingarzt Fuentes eine Hausdurchsuchung machte, wurden Namen von Dopingsündern sichergestellt.

Man fand Sünder von verschiedenen Sportarten, unter anderem waren auch Starfussballer von Real Madrid dabei.
Wegen politischer Brisanz hielt man die aber unter Verschluss und auch die Anderen mit Vitamin B.

Veröffentlicht wurden nur Namen von Radrennfahrern (was hat man nur gegen die!), wobei der Prominenteste damals Jan Ullrich war.

Wo bleibt da die Gleichbehandlung.


Gast: landis
25.08.2012 11:47
3 1

auch Floyd Landis kämpfte um seine Reputation

Solange, bis nicht nur sein erradeltes Geld weg war, sondern er auch noch einen Berg von Schulden am Buckel hatte.

Als willenloser Bankrotteur in den Händen der Inquisitoren war er natürlich zu jeder Aussage bereit. Ein Vehikel um an den dicken Fisch Armstrong heranzukommen.

Armstrong, der nun schon jahrelang ein Heer von Anwälten durchfüttert, will nicht das gleiche Schicksal erleiden.
Was hilft ihm seine Ehre und seine Titel, wenn er den Rest seines Lebens als Bettler mit dem Hut herumrennen muss.
Armstrong ist eben kein Loser.

Gast: Gast328
25.08.2012 11:23
4 0

Lächerlich

Wenn man Aussagen von anderen Fahrern höher als die Fakten bewertet, dann beweist es wieder, dass sowohl das Dopingsystem als auch das Antidopingsystem ein reines Mafiasystem sind!

Hauptsache Winokurow (Doping übeführt mit Beweisen nicht mit Vermutungen und Aussagen) wird Olympiasieger!

Wer sich die unglaublichen Machenschaften der Antidopingorganisation in Österreich anschaut kann nur vermuten wie es in größeren Staaten zugeht!


und nimmt dafür eine lebenslange Sperre und den Verlust aller Siege in Kauf.

Und er wird auch wissen warum!

Antworten Gast: globetrotterneu
25.08.2012 11:12
2 2

Re: und nimmt dafür eine lebenslange Sperre und den Verlust aller Siege in Kauf.

warum sollte er wenn sollten sie fast alle an den pranger stellen oder glauben sie er wahr der einzige im feld der gedopt hat, aber sie glauben sicher auch das herrmann maier nach seinen unfall nicht gedopt wahr.

Bernard Hinault

ist und bleibt der grösste.

auch wenn sie ihm jetzt ohne a und b probe seine siege wegnehmen.

Gast: Leser
25.08.2012 09:40
1 2

Verlogener Ami halt.

Die sollten viel merh kontrolliert werden aber nachdem Sport auch immer ein Politikum ist...

was für eine Demonstration Alpe D'Huez 2001: Armstrong vs. Ulrich

Am Fuße von Alpe D'Huez schaut Armstrong Ulrich an so nach dem Motto "na, packmas an?", dreht sich um und... weg ist er!

ab 7min03sec!

http://www.youtube.com/watch?v=1oiuwRejx0g

Des war richtig cool damals ;-)

PS: alle sind bei der TdF gedopt, so what?

Re: was für eine Demonstration Alpe D'Huez 2001: Armstrong vs. Ulrich

Nicht alle, aber sehr viele, Armstrong war mit Sicherheit dabei, war ja ein offenes Geheimnis. Die Tourleitung hat ihn jahrelang geschützt, sogar die Proben sind verschwunden, will aber keiner hören.

Es ist schwachsinnig

Der Kampf gegen Doping ist verloren.

Anstatt jetzt mit Rundumschlägen den Sport mit in den Abgrund zu reißen, sollten die "Dopingjäger" ihre Niederlage eingestehen und sich einen anderen Job suchen.

Wenn jeder nachhelfen darf, ist der Wettbewerb fairer, als wenn es nur darum geht, sich nicht erwischen zu lassen.

er Gedanke, dass Athleten ohne positive A- & B-Probe verurteilt werden können, pervertiert dieses System

Dem kann man nichts mehr hinzuzufügen und nur noch den Kopf schütteln.

Re: er Gedanke, dass Athleten ohne positive A- & B-Probe verurteilt werden können, pervertiert dieses System

Die Proben sind schon vor Jahren verschwunden, war damals ein Skandal. Scheinen alle vergessen zu haben.

Antworten Antworten Gast: lance
26.08.2012 11:35
1 0

Re: Re: er Gedanke, dass Athleten ohne positive A- & B-Probe verurteilt werden können, pervertiert dieses System

Blödsinn!
Die eingefrorenen Proben (über Jahre) liegen nach wie vor bei einer Pariser Behörde unter Verschluss.

 
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