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Ende der „Hexenjagd“ Aufgabe statt Aussage

24.08.2012 | 18:31 |  von MARKKU DATLER (Die Presse)

Lance Armstrong lehnt einen Prozess ab und nimmt dafür eine lebenslange Sperre und den Verlust aller Siege in Kauf. Für seine Gegner gleicht das einem „Geständnis“.

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Austin/Wien. Lance Armstrong hat sich entschieden: Der 40-jährige Texaner, der mit sieben Siegen bei der Tour de France Sportgeschichte geschrieben hat, will sich nicht länger mit Dopingjägern, Anschuldigungen oder einem Gerichtsverfahren auseinandersetzen. Er erteilte der „Hexenjagd“, wie er die Ermittlungen der amerikanischen Anti-Doping-Behörde bezeichnet hat, ein Ende anstatt am Ende als verurteilter Dopingsünder dazustehen. Er verzichte auf das Gerichtsverfahren, damit sei der Spuk vorbei. Es gibt keinen Schauprozess mit unangenehmen Fragen und entlarvenden Zeugenaussagen. „Es kommt ein Punkt im Leben jedes Menschen, an dem er sagen muss ,genug ist genug‘. Für mich ist dieser Punkt gekommen.“

Der Texaner blieb bei seiner Verteidigungsstrategie. Er leugnete alle Vorwürfe, bestritt vehement, jemals mit Doping in Berührung gekommen zu sein, und verließ die Sportbühne, ohne jemals eine positive A- oder B-Probe abgeliefert zu haben. Somit habe auch niemand das Recht, ihn offiziell als „Doper“ bloßzustellen. Dafür ist er auch willens, einen hohen Preis zu bezahlen. Die lebenslange Sperre tangiert ihn nicht, nur der drohende Verlust aller Erfolge seit dem 1. August 1998, vor allem das Auslöschen seiner sieben Tour-Siege, ist für den eitlen Sportler – mehr oder minder – schmerzhaft.

Doch in diesem Punkt ist das letzte Wort noch nicht gesprochen – die Praxis bei Dopingsündern sieht eine Löschung aller Erfolge im Zeitrahmen von acht Jahren vor. Gemäß dieser „Zeitrechnung“ wäre nur sein letzter Tour-Sieg, der von 2005, in Gefahr.

 

Sackgasse mit drei Optionen

Am Montag, als ein Gericht in Armstrongs Heimatstadt Austin eine Klage gegen die Ermittlungen der US-Anti-Doping-Agentur abgewiesen hatte, war der ehemalige Radstar in einer Sackgasse gefangen. Die Aussagen ehemaliger Teamkollegen waren erdrückend, die Indizienkette zu stichhaltig.

Somit blieben Armstrong nur noch drei Optionen: Er hätte vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne ziehen können, nur das wäre mit hohen Kosten und weiteren Jahren voller Anfeindungen und Rechtfertigungen verbunden gewesen. Er hätte vor Gericht kämpfen können – ohne tatsächliche Garantie auf eine Siegchance. Aber auch die dritte Option, mit seinen Erzfeinden den in den USA nicht unüblichen „Deal“ anzustreben, war ihm zutiefst zuwider.

Also zog er die Reißleine, was für ihn keineswegs einem Schuldeingeständnis gleichkommt. Es mag naiv anmuten, doch Armstrong, der 1999 nach überstandener Krebsoperation mit seinem ersten Sieg die Radsportwelt als schillerndes, bewundernswertes und makellos erscheinendes Aushängeschild erobert hatte, ist davon felsenfest überzeugt. Er sagt: „Ich weiß, wer sieben Mal die Tour gewonnen hat und auch meine Teamkollegen und alle, gegen die ich gefahren bin, wissen, wer die Tour sieben Mal gewonnen hat. Es gab keine Abkürzungen, keine speziellen Behandlungen.“

 

Gewinnen, um jeden Preis

Seine Reaktion führte aufseiten der Dopingjäger zu nahezu hämischen Aussagen. Travis Tygart, Chef der US-Anti-Doping-Agentur, nannte es einen „bedauerlichen Schritt. Vor Gericht hätte Armstrong doch der ganzen Welt die Wahrheit sagen können... Das ist ein trauriger Tag für alle, die den Sport und heldenhafte Athleten lieben. Es ist ein herzzerreißendes Beispiel dafür, wie die Kultur des Gewinnens um jeden Preis den fairen, ehrlichen Wettbewerb untergräbt. Es ist aber auch eine Erinnerung, dass für künftige Generationen weiterhin die Hoffnung besteht, ohne leistungsfördernde Mittel anzutreten.“

John Fahey, Chef der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada, maß Armstrongs Abgang weitaus weniger Emotionen bei. Für ihn sei es zweifellos ein Schuldeingeständnis. „Er hatte das Recht, die Vorwürfe zu entkräften. Daher ist es unter diesen Umständen die einzige Deutung, dass die Vorwürfe Substanz hatten“, wird Fahey von der Nachrichtenagentur Reuters zitiert. „Damit sind auch all seine Tour-Siege nichts mehr wert.“

Die Dopingjäger hatten Armstrong jahrelang vorgeworfen, mithilfe von Steroiden und Blutdopingmitteln von 1999 bis 2005 gewonnen zu haben. Auch soll er mit illegalen Substanzen gehandelt haben. Die US-Staatsanwaltschaft hatte diesbezügliche Ermittlungen eingestellt, doch ihre Sportkollegen ließen nicht locker, bis der ehemalige Spitzenreiter des Pelotons nun den Schlussstrich zog.

Armstrong wolle sich nun verstärkt seiner „Livestrong“-Stiftung zum Kampf gegen Krebs widmen. In diesem Rennen muss er keinerlei Gegenwind mehr fürchten.

„Ich weigere mich, in einem einseitigen, unfairen Prozess mitzumachen. Meine Position: Der Unsinn ist jetzt vorbei.“

Lance Armstrong

„Der Gedanke, dass Athleten ohne positive A- & B-Probe verurteilt werden können, pervertiert dieses System.“

Derselbe

("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.08.2012)

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158 Kommentare
Antworten Antworten Gast: lance
26.08.2012 11:35
1 0

Re: Re: er Gedanke, dass Athleten ohne positive A- & B-Probe verurteilt werden können, pervertiert dieses System

Blödsinn!
Die eingefrorenen Proben (über Jahre) liegen nach wie vor bei einer Pariser Behörde unter Verschluss.

absolut richtig


Gast: exrem reguliert
25.08.2012 01:25
2 1

Ansichtssache

An Lance Armstrong werden sich nach uns noch Generationen erinnern!

Lächerliche Dopingjäger wie Travis Tygart oder John Fahey kämpfen erfolglos aber umso verbissener dagegen, in völliger Vergessenheit zu enden. Von Mißgunst und Neid zerfressen möchte sich diese bösartige Meute an den Lorbeeren wirklich großer Sportler nähren.
Welche Substanzen als Doping gelten, ist ein Witz - ein halber Schnupfen mit Rezept, und sie können Dich ans Kreuz schlagen. Wie kontrolliert wird, eine Frechheit - die metternichsche Bande dringt skrupellos und vorsätzlich in das Privatleben der Athleten ein, quält und nervt unrühmlich auch uns, das Publikum, mit ihrer Suche nach Schmutz und ihrem Geschrei nach Sauberkeit und nochmals Sauberkeit. Wir wollen aber keine Sauberkeit sondern Schweiß und Leid und große Taten sehen. Eine zweite Bibel brauchen wir nicht. Wir identifizieren uns mit unseren Idolen und wollen nicht pinkeln müssen, wenn es die Regulierungswut dieser unsportlichen, beamteten Würsteln vorschreibt. Wir wollen rauchen und trinken und viel Fettes essen und dann unsere persönliche Bestmarke laufen. Für diesen Spaß lassen wir uns nicht kriminalisieren!
Genau! Wir wollen wieder Spaß haben.
Weg mit den Aupassern, weg mit den Kontrolloren, weg mit dieser ganzen scheinheiligen Bande!

Re: Ansichtssache

Grad in Schnupfenmitteln (Hustenm., etc) sind die Ausdauerverbessernden Mittel enthalten... Warum sind die meisten Ausdauersportler astmakrank gemeldet. Doping freigeben und es wird wieder nachvollziehbarer. Diese Scheinheiligkeit nervt! Jeder der mit Spitzensport (teilweise auch Hobbysport) zu tun hat kennt sich aus. Und solange Bodybuilder Doping abstreiten...

Antworten Antworten Gast: thrust26
25.08.2012 20:15
0 2

Doping freigeben?

"Super" Idee!

Dann gewinnt in Zukunft derjenige der bereit ist seine Gesundheit und sein Leben am meisten zu riskieren und dazu am besten auf Doping anspricht ohne vor dem Sieg tot um zu fallen.

Nein danke! Alle Doper gehören m.E. wg. Betrugs in den Knast! Und lebenslang gesperrt wie Armstrong. Wie man für solche Leute auch nur den Hauch von Respekt haben kann, will mir nicht in den Kopf.

Ja, und?

Leistungssport funktioniert auch heute schon haargenau so.

Gesund ist es jedenfalls nicht und das Risiko ist immer dabei - aber jede Höchstleistung birgt ein gewisses Risiko - so, what?

Wo ist die Grenze?
Vorbereitung, Ernährung, Material, Genetik und Co. machen große Teile des Erfolgs aus, da kommt es auf ein bisschen Chemie auch nicht mehr an.

Wenn es wirklich darum ginge "Wunder und Höchstleitungen" zu sehen, müssten wir 100 Durchschnittsmenschen mit dem Rad kreuz und quer durch Frankreich schicken - nur wen würde das ernsthaft interessieren?

9 2

Der verbissene Blick, das offene Trickot, das hin und her wehende Ketterl mit Kreuz, waren ein imposanter Anblick für alle Sport Ästheten.

Kann mich noch gut ans Bergzeitfahren hinauf nach L'Alpe d'Huez erinnern - wunderbar, großartig - einfach grandios. Sieben Tour de France Siege und kein einziges Mal "eingebrochen".
60km Einzellzeitfahren mit einem Stundenmittel von 55km/h zu absolvieren, ja, das wollen die Leute sehen. Ich mein', einen knappen 40iger Schnitt schaff' ich auch, ist aber uninteressiert. Würde ich den Typen am Flughafen treffen, dann würd' ich mich vor Ehrfurcht niederknien.

Respekt, wem Respekt gebührt!

Gast: anonymtester der landwirtschaftskammer
24.08.2012 21:46
4 0

gute idee

: Usain Bolt !

Gast: lance
24.08.2012 20:50
1 5

Länder die den Radsport hassen, sollen sich ganz einfach zurückziehen

Sowie Deutschland. Die haben alle Profi Teams zurückgezogen und auch noch die Deutschland Tour gekappt.
Ullrich, Klöden & Co sind ausgewandert, damit sie ihre (Doping) Ruhe haben.

Richtige Radsportnationen, also solche die vom Radfahren etwas verstehen, lieben ihre Dopingsünder. z.B. der lang gesperrte Tom Boonen wird in Belgien so verehrt wie der König. Doping hin oder her.
Für Radsportler in Italien ist Pantani nach wie vor ein Halbgott.


wenn er gedopt hat ....

war es trotzdem ein Erlebnis, wie er andere Doper geschlagen hat.

Wer bitte schön, war nicht gedopt?

Ich bin kein Fan von Armstrong - es ist aber naiv, anzunehmen, dass auch nur ein Spitzenfahrer der TdF nicht auf die eine oder andere Art gedopt hat.

Gast: A.B.C.
24.08.2012 20:05
4 0

Ist Spitzensport ohne Doping überhaupt noch möglich

Ich glaube nicht, dass heute Spitzensport, vielleicht mit wenigen Ausnahmen, die wahrscheinlich eher im Bereich Mannschaftssport oder Ballsport zu suchen sind, überhaupt noch möglich ist.

Kein Mensch kann ohne irgendwelche Hilfsmittel so schnell laufen, schwimmen, radfahren, etc...

Ich persönlich würde meinen, wir lügen uns alle selbst an, wenn wir das glauben sollten.

Doch das beste Doping hilft nichts ohne hartes Training - drum frage ich mich, warum heuchelt man und gibt es nicht frei - man könnte z.B. verlangen anzugeben, was man nimmt, damit wären dann die Fronten geklärt und wer immer das auch machen will, soll es tun.

Es ist viel Geld in diesem Bereich zu holen, aber auch viel zu verlieren. Ein Hasardspiel eben.

Gast: Sport ist Mord
24.08.2012 19:28
3 4

Ich wette alle US amerik. Sportler bei den Olympischen Spielen waren gedopt!

Vor allem die Schwimmer! Solche Leistungen sind NIEMALS ALLEIN durch Training möglich.
Es ist viel gerechter Doping komplett frei zu geben damit "Waffengleichheit" für alle gilt!

Sauerei...

1.) hielt er sich tatsächlich fern von diversen Dopingmitteln oder - methoden, ist es durchaus nachvollziehbar, sich einem Prozess, angezettelt von mutmaßlichen Neidern, nicht zu stellen.

2.) hat er tatsächlich gedopt, war er scheinbar einfach nur schlauer als die anderen.

Wenn ein Verdacht ausreicht, jemanden einen Titel abzuerkennen, sollte man Schwarzenegger auch Mr. Universe aberkennen.

Gast: Erythropoetin
24.08.2012 18:53
4 0

...also eine Frage der Zeit...

Und wie lange darf Wiggins seinen Titel behalten? Wahrscheinlich wird er ihm dann auch irgendwann so um 2025 aberkannt werden.

Vielleicht sollte man Eddy Merckx auch noch mal überprüfen. Außerdem gibt´s da sicher auch ein paar Zeugen die was gesehen haben und sich erinnern können als ob´s gestern gewesen wäre!

Wenn irgendeine private Organisation versucht Inquisition zu spielen würde ich auch nicht hingehen.

Natürlich können die im Rahmen ihrer Verträge mit dem USOC und dem IOC irgendwelche Sanktionen aussprechen - aber das ist wie die Regelauslegung selbst auch deren Privatsache und sonst nichts.

Darf er dann eben irgendein Logo oder einen Titel, dessen Markenschutzrechte die Herrschaften haben, nicht mehr verwenden.

Ich kann verstehen, warum er bei dem Zirkus nicht mehr mitmachen will.

Gast: willi1
24.08.2012 18:47
3 4

zweischneidiges Schwert

Ein trauriger Tag fuer den Spitzensport. Hier entscheiden ein paar Schreibtischjuristen und aberkennen eine der groesten sportlichen Leistungen in der Menschheitsgeschichte. Jahrelang gequaelt hat sich Armstrong und mit einem Strich wird das jetzt von ein paar dickbaeuchigen ausradiert. Natuerlich musz man mit allen Mitteln gegen Doping vorgehen, aber wohl kaum ein anderer Sportler wurde soviel getestet wie Armstrong und da hat man nie etwas gefunden. Sollte das nicht zumindest einen Einflusz haben? Heiszt es nicht "innocent until PROVEN guilty". Mir fehlt der Beweisz, dass er guilty ist. Gefaellt mir nicht!

Re: zweischneidiges Schwert

die "Dickbäuchigen" haben nicht betrogen und gelogen ...

sie sind mir sympathischer als die Sportzerstörer

Zerstört wird der Sport

von Idealisten, denen selbstdefinierte Sauberkeit vor Leistung geht.

Warum ist Doping böse, aber zB die Verwendung von speziellen Reifen, Lagern, Rahmen usw. erlaubt? Dies schafft auch Ungleichheit.


3 1

Wer bekommt dann die Titel?

Wer wird dann im Nachhinein Tour de France Sieger von 1999?
Ist doch alles Unsinn!

Jeder weiß, dass gedopt wird. Man muss es nur so machen, dass man nicht positiv getestet wird.
DAS sind im Spitzensport weltweit die Regeln.

5 6

Einfachste Lösung für einen Unschuldigen:


Sich dem Verfahren zu stellen.


Antworten Gast: Halbwissen
25.08.2012 10:31
1 0

Re: Einfachste Lösung für einen Unschuldigen:

Zeit ist das wertvollste Gut der Welt !

Schwachsinn - Placido Domingo muß auch nicht vor der Jury vom Dieter Bohlen singen...

Eine privaten Organisation, die ein "Verfahren" nach eigenen Regeln durchführen will ist keine Justiz, die im demokratischen Prozeß zustande gekommene Gesetze und Verfahrensregeln anwenden wird.

Und mitmachen ist freiwillig, weil nur an die Mitgliedschaft im Sportverein oder Teilnahme an Events gebunden.

Antworten Gast: Ahndbremse
24.08.2012 18:10
5 3

Re: Einfachste Lösung für einen Unschuldigen:

Das kann auch nur jemand sagen der noch nie vor Gericht stand.

Gerade bei Doping geht es sehr oft nicht um den Nachweis von irgendwas sondern um Abweichungen zu Norm.

Armstrong hat schon recht, das zieht sich jetzt seit Jahren hin - sollen Sie ihn doch mal gern haben.

Gast: Johann S
24.08.2012 17:51
2 1

Aberkennen

kann die Titel nur der Weltverband.
Außerdem gibt es eine 8jährige Verjährungsfrist.

Trotz aller Komplexitätät kein Ruhmesblatt für den Sport.

Antworten Gast: Johann S
24.08.2012 18:14
1 1

Re: Aberkennen

Pardon Komplexität

Antworten Gast: Frage
24.08.2012 18:10
1 0

Re: Aberkennen

Danke für die Information.

Antworten Antworten Gast: Johann S
24.08.2012 18:17
1 0

Re: Re: Aberkennen

Gerne.
Habs ja auch nur erlesen.
Quelle:ARD

Gast: vito c
24.08.2012 14:53
3 1

ist doch eh alles bekannt

es gab da schon vor jahren den witz: woran erkennt man einen gedopten rennfahrer bei der tour? am gelben trikot.

wozu das ganze? vielleicht wäre es besser die ärzte und chemiker auszuzeichnen, die die sportler dopen, oder die mittelchen erfinden.

die tdf ist mehr ein wettbewerb der pharmazie geworden. der sieger und die anderen bestplazierten sind doch alle gedoped. die frage ist doch nur noch, wer am besten, und welches neue mittelchen kann man noch nicht nachweisen.

interessant würde es allerdings für den sport, wenn durch neue regelungen die erwischten sportler sämtliche einnahmen, die sie aufgrund eines sieges, durch preisgelder aber auch durch werbeverträge, wieder zurückzahlen müssten. alles. und auch wenn man erst 10 jahre später erwischt wird.

Gast: Herzzerrissener
24.08.2012 14:47
5 1

Lächerlich, weil viel zu spät.

Die Siege Armstrongs haben einen unangenehmen Beigeschmack hinterlassen: Viele Edelhelfer, die ihm bis ins Etappenfinale den Windschatten machten, haben sich hintennach als gedopt herausgestellt. Die von ihm besiegten Zweitplazierten haben Verurteilungen hinnehmen müssen. Jedoch galt immer: ER hat euch nicht betrogen. (Hat schon einmal einer plakatiert. - Viele haben vielleicht bisher den Mund gehalten, weil sie selbst mit drin stecken oder weil sie eine Gegenklage Armstrongs bisher fürchteten.)

Aber: könnte man nicht einfach diese alten Kapitel schließen? Was bringt ein Aufrollen Jahre später ? Wo hört das auf ? Sollen die Obelisken des Petersplatzes in Rom den Nachkommen der Pharaonen zurückgegeben werden ?

Mein Idealbild wäre, jeder Radrennfahrer soll seinen Proviant, Ersatzschlauch und Verbandkasten selber schleppen. Und nach Etappenschluss soll es eine einheitliche Unterkunft in der Sanitätseinheit der französischen Kaserne geben.


Lauter gute Nachrichten heute!

Dieser miese Ami, der jedem mit Klage gedroht hat, der ihm Doping vorwirft, hat das voll und ganz verdient!
Er litt übrigens an Hodenkrebs. So traurig das sein mag - Hodenkrebs ist das Hauptrisiko vieler Dopingmittel.

Es lebe

die Vertikallegasthenie!

?

was soll das bitte sein?

Gast: M. Wolf
24.08.2012 13:32
2 0

"herzzerreißend"

Lance,
sein Leben lang auf der Suche nach seinem Vater & dessen Anerkennung
nun vom Übervater Travis Tygart komplett
kastriert.
Ein Radlerschicksal.

Gast: lance
24.08.2012 13:13
6 0

klare Verhältnisse wollen die Jäger ja nicht, sonst würden sie ihren Arbeitsplatz verlieren

Von jedem Profi Radrennfahrer ist das Blutbild in der Datenbank.
Hat jemand abweichende Blutwerte, so sollte er zu einer Tour gar nicht zugelassen werden. Zum Teil macht man das schon.
Auch Dopingkontrollen nach einer Etappe sollten beibehalten werden.

Aber dann soll endlich einmal Schluss sein.

Diese ewige Kriminalisierung noch Jahre danach, diese Verdächtigungen, diese Häme, dieses Heruntermachen, das kotzt mich schon an.

Auch viel Nationalismus ist dabei. Wir, die Anständigen, die Anderen, die Bösen.

Die 15 Jährige chinesische Wunderschwimmerin war natürlich gedopt. Die 16 jährige amerikanische Wunderschwimmerin natürlich anständig.


heftig

also so wenig ich ihm glaube, dass er nicht gedopt war, ohne beweis ihn zu verurteilen und alle titel abzuerkennin ist sehr heftig…

Re: heftig

wenn gegen dich 10 verschiedene Zeugen in einer Sache aussagen, wird dir, vor allem wenn es offensichtlich ist, auch das Gericht keinen Glauben mehr schenken können!

Antworten Antworten Gast: Robe
24.08.2012 13:34
3 0

Re: Re: heftig

außer die 10 sind aus diversen Gründen nicht glaubwürdig - weil sie selbst nix gewonnen haben, Streit hatten, usw...

Gast: Hobbysportler
24.08.2012 13:07
0 0

Abgesehen vom Spitzensport wird ja auch im Hobbysport gedopt!

Immer wieder springen gleich ein paar hundert Sportler ab, wenn Veranstalter Dopingtests ankündigen.

Mir persönlich ist es egal, wenn sich Leute selber ruinieren.

Aber Wettkämpfe werden uninteressant, wenn das so weitergeht. Vielleicht aber dreht sich der Trend um:

Mitmachen darf der, der sich testen lässt. Alle anderen werden ausgeschlossen!

0 1

Re: Abgesehen vom Spitzensport wird ja auch im Hobbysport gedopt!

Man sollte das Doping vielleicht frei geben. Dann veranstaltet man Bewerbe für getestete ungedopte und für ungetestete (= gedopte) Sportler.
Wäre doch auch interessant die Unterschiede zu sehen. Jeder kann selbst entscheiden, was er gesundheitlich riskiert.
Tun sie doch heute letzten Endes auch.


Gast: Halbwissen
24.08.2012 12:54
0 1

Gegen "big oil" und die Autoindustrie hat selbst die mächtige Pharmaindustrie keine Chance !


wieder haben sich einige Zivilversager

einer Anti-Doping-Schmierenbehörde auf Kosten eines Leistungssportlers etabliert. Ich wäre ja dafür, den österreichischen EU-Beitritt von der NADA prüfen zu lassen. Weil die Pulverln, die der Mock damals aufgrund seiner Parkinson-Erkrankung intus hatte, sind sicher auch auf irgendeinem Index gestanden.

3 1

Re: wieder haben sich einige Zivilversager

jo und die ederer mit ihren tausender wor a sicher nicht clean

1 2

Aber auf die Chinesen schimpfen(z.B. bei Olympia).

US-Sportler sind genauso gedopt.

Sie haben nur die besseren und schwerer nachweisbaren Mittel.

By the way

Vor einem Jahr gabs mal in Tschechien eine mittelgroße Laufveranstaltung, ca. 2000 gemeldete Läufer.

Eigentlich aus Promotiongründen (Motto "Unser Lauf ist sauber") wurde 1 Woche vor Termin bekanntgegeben, dass bei diesen Amateurlauf Dopingkontrollen durchgeführt werden. Man wollte das schön aufziehen, mit Fernsehen, Interviews etc.

Daraufhin haben sich 800 (!) Hobbyläufer wieder von der Veranstaltung abgemeldet...

0 0

Re: By the way

Klar nehmen ehrgeizige Hobbysportler (Leistungssportler) auch hin und wieder irgend etwas. Sie haben meist auch keine medizinische Betreuung und wissen dann oft gar nicht was noch erlaubt ist und was nicht.

Bei Ankündigung solcher Tests, sind dann viele verunsichert, kann ich verstehen.

Re: By the way

Also das muss man schon etwas relativieren. Wenn ICH bei einem Hobbylauf mitmachen will, dann melde ich mich garantiert auch ab, wenn ich kurz davor erfahre, dass mir dort Blut abgenommen wird. Warum sollte ich das machen?

Re: Re: By the way

Waren nur Urinproben

0 0

Re: Re: Re: By the way

Egal, das könnte schon peinlich werden, wenn man wegen irgend einem Medikament (Kopfschmerzen, etc.) dann vielleicht positiv getestet wird. Man hat ja keine perfekte medizinische Betreuung.

Beweise oder neidvolle Zeugen

1. Er hat keinen Dopingtest verweigert.
2. Bei diesen Test's wurde nie was belastendes gefunden.
3. Jetzt gibt es plötzlich Zeugen?
Wo waren die zu der zeit als es aktuell war?

Fairness gab es auf dieser Welt schon lange nicht mehr

im Zweifel für den ...

Re: Beweise oder neidvolle Zeugen

einfach buch von flyd landis oder wie der hies lesen...